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21/12/2016 04:47 CET | Aktualisiert 22/12/2017 06:12 CET

Der Anschlag ist eine Falle, auf die wir nicht reinfallen dürfen

dpa

Nun also ein Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt. Er kommt nicht unerwartet; seit langem gilt er als mögliches Szenario.

Die Wahl des Schauplatzes ist besonders perfide. Nicht nur weil es leicht ist, viele Menschen zu treffen, sondern auch wegen seiner emotionalen Dichte. Kaum etwas wünscht man sich weihnachtlich mehr als ein „friedliches Fest".

Einen Graben des Hasses aufzureißen, insbesondere zwischen der muslimischen Minderheit und der nichtmuslimischen Mehrheit in Deutschland ist wohl das tiefste Motiv für den verbrecherischen Akt.

Wir dürfen uns nicht hinters Licht führen lassen

In diese Falle dürfen wir nicht tappen. Keine Sicherheitsmaßnahme wird die Bedrohung endgültig abwehren.

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"Denkt an Aleppo", hat der türkische Polizist gerufen, der wenige Stunden vor der Berliner Bluttat den russischen Botschafter in Ankara ermordet hat. Der Zorn über das Versagen des Westens in Syrien ist gewaltig.

Nicht die Innenpolitiker, sondern die Außenpolitiker müssen das Verbrechen in Berlin (und davor an anderen Orten in Europa) als Weckruf begreifen.

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