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24/10/2015 07:51 CEST | Aktualisiert 24/10/2016 07:12 CEST

Schluss mit Hass und Hetze- auch gegen Pegida- Anhänger!

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( Dringender Appell - von einem Nicht- Pegida-Anhänger)

Hass und Wut macht blind. Gegen die Anliegen von Flüchtlingen.

Aber auch gegen die von Pegida- Anhängern. Und das kann extrem gefährlich werden!

Vorab: Ich bin auch in der Flüchtlingshilfe aktiv- und alles andere als Pegida-Anhänger, das ist(m)ein gutes demokratisches Recht.

Ebenso kann man aber auch Pegida-Anhänger sein und meine Meinung, Argumente (und Vieles kann ich hier auch nur recht oberflächlich betrachten, pardon) dumm finden oder die anderer Leute. Auch demokratisches Recht. Demokratie bedeutet auch, mit der (aus eigener Sicht) dummen Meinung anderer leben, evtl. sich damit auseinander setzen zu müssen, sie zu tolerieren.

Akzeptieren nicht. Aber es gilt auch „wer werfe den ersten Stein", wer ist frei von jeglicher Schuld (oder Dummheit)? Das ist überheblich und führt dazu, die Meinung, damit auch oft Person anderer Menschen abzuwerten. Das führt dann mit dazu, dass manche zu Steinen oder noch mehr greifen, wenn man „sonst nicht erhört wird". Natürlich nicht o. k. Aber ist Überheblichkeit o. k.?

„Versetzt euch doch mal in die Lage der Flüchtlinge", ja.

Aber was ist mit „versetzt euch doch mal in die Lage der Pegida-Anhänger"?

Klar bin ich gegen extreme Rechtsradikale. Gegen solche Flüchtlinge auch. Aber wer ist wirklich so radikal- und wenn ja, warum wird er/sie das? Und was kann man, auch vorbeugend dagegen tun?

Neulich gab es einen Bericht, in dem eine Frau erzählte wie sie früher über Flüchtlinge schimpfte. Bis sie mal welche persönlich kennen lernte. Seither schämt sie sich für ihre Vorurteile und hilft in einer Einrichtung so gut sie kann.

Toll, vorbildlich! Warum machen das nicht mehr auch andere Flüchtlings-Gegner ... fragen sich auch viele Pegida-Gegner. Stimmt (auch wenn es oft nicht total einfach ist mit dem Kontakt, wenn vielleicht auch nicht zufällig viele Flüchtlingscamps ab vom Schuss liegen, um die Begegnung, die sicher viel helfen könnte, zu erschweren..). Aber:

Die ARD gab neulich zu, dass Flüchtlinge manchmal etwas zu positiv dargestellt werden. Aber werden "die" Pegida- Anhänger nicht oft auch zu plump, negativ, undifferenziert dargestellt, so auch respektlos? Wenn man Respekt von Menschen - auch z. B. gegenüber Flüchtlingen - erwartet, muss man das denen ja aber auch zeigen. Und auch etwas Empathie, Verständnis, Interesse, ein

„Offenes Ohr". Kriegen das viele Leute (vermeintlich) oft nur von Pegida- Leuten ist ja kein Wunder, dass sie sich dahin orientieren, wenn andere lange nicht wirklich hingehört haben. Aber:

Welcher Pegida-Gegner hat sich schon einmal wirklich mit einem P.- Anhänger unterhalten?

Ich nicht. Shame on me! Trotzdem saß ich schon oft vor dem Fernseher und schimpfte über „die" Pegida. Aber „die" ist gefährlich, pauschalisiert, stigmatisiert, macht blind. Es gibt auch dumme Flüchtlinge, die Dummes machen. Das darf man auch nicht tolerieren. Und auch Pegida- Anhänger sagen und tun nicht alle immer nur Schlechtes, sondern zumindest einige auch viel Gutes, Wichtiges, zu Überdenkendes. Haben berechtigte Anliegen, zumindest Ansichten oder Sorgen, Ängste.

Vielleicht übertrieben aber legitim. Zumindest sieht man das manchmal im Fernsehen. Z. B. Die Frage „und was ist mit deutschen Obdachlosen, wer hilft denen"? Gute Frage! Auch sozial, da oft von Nicht-Obdachlosen gestellt (viele anderen Deutschen fragen da nicht mehr nach!) ... Dafür können die Flüchtlinge ja nichts. Aber Pegida auch nichts. Und ich lief z. B. auch neulich an einem deutschen bettelnden Obdachlosen vorbei, spendete dem nichts in seinen Hut.

Einem Flüchtling hätte ich wohl etwas gegeben. Vielleicht nur ein unbedeutendes Beispiel. Aber manchmal, auch zum Thema „Pegida" und was kann Menschen zu deren Demonstrationen führen, sollte man sich doch mehr Gedanken machen. „Gegen Pegida ist gut, schick" , das macht einen „Gutmenschen" aus und „Pegida" sind (alle) die „Dunklen"?

So einfach sollte man es sich doch nicht machen. Denn viele der Demo-Teilnehmer bewegen verständliche Fragen, auch wenn die Pegida-Führung falsche Antworten dazu geben mag: werden solche Fragen ansonsten heute nicht wirklich zu wenig angesprochen, gehört? Und auch Vieles bei Pegida- Anhängern nicht zu undifferenziert betrachtet?

Dass einige Flüchtlinge aggressiv werden, sagen viele (zurecht,) kein Wunder, bei den Bedingungen in ihren Einrichtungen.

Wenn aber einige Pegida- Anhänger aggressiv werden: wer fragt dann, welche Bedingungen die eigentlich dazu treiben?

Welche Lebensverhältnisse, miese Bedingungen zum Leben, Wohnen usw. ? Wenn Flüchtlinge in miesen Unterkünften, bei wenig Chancen vielleicht Salafisten und dergleichen zum Opfer fallen: die Armen .... Wenn Pegida-Anhänger aber aus ähnlichen Gründen vielleicht wirklich rechten Rattenfängern folgen - sind sie nur selbst Schuld? Ist das nicht zweierlei Maß?

Inzwischen werden auch Teilnehmer von Pegida- Demos manchmal nicht nur verbal übel attackiert, die Bild gab ja nun einige auch derer Namen frei - zwar auch von üblen Hetzern aber auch hier werden zunehmend rechtsstaatliche Grenzen überschritten - und auch dem muss klarer Einhalt geboten werden, ebenso wie natürlich fremdenfeindlicher Hetze. Aber bitte keine Hetzjagd oder Selbstjustiz, egal gegen wen!

Früher protestierten viele (heute) Pegida- Anhänger und Gegner zusammen gegen „S 21", die Elbphilharmonie, für mehr sozialen Wohnungsbau usw. Und heute?

Heute regen sich u. a. wohl viele Pegida- Anhänger zurecht darüber auf, dass sie z. B. noch länger bei Ämtern usw. anstehen müssen. Weil Bearbeiter dort abgezogen werden für Flüchtlinge.

Da haben sie recht! Es wäre genug Geld da, zusätzlich Bearbeiter und Geld für Flüchtlinge, Obdachlose, auch sozialen Wohnungsbau für beide wenn an Prunkbauten gekürzt würde, bei anderer Steuerpolitik usw. Warum gehen dafür nun oft nur noch Pegida-Leute auf die Straße?

Natürlich gibt es auch andere Pegida- Anhänger, auch wohlhabende oder auch wirklich rassistisch gesinnte, mit denen man sicher auch anders umgehen muss (aber die gibt es ja auch nicht nur dort). Viele haben aber auch o. g. Motive. Natürlich kann man sagen, dass sie dafür bei Pegida nicht bei der besten Adresse sind. Aber geben SPD, CDU usw. wirklich immer bessere Antworten bzw. packen Probleme wirklich an, um so auch ein "Abdriften" nach Rechts zu verhindern?

Und klar, jeder "Gutbürger" findet auch schlimm, dass auch viele Deutsche Not leiden. Faktisch einsetzen tun sich viele derzeit aber "nur" für Flüchtlinge. Das ist aller Ehren wert. Aber man darf die anderen ja nicht vernachlässigen, Pegida zu deren einzigen oder größten Sprachrohr werden lassen

Besonders auch in Deutschland gilt „einmal arm, immer arm" und gibt es zunehmend mehr Arme und Reiche und Chancenungleichheit (und Widerstand dagegen sollte nicht Pegida alleine überlassen werden)

Wie z. B. selbst offizielle Armutsberichte und Untersuchungen bestätigen. Ohne dass wirklich etwas, genug dagegen getan wird. Weder von CDU noch SPD usw. (und Proteste anderer bekommen oft kaum mediale Beachtung- warum?). Und dann spielt sich die Regierung nun als „die Guten" und Moralapostel für zumindest ganz Europa auf? Zurecht regen sich da viele Deutsche darüber auf, die auch kaum eine Chance bekamen. Gasthörerschaften für Flüchtlinge an Unis usw. super, gut. Nur: Sehr viel Kinder aus ärmeren, Arbeiterfamilien haben auch heute noch kaum Chancen zum Studium in Deutschland.

Obwohl sich deren Eltern den ... aufreißen. Das kann wütend machen. Klar, Flüchtlinge können nichts dafür. Nur können viele Pegida-Anhänger, die das aufregt, auch nichts für diese Politik und berechtigte Wut darüber. Aber wieso sagt man nicht, z. B. auch als Akademiker mit viel besseren Aussichten, auch dank seiner Herkunft und für seine Kinder,

„ihr habt recht". Wir müssen auch mehr für deutsche Obdachlose, Arbeiterkinder usw. tun? Das würde vielen rechten Rattenfängern den Nährboden entziehen!

Wohl auch - aber nicht nur- bei Pegida. Mit deren Führern ja einige Anhänger von (einigen) Argumenten ja nicht gleichzusetzen sind. Oder hat auch jeder Christ etwas gegen Kondome, Homosexuelle usw. wie viele „Kirchenobere"? Findet jeder SPD-Anhänger toll, dass die SPD eine Verminderung von Waffenexporten versprach- und diese nun deutlich verstärkt wurden, auch in sehr heikle Gebiete? Findet jeder CSU- Wähler alles gut, was Seehofer und Co. fordern (bzw. hetzen)? Sicher, hoffentlich nicht!

Vor Hitlers Aufstieg ging es soweit, dass sich SPD-ler, auch gemäßigte Kommunisten, Christen usw. erst im KZ wiederfanden. Zuvor hatten sie sich zu sehr untereinander bekriegt „ihr unterstützt, toleriert die Faschisten" vorgeworfen. „Ihr" waren aber auch Spitzen z. B. Der SPD und Kirche, nicht deren Anhänger. Das hatte bekanntlich fatale Folgen, verhinderte gemeinsamen Widerstand.

Und auch wenn man Pegida sicher nicht mit SPD u. a. vergleichen kann sollte man mit gemäßigten Pegida- Anhängern auch mehr in Dialog treten, zumindest auf Fragen, die viele von diesen haben, mehr konstruktiv antworten. Das muss vielleicht nicht (immer) im direkten Dialog sein, aber die Politik muss mehr konstruktive Antworten auf die Sorgen vieler Menschen geben.

Und wenn man zurecht fordert, dass man nicht nur über Flüchtlinge reden soll, sondern auch mehr mit denen- kann man dann wirklich gänzlich fordern, dass man nur noch über Pegida- Anhänger redet? Statt auch (etwas mehr) mit denen? Demagogen und Aufhetzern aus Kreisen der Pegida sollte man- ebenso wie von anderen Kreisen - weniger Plattformen geben. Aber Menschen, die nur genannte Sorgen dorthin treiben?

Wenn etwa der SPD- Chef Sigmar Gabriel im Januar auch aus eigenen Reihen stark kritisiert wurde, weil er an einer Diskussion mit Pegida- Anhängern teilnahm, da

Rassismus "keine Gesprächsgrundlage"
sei, ( Bundesvorsitzende der Jusos, Johanna Uekermann, in der Online-Ausgabe des Handelsblatts) ist das m. E. bedenklich. Ob man Pegida- Führern Plattformen gibt ist eine andere Frage, aber deren Anhängern generell Rassismus zu unterstellen auch, so schiebt man Leute in eine Ecke, zumal auch nicht jeder der etwas Rassistisches sagt dies bewusst macht (wer das tut sollte natürlich anders behandelt werden).

Aber Pauschal - "Verteufelungen", etwas zu dämonisieren, tabuisieren hat noch selten Gutes bewirkt, oft eher interessant gemacht. Sicher greifen einige Leute, auch bei Pegida, berechtigte Sorgen von Menschen nur demagogisch auf und gibt es auch (aber auch nicht nur) bei Pegida Leute, die überhaupt nicht diskutieren wollen. Aber nur?

"Ich würde jetzt auch nicht mit Organisatoren reden, die im Neo-Nazi-Raum stehen. Aber mit den Menschen, die dort hingehen, die Sorgen haben, und die verärgert sind über die Politik, natürlich muss man mit denen reden"
sagte S. Gabriel dazu, auch Fraktionschef Thomas Oppermann sprach sich laut SZ (24. 1. 15) dafür aus.

Auch heute wäre ein fataler Fehler Pegida- Anhänger und Führer gleichzusetzen

Denn wenn jemand, der ein berechtigtes Anliegen hat (s. oben) gleich zumindest durch die Blume als „dummer Rechter" , Rassist bis zu Rechtsradikaler eingestuft wird, dann fügt der sich irgendwann ja in diese Rolle. Und wird radikal oder Anhänger Radikaler. Lasst uns aber lieber mehr miteinander reden.

Wirklich auch mit Argumenten statt oft nun nur noch eher "Verteufelungen", Pauschalisieren "argumentieren" (das gilt sicher auch für viele Pegida- Anhänger, aber auch nicht nur die). Klar, mit einigen Menschen geht das nicht mehr, die wirklich üble Verbrechen ausüben. Da muss es null Toleranz geben (was aber sicher auch sehr viele Pegida- Anhänger bzw. „Mitläufer" so sehen).

Aber mit anderen? Dann erlebt man vielleicht, wenn man einmal genauer hinschaut, warum jemand so Wut (Hass) erfüllt wird. Z. B. weil sein Job, fast alles von ihm 1990 einfach „abgewickelt" wurde.

Oder auch im Westen man als Kind aus einer „ALG 2"-Familie kaum eine Chance bekam. Man lernt vielleicht eine alleinerziehende Mutter kennen, die - wie eine Pegida- Anhängerin neulich in einem Interview beklagte- wirbeln kann wie sie will und es reicht nicht. Und ihren Kindern schenkt keiner Teddys usw. Über all das wird kaum geredet, während Flüchtlinge und deren Leid Dauerthema sind ... Wer, der das nicht Jahre lang mitmacht hat das Recht darüber zu richten, wenn da Wut aufkommt, zumal wenn das kaum noch erhört wird? Selbst wenn man selbst nun schon lange ehrenamtlich z. B. Für Flüchtlinge, auch Kinder hilft.

Eine allein erziehende Mutter hat sich Jahre (!) für ihre Kinder mehr als engagiert. Meistens ohne so viel Anerkennung wie Flüchtlingshelfer, die das ein paar Wochen taten ...

Ist es nicht überheblich alle Pegida- Anhänger, vielleicht auch solche, in eine Ecke zu schieben?

Klar gibt es auch nicht nur gute Pegida- Anhänger (aber nur dumme, schlechte? Sind Anhänger anderer Parteien, Bewegungen immer besser)?

Da wird auch in vielen „sozialen Brennpunkt- Stadtteilen" eine Riesen- Flüchtlingseinrichtung gemacht. Vielleicht wirklich dumm?!

In großen Reichen-Stadtteilen wie Hamburg-Harvestehude und dergleichen gibt es angesichts der viel mehr finanziellen Möglichkeiten dort nur, auch erst nach zig Protesten dagegen, lächerlich wenig aufgenommene Flüchtlinge. Ist das gerecht, schlau? Sicher nicht. Und steht Bürgern dort, die gegen Flüchtlinge gerichtlich klagten, das moralische Recht zu über o. g. Menschen als „Asoziale" zu schimpfen? Auch darüber regen sich viele auch Pegida- Anhänger auf. Und auch viele andere.

Aber langsam scheint es so, als ob man gar keine Zeit mehr hat für (gemeinsame) Proteste gegen soziale Ungerechtigkeiten und Waffenexporte und andere Fluchtursachen erzeugende (deutsche und EU-)Politik - man bekämpft sich viel mehr, untereinander: Flüchtlings/Pegida- Befürworter gegen - Anhänger!

Wie wäre es sich wieder mehr auf gemeinsame Anliegen zu besinnen, sonst freuen sich „lachende Dritte". z. B. bewusst Rechtsradikale (Rattenfänger) und die, die von der Not und Armut und sogar Kriegen von zig Millionen Menschen profitieren!

Denn die Anliegen sind für alle anderen doch eigentlich gleich, z. B. gute Bildung, Chancen und bezahlbare Wohnungen für alle, egal welcher (auch sozialer!) Herkunft.

Und ja, in der Tat ist sehr zu bezweifeln, ob der Pegida- Führer neulich bei G. Jauch das Recht hatte sich als wahren Deutschen Patrioten darzustellen. „Schwarz Rot Gold" steht in der Tat für andere Werte, auch Freiheit für andere Menschen und dergleichen.

Aber stand dann z. B. Vertretern von Regierungsparteien dort zu, den „abzuurteilen" und sich als die guten Deutschen, Demokraten usw. aufzuspielen? Dort der Teufel, da die Heiligen? Oder eher auch oft Scheinheiligen?

Darauf gab bereits hier in einem Kommentar in den Tagesthemen von Georg Restle, Leiter von (ARD-) "Monitor" am 25.08.2015 die passende Antwort, als er (nach einer Kritik natürlich auch an Rechtsradikalem) zurecht so bilanzierte und ergänzte:

Die eigentliche Schande aber ist die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik.

"Eine Flüchtlingspolitik die die Ursachen für die Flucht von Millionen Menschen nicht bekämpft, sondern sie immer wieder aufs Neue schafft. Zum Beispiel im Kosovo, wo auch diese Bundesregierung ihr Versprechen gebrochen hat, dem Land nach dem Krieg wieder auf die Beine zu helfen und stattdessen ein hochkorruptes Regime unterstützt, das die Menschen in die Flucht treibt (...)"

Und, wie er dann noch beschreibt, auch Flucht-Ursachen erzeugende Waffenexporte und eine deutsche/ EU- Wirtschaftspolitik, die Armut und Kriege in Afrika, Asien, Kosovo usw. fördert.

Und dass dann etwa der Justizminister (aus der Regierung) sich zum moralischen Richter, Saubermann aufschwingt oder Frau Merkel aus ihrer Partei heraus für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wird, trotz o. g. Politik ist auch lächerlich, heuchlerisch und wenn sich darüber auch Pegida- Anhänger aufregen ist das sehr verständlich. Und hoffentlich auch viele andere auch.

Natürlich muss man Pegida-Politik wo es angebracht ist auch sachlich, ohne persönliche Hetze, (sehr) kritisieren - andere aber bitte auch nicht vergessen.

Und vor allem nicht berechtigte Proteste gegen in der Tat schändliche Politik, und für eine gerechtere (auch internationale) Sozial- und Wirtschaftspolitik- dann würden sicher auch zig Millionen Menschen lieber in ihrer Heimat im Kosovo, Balkan, Syrien usw. bleiben. Inklusive auch unzählige Fachkräfte von dort, die dann auch beim (Wieder-)Aufbau der Länder fehlen.

Dass als Folge o. g. Politik hier dann auch noch deutsche Unternehmer billig (fast) fertige Fachkräfte bekommen und die in Herkunftsländern fehlen, statt dass Milliarden- Profite lieber in die Bildung hier, z. B. auch von Arbeiterkindern, investiert werden und Aufbauhilfen für den Kosovo usw. gezahlt werden ist ja auch sehr kritisch zu sehen- und zu fragen, ob das wirklich „humanistisch" ist!

Nicht nur Brandanschläge und dergleichen sind absolut inakzeptabel, selbst der Papst sagte nun ja „der Kapitalismus tötet". Und wie heißt es so schön „die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Oben und unten". Deshalb lassen wir uns bitte nicht anders, gegeneinander, aufhetzen - weder im o. g. Sinn noch, ebenso wenig, in Deutsche gegen „Ausländer" /Flüchtlinge

. Viele Flüchtlinge mussten ja fliehen, weil in ihrem Land u. a. Armut und Ungerechtigkeit herrscht. Die gibt es aber auch in Deutschland ja noch mehr als genug und genug Gründe sich (alle) gemeinsam für ein besseres Deutschland für alle einzusetzen.

Über das „wie" muss man -verbal- streiten, das gehört zur Demokratie. Da zu einfach die eigene Meinung zum „Guten" zu erklären geht da nicht. Zumal auch - außer gegen Verbrecher egal welcher Couleur, welcher Gruppierung auch immer- ja gilt, dass Freiheit die Andersdenkender ist, auch von Pegida-Gegnern ebenso wie von deren Anhängern, in jeweils o. g. Grenzen.- die wir alle wahren müssen, sonst wird es auch immer gefährlicher

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