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31/10/2015 07:16 CET | Aktualisiert 31/10/2016 06:12 CET

„Schlossplatz Berlin": Warum wir noch eine Talkshow brauchen

Jupiterimages via Getty Images

Man könnte meinen, mit den großen TV-Talkshows und einigen Webformaten gibt es genügend Sendungen, die die Welt aus allen Perspektiven beleuchten. Ist das so? Nein.

Denn in keiner dieser Sendungen treffen Politik und Wirtschaft in der Form aufeinander, wie im neuen Talkformat „Schlossplatz Berlin". Die Online-Talkshow, die Mitte Oktober Premiere feierte, stellt den Kontakt zwischen Politikern und Wirtschaftsvertretern her. Und das ist neu und einzigartig.

In der ersten Sendung ging es um die Frage: Was können wir Deutschen eigentlich? In der Runde saßen Bundesminister a.D. Dr. Peter Ramauser, Regierungsberater Prof. Bert Rürup und der Berliner Schlossherr Manfred Rettig - eine unterhaltsame Kombination aus Politik und Wirtschaft eben. Diskutiert wurde nach einem Eingangsstatement von ESMT-Präsident Prof. Jörg Rocholl, der Deutschland als „Insel der Glückseligkeit" bezeichnete und zu mehr Engagement in punkto Infrastruktur aufrief.

Letzteres ist vor allem dann machbar, wenn sich die Politik mit unrealistischen Zeitvorgaben zurückhalten würde, so Rettig, der als Vorstand des Humboldt Forums Berliner Schloss sehr gut weiß, was passiert, wenn viele Meinungen ein Großprojekt beeinflussen wollen. Es geht schief - wie man am Berliner Flughafen BER sieht.

Ein weiteres Thema, das die Nation beherrscht, ist die Flüchtlingsdebatte, die ebenfalls in der Sendung angerissen wurde. Ramsauer MdB hält es da mit seinem Parteivorsitzenden Horst Seehofer und fordert die Diskussion, ob es moralisch sei, mit den jungen gut ausgebildeten Menschen den demographischen Wandel hierzulande zu lösen und damit gleichzeitig den Heimatländern den Nachwuchs für den dortigen Aufbau zu entziehen.

Rürup schätzt die Reaktion von Bundeskanzlerin Merkel als überraschend ein. „Jetzt hat sie eine Entscheidung getroffen, die gar nicht zu ihrer Denke passt, die Dinge nur so weit zu entscheiden, wie sie die Folgen überblicken kann. Jetzt haben wir ein gewisses Problem", sagte er.

Für Lacher sorgte die Schlussrunde, in der die Gäste Gegenstände zeigten, die beantworten, was wir Deutschen nun eigentlich können. Aber sehen Sie selbst.

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