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21/12/2016 11:32 CET | Aktualisiert 22/12/2017 06:12 CET

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf Mobbing am Arbeitsplatz

Eine neue Studie hat herausgefunden, dass bei kontinuierlichem Mobbing am Arbeitsplatz Männer doppelt so häufig wie Frauen dazu tendieren, diesen zu verlassen.

Die Ergebnisse stammen aus einer Studie von Forschern der dänischen Aarhus Universität sowie der Universität Kopenhagen.

Der Bericht analysierte Daten von 3.182 Mitarbeitern aus öffentlichen und privaten Unternehmen, die Teil der dänischen „Bullying Cohort Studie" 2006 waren.

Die Forscher fanden heraus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Mobbing am Arbeitsplatz und Krankmeldungen durch die Arbeitnehmer gibt.

Bei Frauen zeigte sich dieser Zusammenhang allerdings noch deutlicher: Sie weisen doppelt so viele Krankheitstage im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen auf, verwenden vermehrt Antidepressiva und leiden unter länger anhaltenden negativen Gesundheitsauswirkungen.

Andererseits war bei ihren männlichen Kollegen nach Erfahrungen mit Mobbing die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, dass sie den Arbeitsmarkt für eine gewisse Zeit gänzlich verließen.

Eine Co-Autorin der Studie, Professor Tine Mundbjerg Eriksen von der Aarhus Universität, zeigte sich darüber überrascht dass Männer auf Ärger im Büro damit reagieren, sich eine Auszeit zu nehmen.

„In der Tat scheint es, dass gemobbte Männer eher als Frauen zur Arbeit zu gehen, obwohl sie krank sind", sagte sie.

Welche weiteren negativen Folgen Mobbing haben kann, lesen Sie bei Yahoo! Deutschland