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30/06/2015 15:04 CEST | Aktualisiert 30/06/2016 07:12 CEST

21 Dinge, die nur Menschen verstehen, die immer zu spät kommen

Tanya Constantine via Getty Images

Ich hatte letzte Woche ein Date. Wir wollten uns um 19 Uhr im Restaurant treffen. Um 19 Uhr, als ich noch etliche Kilometer vom Restaurant entfernt war, schrieb ich dem Typen eine Nachricht und sagte ihm: "Das ist vielleicht der richtige Zeitpunkt um zu erwähnen, dass ich einer von diesen nervigen, ständig zu spät kommenden Menschen bin."

Auch ein Weg, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, oder? Der Punkt ist, ich dachte wirklich, dass ich pünktlich bin. Tatsächlich dachte ich, dass ich richtig früh dran bin.

Ich war aus verschiedenen Gründen zu spät: Meine Frisur klappte nicht, meine Kinder mussten mir eine sehr lange, aufwendige Geschichte über die Jagd auf Big Foot genau dann erzählen, als ich gerade dabei war, das Haus zu verlassen, der Ort, an dem wir uns treffen wollten, war 40 Minuten weit weg, ich verirrte mich, ich wartete hinter einem Zug und ich hatte mit dieser paradoxen "Extra-Zeit" zu kämpfen.

Diese Probleme sind real, Leute. Das hier sind 21 Probleme von Menschen, die ständig zu spät kommen:

1. Wir machen das nicht mit Absicht.

Es ist nicht unser Ziel, euch wahnsinnig zu machen, während ihr auf uns wartet. Nun, es ist normalerweise nicht unser Ziel, aber ich gehe davon aus, dass manche von uns vielleicht ihre Langsamkeit als Strafe für manche von euch benutzen. Was? Ich habe nicht gesagt, dass jeder das macht! Ernsthaft, es hat nichts mit euch zu tun. Ich schwöre.

2. Wir sind nicht gut darin, Zeit einzuteilen.

Die Leute glauben, dass wir uns nicht um eure eigene Zeit kümmern. Es ist nicht so, dass wir eure Zeit nicht zu schätzen wissen; wir sind einfach nicht wirklich gut darin, unsere Zeit zu managen. Wir haben diese Idee, dass wir uns in einer halben Stunde fertig machen können. Es funktioniert nie, aber wir sind optimistisch, dass es eines Tages eine Panne im Raum-Zeit-Kontinuum geben wird und es klappen wird.

3. Unsere Freunde vertrauen uns nicht.

Unsere Freunde wissen, dass wir, wenn wir behaupten, in zehn Minuten da zu sein, in Wahrheit meinen: "Ich glaube, ich werde langsam Netflix ausschalten und unter die Dusche gehen."

4. Wir versuchen generell pünktlich zu sein. Wirklich.

Es ist nur einfach so schwer, wirklich pünktlich loszukommen. Manchmal kommt eben was dazwischen ... Facebook zum Beispiel.

5. Wenn wir Kinder haben, werden wir zu spät kommen.

Und je jünger diese Kinder sind, desto später werden wir dran sein. Das passiert. Gerade wenn wir aus dem Haus gehen wollen, müssen wir noch eben das entlaufene Meerschweinchen finden. Oder den Satz des Pythagoras erklären, weil unser Kind 20 Seiten Hausaufgaben bis morgen auf hat. Oder wir müssen unser Kind trösten, weil sein imaginärer Freund nicht mit ihm spielen will. So ist eben das Elterndasein.

6. Wir wollen so richtig gut aussehen.

Es braucht Zeit, um so gut auszusehen. Bevor ich ausgehe, muss ich 12 Schichten Mascara auflegen und mich mindestens acht mal umziehen. Und dann wäre da noch das ständige Problem mit meinen Haaren. Glätten? Locken machen? Feststellen, dass das eine blöde Idee war und wieder von vorne anfangen, inklusive waschen? Das kann passieren.

Ihr solltet geschmeichelt sein, dass wir so viel Wert darauf legen, wie wir aussehen.

7. Wir haben Angst, wie Versager auszusehen.

Weißt du, was passiert, wenn du pünktlich erscheinst? Du könntest der Erste dort sein! Dann musst du dein Handy rausholen, durch die Kontakte gehen und irgendwelchen Freunden Nachrichten schreiben, damit du nicht wie ein Idiot aussiehst, der alleine rumsitzt.

"Ich weiß, wir haben seit vier Monaten nicht mehr gesprochen, aber wie geht es dir? Oh warte, egal. Mein Date ist jetzt da." Peinlich.

8. Wir wollen eine Entschuldigung, wenn wir versetzt wurden.

Wenn wir pünktlich sind und unsere Verabredung oder unsere Freunde nicht da sind, könnten wir herumsitzen und Fake-Nachrichten schreiben, trinken oder uns mit Brot vollfressen, bevor wir realisieren, dass wir versetzt wurden. Wenn wir aber zu spät sind und unsere Freunde nicht da sind, können wir so tun, als hätten wir sie knapp verpasst.

9. Unser Wecker ist ineffektiv.

Unser Wecker hat eine Snooze-Taste und wir scheuen uns nicht, von ihr Gebrauch zu machen. Wenn man da drauf drückt, kann man einfach noch mal neun Minuten schlafen. Toll, oder? Und wenn du noch mal drückst, hast du schon 18 Minuten mehr Schlaf. Ein drittes Mal und du hast fast eine halbe Stunde ... und das kann ewig so weitergehen.

10. Menschen sagen uns immer, dass wir früher da sein sollen.

Wenn jemand will, dass wir um 19.30 Uhr irgendwo sein sollen, sagt er uns, dass wir um 19 Uhr da sein sollen. Aber das funktioniert nur ein- oder zweimal. Dann haben wir den Trick durchschaut und wir kommen einfach immer eine halbe Stunde später als ihr uns sagt.

11. Pünktlich sein ist seltsam.

Bei den wenigen Gelegenheiten, wenn wir tatsächlich mal pünktlich sind, schauen uns Menschen an, als stünde ein riesiger lilafarbener Dinosaurier im Raum. "Moment, warte. Wieso bist du schon da?"

12. Verkehr kommt vor.

Manchmal, wenn wir tatsächlich pünktlich sind, sind aber einfach zu viele Autos auf der Straße. Ich wäre vermutlich niemals zu spät, wenn ich eine fliegendes Auto hätte, aber solange mir die Autoverkäufer seltsame Blicke zuwerfen, wenn ich sie danach frage, das Chitty Chitty Bang Bang Auto zu kaufen, vermute ich, dass das niemals passieren wird.

13. Wir sind leicht ablenkbar.

Einige von uns können nicht durch die Türe gehen ohne zuerst zu bemerken, dass sie noch eine Ladung Wäsche zusammenlegen müssen. Und während wir falten, erinnern wir uns daran, dass wir mehr Waschmittel brauchen, weswegen wir in die Küche laufen, um Waschmittel auf unsere Einkaufsliste zu schreiben und merken dabei, dass der Geschirrspüler ausgeräumt werden muss. Du verstehst, was ich meine.

14. Wir kommen mit zusätzlicher Zeit nicht gut zurecht.

Das Date, von dem ich vorhin erzählt habe? Wir wollten uns ursprünglich um 18.30 Uhr treffen. Er wusste, dass es für mich schwierig werden würde es zu schaffen, weswegen er 19 Uhr vorschlug. Du denkst, dass einem späten Menschen eine extra halbe Stunde zu geben eine gute Idee wäre, oder?

Aber in Wahrheit dachte ich mir: "Punkt für mich! Ich habe eine extra halbe Stunde um mich fertig zu machen. Uneeeendlich viel Zeit!" Ich kann mir jetzt total Zeit lassen, weil ich EXTRA DREIßIG MINUTEN habe! Ich hatte nicht vor meine Nägel zu lackieren, aber jetzt habe ich eine extra halbe Stunde, bringt mir den Nagellack. Extra Zeit geht immer nach hinten los.

15. Wir haben es mit den Ausreden für zu spätes Kommen aufgegeben.

"Ich musste meinen Hund zum Tierarzt bringen."

"Ich dachte, dein Hund ist gestorben und das war der Grund, weswegen du letzten Monat zu spät dran warst."

"Ohja. Ähm, ich habe einen neuen Hund."

An einem gewissen Punkt geben wir es einfach auf, seit jeder weiß, dass wir nur Unsinn erzählen und wir nur zu spät sind, weil das einfach unser Ding ist.

16. Einmal im Jahr sind wir pünktlich.

Im Herbst, wenn wir unsere Uhren zurückdrehen sollten, aber es vergessen, weil wir zur faulen Sorte gehören, sind wir am nächsten Tag tatsächlich pünktlich.

17. Wenn es wirklich, wirklich wichtig ist, können wir normalerweise mit ein bisschen extra Planung pünktlich sein.

Beispielsweise letzte Woche musste ich meinen Sohn um 11 Uhr ins Krankenhaus für seine Operation bringen. Ich habe geplant, das Haus um 8 Uhr zu verlassen. Ich kam dort um 11.20 Uhr an. Pünktlich... fast.

18. "Pünktlich" bedeutet etwas anderes für uns.

"Pünktlich" bedeutet irgendwas im Rahmen von 20 Minuten. Wenn wir dort um 19 Uhr sein sollten und wir um 19.20 Uhr ankommen, sind wir eigentlich pünktlich. Weil wir in einer Welt leben, in der Zahlen keine Bedeutung haben.

19. Es ist ein Grund zum Feiern, wenn wir pünktlich ankommen.

Wenn wir pünktlich in die Arbeit kommen und niemand da ist, der er bemerkt, hab wir diesen brennenden Drang, all unsere Kollegen herbeizurufen, nur um sicher zu gehen, dass sie sehen, dass wir pünktlich sind.

20. Donuts sind der Schlüssel.

Irgendwo in unserem schrägen Denken glauben wir, dass niemand wirklich bemerkt hat, dass wir jeden Tag zu spät kommen. Ich glaube, ich kam zu dieser Eingebung vor einigen Jahren, als ich jeden Tag zu spät zur Arbeit kam. Mein Chef tat so, dass er es nicht bemerkte, weil ich ihm jeden Tag Donuts mitbrachte. Er nahm dieses Jahr etwa neun Kilo zu und ich behielt meinen Job.

21. Wir sind eigentlich ziemlich entspannt.

Schlussendlich: Menschen die dazu neigen, chronisch zu spät zu kommen, sind der Persönlichkeitstyp B. Die gute Nachricht ist, dass wir niemals böse werden, wenn du jemals zu spät kommst. Wir werden es wahrscheinlich nicht einmal wahrnehmen. Wir werden immer noch daheim sein, unsere Haare machen, Facebook checken und Wäsche zusammenlegen.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Sophia Maier und Franca Lavinia Meyerhoefer aus dem Englischen übersetzt.


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