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17/03/2016 17:29 CET | Aktualisiert 18/03/2017 06:12 CET

Warum nicht-invasive Nasenkorrekturen selten eine gute Idee sind

Sam Edwards via Getty Images

Zu groß, zu breit, zu uneben: Viele Menschen stört es, wenn sich ihre Nase nicht harmonisch in ihr Gesicht einfügt. Nasenkorrekturen ohne OP werden zwar immer häufiger durchgeführt, sind aber nur in seltenen Fällen die richtige Wahl.

Wie sieht die perfekte Nase aus?

Obwohl die Nase der Mittelpunkt des Gesichts ist, sollte sie auf keinen Fall hervorstechen. Idealerweise leitet sie den Blick zu Augen und Mund - zu den Partien also, die darüber entscheiden, ob wir ein Gesicht schön finden. Hat die Nase einen Formfehler, beispielsweise einen Höcker, bleibt der Blick an ihr hängen und ruft Irritation hervor.

Manche Frauen und Männer tragen ihr markantes Profil mit Stolz - wie etwa Maria Callas. Die Opernsängerin wurde trotz langer, dominanter Nase als schöne Frau empfunden. Für andere ist ihre eigenwillige Nase ein „Erbstück", das sie tagtäglich an die Eltern oder Großeltern erinnert. Schließlich bestimmen die Gene, wie die Nase aussieht.

Egal aus welchen Gründen, es gibt Menschen die ihre Nase als Makel empfinden. Und das sind nicht wenige - gehören Nasenkorrekturen doch zu den häufigsten Schönheitsoperationen in Deutschland.

Schöne Nase ohne Operation?

Nur in wenigen Fällen ist eine nicht-invasive Nasenkorrektur eine gute Alternative zur Operation. Dies gilt vor allem für die Höckernasen, die ein sehr tiefes Nasion, heißt einen sehr tiefen Übergang zwischen Stirn und Nasenrücken haben. Hier helfen Filler, diesen Übergang anzuheben, und gleichzeitig damit den Höcker auszugleichen.

Bei Sattelnasen fehlt ein Stück des Knorpels des Nasenrückens, so dass der Nasenrücken leicht einsinkt. An dieser Stelle wird Hyaluronsäure gespritzt, um die Nase zu begradigen. Die hilft aber nur, den ästhetischen Teil der Problematik zu verbessern, oft ist bei einer Sattelnase auch die Funktion gestört, die durch eine Unterspritzung tendenziell eher noch schlechter wird.

Der Körper baut Hyaluronsäure allerdings nach einigen Monaten von selbst ab - dauerhafte Ergebnisse sind mit dieser Methode also nicht möglich. Außerdem lässt sich die Funktion der Nase mit der nicht-invasiven Nasenkorrektur nicht verbessern.

Manche Anwender, meist unerfahrene Chirurgen, unterspritzen auch Höckernasen. Will man den Höcker ausgleichen, ohne dass das Nasion tief ist, resultiert daraus meistens eine deutlich längere Nase mit sehr hohem Nasion, so dass das Profil eher griechisch/römisch anmutet. Das ist zwar wie vieles im Leben Geschmackssache, aber meist nicht das erstrebenswerteste Ergebnis.

Für eine Nasenoperation besser zum Spezialisten

Die Operation ist nach wie vor der Goldstandard, wenn das Aussehen der Nase verbessert werden soll. Kleine Schnitte genügen, um die Nasenscheidewand zu begradigen, störende Höcker abzutragen oder die Nasenspitze anzuheben. Allerdings gehört eine Nasen-OP zu den anspruchsvollsten Eingriffen in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie. Daher ist es sinnvoll, einen Spezialisten mit viel Erfahrung aufzusuchen - zumal Ärzte in keiner Facharztprüfung nachweisen müssen, dass sie Nasenoperationen durchgeführt haben, bevor sie sich ans Werk machen.

Ein guter Operateur achtet immer darauf, Nasenform und -funktion gleichermaßen zu berücksichtigen. Der ästhetische Eingriff soll die Atmung keinesfalls verschlechtern, eher noch verbessern. Damit das Ergebnis genau den Wünschen des Patienten entspricht, ist eine gute Aufklärung essentiell: Patienten, die genau wissen, welche Veränderungen möglich sind, sind auch zufriedener mit dem Ergebnis.

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