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09/12/2016 12:26 CET | Aktualisiert 10/12/2017 06:12 CET

Gute Idee, Frau Petry!

Laut denken ist Markenzeichen der AfD. Doch sage keiner, da komme nur Unsinn heraus: Die Co-Parteichefin hat nun erfolgreich um die Ecke gedacht.

Ein Kommentar von Jan Rübel

Es gibt ein wahnsinnig gutes Rezept, das will Frauke Petry dem Abendland sicher nicht vorenthalten. Es heißt „Imam bayıldı", in etwa „Der Imam fiel um", natürlich aus Entzücken über die gefüllten und geschmorten Auberginen. Oder „Kibbeh Nayeh", eine Art arabisches Tartar, das lässt sich auch gut integrierbar in Mettigelform bringen und unterscheidet sich nur durch die Zugabe von Weizenschrot und jeder Menge Gewürze, aber man lernt schließlich nicht aus.

Frauke Petry auch nicht, und daher hatte sie einen tollen Einfall, dazu gebracht hat sie die Kanzlerin.

Angela Merkel hatte nun jüngst beim CDU-Parteitag gegrummelt, „zur Wahrheit gehört auch: Manchmal hat man den Eindruck, dass auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig haben". Merkel meinte die zunehmende Aggressivität, vor allem im Internet. Petry jedenfalls fühlte sich angesprochen, oder meinte für all jene sprechen zu müssen, deren Stimmen sie sich unterm Weihnachtsbaum wünscht und sich daher jeden Morgen beim Aufstehen fragt, wie sie heute denen Honig ums Maul schmieren kann. Es ist ja Advent, kurz: Petry sieht sich als Schutzpatronin der Pöbler und Hater, der „Wir sind das Volk" Rufenden, obwohl genau jene eine Menge aus diesem Volk am liebsten auf den Mond schießen wollen.

Also musste Petry ran.

Ihr sei nicht klar, was diesen Einheimischen beigebracht werden solle, erklärte Petry: „Halal-Kochkurse, die arabische Sprache oder wie man ein Kopftuch richtig bindet?"

Warum man diesen Gedanken tatsächlich weiterverfolgen sollte, lesen Sie bei Yahoo! Deutschland