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12/09/2015 10:04 CEST | Aktualisiert 12/09/2016 07:12 CEST

Wenn Politiker Zahlen nennen, dann sind die meist gelogen

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Hier möchte ich einmal unseren Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier loben, der von 1 Million Immigranten oder mehr ausgeht.

Zahlen sind politisch Neutral - und die Dimensionen sind gewaltig.

Ich bin weder ein radikaler Linker, noch ein Nazi, noch ein Ausländerhasser, sondern ein BWLer, ein Kaufmann, ein Erbsenzähler, der Buchhaltung versteht und Zahlen interpretieren kann. Daher lasse ich mich nicht von politischem Schwätzer für dumm verkaufen.

Rechnen wir einmal nach

was 1 Million Menschen an Infrastruktur brauchen, und wie hoch die direkten und indirekten Kosten voraussichtlich sind. Nach den Grundsätzen eines Hanseatischen Kaufmannes, mal grob nach „Norden" gepeilt. Die Stadt Rüsselsheim hat 60Tausend, Frankfurt hat 680T, die Stadt Offenbach 117T, und Hanau 86T -Einwohner. Alle 4 Städte zusammen rund 950.000 Einwohner, damit einmal die gewaltigen Dimensionen klar werden.

Wer außer den politischen Maulhelden kann dieser gewaltigen Nachfrage an Wohnraum und Arbeitsstätten in kurzer Zeit, jedes Jahr, neu errichten? Wer kann ein Kern-Rhein-Main für 1 Million Menschen jedes Jahr aus dem Boden stampfen? Wer will und kann so ein gewaltiges Bauprojekt finanzieren? Gibt es überhaupt Baugrund in dieser Größenordnung?

Wie viel Ärzte werden gebraucht, und wie viele neue Krankenhäuser, Kläranlagen, Feuerwehren, Rathäuser, wie viel hunderte von Kilometer Straßen müssen neu geteert werden? Wie viel Lehrer, Erzieher, wie viele Polizeistationen, woher soll so schnell das geschulte Personal kommen? Wodurch sollen auf einmal jedes Jahr 400.000 neue Arbeitsplätze entstehen? Die Liste lässt sich endlos fortführen.

Ein wenig Nachhilfe für Politiker in Kostenrechnung

Die direkte Kosten je Flüchtling belaufen sich auf ca. 10.000€ jährlich. Multipliziere ich 10.000€ mit 1.000.000 Immigranten, so sind das 10 Milliarden nach Adam und Riese. Hinzu kommen noch weitere Milliarden für Verwaltung, Integrationsbeihilfen, Sprachkurse und insbesondere für den Genderunterricht, nochmals weitere 10 MRD, wenn die reichen.

Als vorausschauender Kaufmann sind in der Vorkalkulation mindestens 20 Milliarden nur für die derzeitige Betreuung von 1 Million Flüchtlingen zu veranschlagen. Die Zeitung die WELT kommt auf 30 Milliarden. Unser Wirtschaftsminister Gabriel, ein weltweit ausgewiesener Wirtschaftsexperte, spricht in die Kamera bei NTV sinngemäß: „die Kommunen müssen finanziell unterstütz werden, das werden 2- oder auch 3 Milliarden sein, oder auch etwas mehr". Andere Fraktionen und Pateigrößen verkünden den gleichen Unsinn.

Stellen Sie sich folgende Frage:

Wie viel Milliarden Euro kosten die Städte, Rüsselsheim. Frankfurt, Offenbach und Hanau im Paket? Diese gewaltigen Summen müssen aufgebracht werden. Der Staat selbst hat kein Geld, nur die Bürger haben Vermögen. Deshalb heißen wir Bürger, weil wir alle für die Ausgaben der Politiker bürgen, um am Ende die Rechnung bezahlen müssen.

Die Verbände der Deutschen Industrie befürworten, ja sie verlangen nach billigen, gut aus gebildeten Arbeitskräften durch Zuwanderung. Fachkräftemangel ? In der EU 28 haben wir 23 Millionen gut ausgebildete EU-Arbeitslose, das zur Erinnerung. Für den Vorteil der DAX- Konzerne sollen wir Bürger blechen, ein zusätzlicher Flüchtlingssoli soll eingeführt werden.

Ich vermisse die Beteiligung der Industrie mit einen zweistelligen Milliarden Fond, die ja die Existenz der Konzerne sichert. Warum wird eine finanzielle Beteiligung der Wirtschaft nicht zum Thema in den Medien gemacht?

Was meinen Sie?

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