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03/09/2015 13:21 CEST | Aktualisiert 03/09/2016 07:12 CEST

Tote Flüchtlingskinder gehören weder ins Netz noch in die Zeitung! Hört auf damit!

AP / Bearbeitet

Ein Foto und ein Video werden derzeit millionenfach auf Twitter und Facebook geteilt. Viele Zeitungen haben es abgedruckt, allen voran die Bildzeitung. Zu sehen ist auf dem ihm ein toter Junge, ein Flüchtlingsjunge der offensichtlich in der Türkei an Land geschwemmt wurde.

Im Video sieht man dahinter auch noch ein totes Mädchen, das von Helfern an Land getragen wird. Mit diesen Bildern soll die Grausamkeit der Flüchtlingssituation dokumentiert werden. Ich finde, hier ist eine Grenze weit überschritten worden.

Im Tod ist die Würde des Menschen zu respektieren.

Mich macht es richtig wütend, dass selbst hochdekorierte Journalisten sich nicht zu schade sind, sich an solchem Voyeurismus zu beteiligen.

Aber noch wütender macht mich, dass niemand mal eine Sekunde darüber nachdenkt, welchen verstörenden Eindruck diese Bilder bei Kindern hinterlassen. Sowohl die Zeitung als auch das Netz können so sogar Traumatisierungen auslösen.

Diese Bilder lösen nicht das oder irgendein Flüchtlingsproblem, sie verstören vor allem Kinder und sind die Niedergang eines verantwortungsvollen Journalismus. Hört auf damit!

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