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12/12/2015 12:44 CET | Aktualisiert 12/12/2016 06:12 CET

Ein Blick zurück lohnt sich, um klarer nach vorn zu schauen

Anadolu Agency via Getty Images

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Überzeugt bin ich davon, dass das Engagement der Jugend ein wesentlicher Bestandteil zur Gestaltung unseres Gemeinwesens ist. Alle politischen Entscheidungen sind immer auf die Zukunft gerichtet, auch wenn die Vergangenheit durch Erfahrungen, Erfolge oder Fehler immer mit einfließt. Es ist an der Jugend, sich zu engagieren und sich für ihre Werte, Wünsche und Ziele einzusetzen, um ihre Zukunft zu gestalten.

In diesem Jahr hat der europäische Kontinent zwei Terroranschläge in Paris erlebt. Zahlreiche weitere Anschläge haben viele, bereits gebeutelte Länder im Mittleren und Nahen Osten erlebt.

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Ich erlebe in meinem Wahlkreis viele Menschen, die sich trotz der Gefahren auf Weihnachtsmärkten, Konzerten und anderen Menschenaufläufen nicht von ihrem gern gelebten Lebensstil abhalten möchten. Wir möchten weiterhin Freunde in Cafés treffen, Konzerte besuchen und das Leben genießen. Das ist richtig!

Ich meine, dass wir Freiheit und Sicherheit nicht gegeneinander ausspielen dürfen. Es gibt keine Freiheit ohne ein gewisses Maß an Sicherheit. Wer eine „Entweder-Oder- Einteilung" vornehmen möchte, der riskiert, am Ende keines von beiden zu haben.

Ein Blick zurück lohnt sich, um klarer nach vorn zu schauen

Wer angesichts der großen Herausforderungen durch die internationalen Krisenherde, der Finanz- oder der Flüchtlingskrise in Europa verzagt, möchte einen Blick in die Geschichte werfen: Als 1950 die Verhandlungen über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), das Fundament der späteren europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) begannen, war der Zweite Weltkrieg gerade einmal fünf Jahre her. Europa lag in Trümmern, über 50 Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren, Millionen Menschen waren auf der Flucht.

Der Kalte Krieg spaltete den Kontinent mit Stacheldraht und in Berlin wurde eine Mauer errichtet. Die Politik stand damals wahrhaftig nicht vor Herausforderungen, die im Vergleich zu den heutigen geringer gewesen wären. Das Gegenteil ist der Fall. Es stehen heute Entscheidungen an, bei denen auch sorgfältig abgewogen werden muss, bei denen man etwas erhält und auf Anderes verzichtet.

Sehen wir das ganze positiv: Wir Bürgerinnen und Bürger Europas haben unser Schicksal selbst in der Hand. Eine Tatsache, um die uns viele Menschen auf der Welt beneiden.

„Bomben nach Berlin": Putins Militär provoziert mit Weltkriegs-Propaganda

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen, denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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