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12/12/2014 05:54 CET | Aktualisiert 11/02/2015 06:12 CET

An alle, die Weihnachten zum Kotzen finden

Dieses Weihnachtsshopping kann mittlerweile lebensgefährlich werden. Die Medien, die Konzerne und auch wir selbst haben dazu beigetragen, dass die Weihnachtszeit nicht die schönste Zeit im Jahr ist, sondern die stressigste.

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Autsch.

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Dieses Weihnachtsshopping kann mittlerweile lebensgefährlich werden. Die Medien, die Konzerne und auch wir selbst haben dazu beigetragen, dass die Weihnachtszeit nicht die schönste Zeit im Jahr ist, sondern die stressigste. Wir selbst stressen uns, unsere Verwandten stressen uns - und das Geschenke kaufen ist lästiger als ein alter Kaugummi am Schuh.

Was ist schief gelaufen? Warum sehe ich zur Weihnachtszeit mehr grimmige Gesichter als in einer Geisterbahn? Wo sind wir falsch abgebogen, dass unsere Gesellschaft diese so wichtige Zeit beinahe schon hasst.

Ich glaube wir haben eins vergessen. Du und ich, wir haben ein wichtiges Detail in dem ganzen Trubel übersehen und können den Weihnachtsbaum vor lauter Christbaumschmuck nicht mehr sehen. Dieses Detail ist eine kleine Wahrheit. Sie lautet:

Geben ist keine Pflicht, sondern ein Privileg.

Dieses Zitat stammt von einem der reichsten Menschen der Neuzeit: John D. Rockefeller. Ich glaube er gab nicht, weil er reich war. Sondern er war reich, weil er gab.

Solange wir die Möglichkeit haben zu geben, sollten wir es tun. Geben ist ein Privileg, eine Freude, eine Chance. Unser Weihnachten ist deshalb zum Kotzen, weil es sich nicht mehr um das "Geben" dreht, sondern um das "Nehmen". Die Handelsketten haben unseren Wunsch nach "Schenken" in die Gier nach "Beschenkt werden" umgewandelt - und wir sind drauf reingefallen. Wir selbst haben uns dieses Fest vermasselt, in dem wir das Geben als lästige Pflicht sehen und Weihnachten der Steuerabrechnung gleichgestellt haben.

Ich glaube wir können alle ein besseres Weihnachten - und insgesamt ein besseres Leben - erleben, wenn wir diese Wahrheit wieder in unseren Kopf rufen:

Geben ist keine Pflicht, sondern ein Privileg.

Ich werde mich der inneren Gier widersetzen. Ebenso werde ich nicht auf Stimme hören, die den Euro für den Bettler, den Kaffee für den Kollegen oder das Geschenk für den fiesen Bekannten verweigert.

Ich möchte Weihnachten nicht bereichert werden, sondern das Leben anderer bereichern. Dann wird Weihnachten wahrlich schön.

Was ist mit dir?


Video: Weihnachtsspaß mal anders: Das passiert, wenn Sie Bälle auf eine Rolltreppe kippen


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