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11/12/2015 03:50 CET | Aktualisiert 11/12/2016 06:12 CET

Wie geht es Deutschland? Wie blicken die Deutschen in die Zukunft?

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Die politischen Krisen der letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen: Wenn ich mit Menschen in meinem Wahlkreis rede, machen sich viele Sorgen um die Zukunft.

Ob Zusammenbruch großer Banken, die Finanzkrise, Griechenland vor dem Staatsbankrott, Behördenchaos bei Flüchtlingen, Kriege in der Ukraine oder in Syrien und Terroranschläge - es scheint sehr vieles zu geben, um sorgenvoll auf die nächsten Jahre zu blicken. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, anders in die Zukunft zu sehen - indem man einen Blick zurück wirft.

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Bis vor 25 Jahren lebten wir in der permanenten Konfrontation: Zwei Blöcke standen sich bis an die Zähne mit Atomwaffen bewaffnet gegenüber, mit denen sie innerhalb kürzester Zeit unsere Erde hätten vernichten können. Umweltkatastrophen wie das Ozonloch, das Waldsterben, Dioxin im Boden und Tschernobyl machten uns Angst.

Nicht wenige sahen das Ende mit der als sicheres Todesurteil geltenden Krankheit AIDS kommen. Manche dieser Gefahren waren und sind weiterhin real - aber für so vieles haben wir auch Lösungen oder zumindest einen Umgang gefunden und daraus gelernt.

Wir haben schon immer Krisen gemeistert


Mit diesem Blick auf die Vergangenheit sehe ich auch in die Zukunft. Es ist keine Frage: Die derzeitigen Krisen stellen uns vor neue Herausforderungen - aber das war immer so, denn sonst wäre es ja auch keine Krisen gewesen.

So schwierig die Gegenwart auch erscheinen mag, es gibt auch immer wieder kluge Menschen, die mit außergewöhnlichen Leistungen Wege aus scheinbar ausweglosen Situationen finden.

Es gibt heute vieles, das uns Mut machen kann. Mich haben in diesem Jahr applaudierende Menschen, die Kriegsflüchtlinge willkommen heißen, wirklich beeindruckt. Diese Bilder sind in den letzten Wochen und Monaten etwas untergegangen.

Flüchtlinge: Helfen statt Angst haben


Mag sein, dass ich falsch liege, aber ich bin ziemlich fest davon überzeugt: Flüchtende willkommen heißen und zunächst einmal zu helfen, statt Angst zu haben - so etwas hat es in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben.

Auch wenn wir diese fast euphorischen Bilder nicht mehr sehen, ist es dennoch beeindruckend, wie sich seitdem Hundertausende freiwillig engagieren und das tun, was der Staat derzeit nicht hinbekommt.

Auch wenn inzwischen wieder die allzu bekannten Abwehrmechanismen die öffentliche Meinung prägen, zeigen diese Bilder vom Sommer, dass sich etwas verändert. Damit sehe ich gern und optimistisch in die Zukunft - auch wenn vieles in den derzeitigen Nachrichten ausweglos erscheinen mag. Wir haben die Kraft und die Möglichkeiten, aus all den Krisen und Katastrophen herauszufinden.

Besuch vor Ort: Auf einen Kaffee bei einem Wutbürger

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