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12/01/2016 08:12 CET | Aktualisiert 12/01/2017 06:12 CET

New Work - Empowerment in Sachen Change nicht vergessen

Tetra Images via Getty Images

Das Interesse an einer umsetzungsorientierten Debatte über neue Konzepte zur Arbeitswelt, sei es #Industrie 4.0, 'HR4.0 oder #NewWork, ist groß. dies hat auch das bemerkenswerte Interesse an Ursula Vranken's Artikel "HR auf Irrwegen- eine Polemik gegen realitätsferne Visionen gezeigt".

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Nicht zu Unrecht stellen wir gemeinsam mit vielen Lesern fest, dass Reden über Transformation, Change, Arbeit 4.0 etc. eben nicht (alleine) hilft, sondern es braucht Brückenbauer, die das Gesagte mit Kompetenz und Geschick auf die jeweilige Unternehmenssituation adaptieren.

Dies um so mehr, als dass die fortschreitende Digitalisierung nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle verändern, sondern auch die Organisationen und deren handelnde (Führungs-) Personen radikal in Frage stellen wird.

Es geht also nicht um die Frage, ob wir neue Formen der Arbeitsorganisation (New Work) wollen, sondern vielmehr darum, wie proaktiv die Chancen der Digitalisierung zur Verbesserung der Arbeitswelt und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern und Unternehmen genutzt werden können.

Dabei sehe ich den Menschen in der Rolle des selbstbewussten, selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Gestalters und als Treiber dieser modernen Arbeitswelt. Täter statt Opfer.

An Motivation dafür fehlt es vielen Mitarbeitern, egal ob jung oder alt, nicht.

Aber es gibt erhebliche Defizite im Bereich der Kompetenzen- angefangen bei den Managern.

Nach einer Erhebung von Detecon und Crisp Research sind die digitalen Kenntnisse der Manager noch bescheiden: Kaum ein Drittel (31%) attestiert sich selbst hohe Kenntnisse zu Digitalisierungsthemen. Hierzu braucht es vor allem eins: Ausbildung, Training und ganz wichtig Empowerment!

Einerseits wird benötigt, wie die Studie des bitkom feststellt, die Weiterbildung der Fachkräfte zu Digitalthemen, wie z.B. Datenanalyse, Social Media und Programmierkenntnisse aktiv voranzutreiben.

Ohne die einschlägigen Tools und Techniken zu kennen geht es nicht! Lernen und Anwenden, statt darüber nur zu reden, ist angesagt.

Und hier gilt eben auch für die Alleskönner und Alleswisser im Management - wenn es sein muss-sich auf die (virtuelle) Schulbank zu setzen und das kleine 1x1 zu lernen.

Lebenslanges Lernen ist die Pflicht Disziplin für uns alle.

Andererseits, häufig vergessen und ignoriert, braucht es: Die Aus- und Weiterbildung in Sachen Transformationskultur, Change-Kompetenz, die Changeability der gesamten Organisation , aber auch die der einzelnen Manager und Menschen.

Wer weiß denn wirklich wie eine neue Strategie, eine neue Struktur, eine neue Teamebene, agiles Management nachhaltig umzusetzen ist? Wie geht echte Partizipation, wie generiert man aus Meetings und Workshops echte Ergebnisse statt Worthülsen? Wie gelingt der Spagat zwischen zu viel und zu wenig Freiheit, zwischen Selbst und Fremdsteuerung?

Wie gehe ich mit Konflikten und Widerständen im Managementteam um, wenn sich die Alphatiere mal wieder um den richtigen Kurs streiten und wer moderiert dann? Wie bindet man die "Digtal Diven" in ein Team ein und macht aus Einzelkämpfern Teamplayern?

Diese Fragen wurden und werden in vielen Fällen nicht beantwortet, geschweige denn gelöst. Ich bin sicher, dass diese zunehmend mehr an Bedeutung gewinnen, denn die selbstbewussten Digital People werden nicht mehr bereit sein, sich innerhalb von quälenden Strukturen und krank machenden Kulturen von Ich-zentrierten Alphatieren führen zu lassen.

Es ist Zeit für eine (digitale) Qualifizierungsoffensive - für echtes Digital People Management.

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