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25/10/2015 07:52 CET | Aktualisiert 25/10/2016 07:12 CEST

Wenn aus Hass (Flüchtlings-) Hilfe wird

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Aus Hass wird Hilfe: Eine Initiative der Gesellschaft für demokratische Kultur macht aus Hass-Kommentaren unfreiwillige Spenden für Flüchtlinge und gegen Rechts.

Unterstützt unter anderem vom FC St. Pauli Hamburg, gehen die Spenden an die bekannte "Aktion

Deutschland", das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen- die bei schweren Katastrophen Nothilfe leistet und auch Flüchtlingen in Deutschland hilft. Und an „EXIT-Deutschland" , die Initiative gegen Rechts- die Menschen hilft, die mit dem Rechtsextremismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen.

Wie es funktioniert wird auf hasshilft.de beschrieben:

Das Internet wird derzeit mit rassistischen und fremdenfeindlichen Kommentaren geflutet. Wir haben etwas dagegen. Eine ganz einfache Idee.

Wir präsentieren: HASS HILFT - die erste unfreiwillige Online-Spenden-Aktion. Und so geht's: Wir wandeln jeden menschenverachtenden Kommentar in eine SPENDE VON 1 EURO um. Heißt: Je mehr Hasskommentare, desto mehr Euro.

Es wird dort darauf hingewiesen, dass auch andere Ideen umgesetzt werden. In der Tat reicht das alleine sicher nicht - und sollte ja vor allem etwas gegen die Kommentare und deren Ursachen getan werden.

Interessant war zudem ein Bericht einer Frau in einem Interview neulich, die berichtet hat wie sich auch bei ihr Hass in aktive Hilfe von ihr für Flüchtlinge verwandelte, als sie einmal in ein Flüchtlingsheim ging und dort den Menschen und Schicksalen begegnete, die sie zuvor nur vom Hörensagen kannte ...

Die o. g. Idee hat aber wohl (ergänzend dazu) auch etwas, fügt einen weiteren Aspekt bei, wie dort weiter beschrieben:

Damit spenden alle Hasser und Hetzer praktisch gegen sich selbst. Zwickmühle, nennt der Fachmann sowas. Denn entweder hören die Online-Hasser auf zu kommentieren. Oder sie sammeln Geld gegen ihre fremdenfeindlichen Interessen.

Außer o. g. Unterstützer heißt es auf der Site (weitere Infos, auch Spendenkonto sind dort zu finden):

Was jetzt noch fehlt, sind Sie! Unterstützen und teilen Sie diese Aktion. Und natürlich können Sie Ihrerseits Geldmittel zur Verfügung stellen, die wir in unfreiwillige Spenden umwandeln.

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Menschenwürde und ein tolerantes Deutschland.

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