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07/12/2016 13:00 CET | Aktualisiert 08/12/2017 06:12 CET

Die Kunst des richtigen Schenkens: Das sagt die Wissenschaft

Erinnern Sie sich an dieses eine Mal, als Sie sich entschieden haben, gewohnte Pfade zu verlassen und Ihrer Freundin etwas ganz Besonderes zum Geburtstag zu schenken? Oder das andere Mal, als Sie die clevere Idee hatten, Ihrem Bruder eine richtige Überraschung zu Weihnachten zu bereiten - und das, obwohl er Ihnen nicht ganz unauffällig einen Link zu seiner Amazon-Wunschliste geschickt hatte? Sie haben vielleicht die besten Intentionen, aber laut neuen Forschungsergebnissen in der Fachzeitschrift "Current Directions in Psychological Science" ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie trotzdem daneben liegen.

Wie sich herausstellt, sind Schenker und Beschenkter meist völlig unterschiedlicher Ansicht. Die Krux bei dieser falschen Kommunikation liegt darin, dass die meisten Schenkenden sich auf den Moment konzentrieren, wenn sich die Augen des Beschenkten vor Freude weiten, was ja generell ganz süß ist - außer wenn das Geschenk nicht den Erwartungen des Empfängers entspricht. Laut einer Pressemitteilung zur Studie sind die Beschenkten "mehr auf den Langzeitwert oder den praktischen Nutzen des Geschenkes fokussiert". Mit anderen Worten: Diese Schneekugel mit Nussknacker ist süß und alles, aber Ihre Mutter würde sich mehr über den Vitamix freuen, den sie zu Weihnachten haben wollte - und sich den "Nussknacker" lieber nur im Fernsehen ansehen.

Nächstenliebe macht auf Dauer nicht glücklich

Laut der Studie sind die gängigsten Fehler beim Schenken, dass man auf ausgefallene Ideen kommt, selbst wenn der Empfänger zuvor eine Wunschliste oder ein Register erstellt hat (wie bereits erwähnt), dass man sich auf materielle Dinge statt auf erlebnisorientierte Geschenke, wie etwa einen Kurzurlaub oder einen Kochkurs konzentriert (was auf lange Sicht die meiste Freude bringt), und leider auch, dass man im Namen des Beschenkten eine Spende für wohltätige Zwecke tätigt, "was zwar im Moment des Schenkens eine gute Idee zu sein scheint, aber praktisch nie längerfristigen Wert für den Beschenkten hat." Soviel zur Nächstenliebe!

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