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13/12/2016 10:03 CET | Aktualisiert 14/12/2017 06:12 CET

Plasbergs Schockjahr im Rückblick: „Als Nation sind wir manisch-depressiv"

Schon der Titel klang eher nach Folter im Vergleich zu den sonst üblichen "Die-Highlights-des-Jahres-Revues" zur Berieselung. „Schockjahr 2016 - Nur Schurken, kaum Helden?" Die Sendung mutete wie eine 70-minütige Aneinanderreihung von Themen an, die offenbar alle zeigen sollten, dass es mit Deutschland und der Welt bergab geht: angefangen beim „Sexmob" von Köln, über Brexit, Terror, Populismus und Trump-Wahl. Das dominierende Thema über allem jedoch? Erraten, die Flüchtlingskrise.

Kann das gut gehen? Nach den ersten dreißig Minuten verstärkten sich die Zweifel, als die Runde, allen voran Emma-Chefredakteurin Alice Schwarzer, noch immer bei der Silvesternacht stockte.

Die Essenz: Die baden-württembergische SPD-Landeschefin Leni Breymaier wünschte sich, dass über die ganz alltägliche Gewalt gegen Frauen, auch in der Ehe, mindestens ebenso leidenschaftlich diskutiert werde. Gewalt in Deutschland gehe nicht nur von Fremden aus, betonte auch Schwarzer. Wenn auch eingeworfen werden müsse, dass mit den Flüchtlingen auch Herausforderungen kommen. Doch was in der Silvesternacht passierte, das war aus ihrer Sicht „klar vereinbarter Terror".

Dann plauderte sie wieder aus dem Nähkästchen: „Ich war jüngst in Algerien. Die haben mich ausgelacht. Die haben gesagt: Wie naiv seid ihr denn eigentlich? Wir sind froh, dass die Jungs, die bei uns an der Ecke standen, bei euch sind." Für Stoiber ist Köln das Ergebnis von "unkontrollierter Zuwanderung" und ein "eklatantes Versagen der Polizei".

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