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21/10/2015 08:40 CEST | Aktualisiert 21/10/2016 07:12 CEST

Die besten Hausmittel gegen Alltagskrankheiten

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Wer kennt ihn nicht, den Schneider Böck, der „von der Geschichte auch das Magendrücken kriegte". Der bemitleidenswerte Schneider bei Wilhelm Busch, dem die Lausbuben Max und Moritz so übel mitgespielt haben, konnte sich bei allem Unglück aber auf seine Frau und ein altbewährtes Hausmittel verlassen, denn „ein heißes Bügeleisen auf den kalten Leib gebracht, hat es wieder gut gemacht".

Heute haben Wärmflaschen, Heizkissen und Körnerkissen die Stelle des Bügeleisens eingenommen, aber Wärme ist nach wie vor ein gutes Hausmittel für allerlei Krankheiten.

Wir werden immer älter und damit auch immer kränker.

Die Wartezimmer werden immer voller und die Kosten für das Gesundheitswesen laufen immer mehr aus dem Ruder. Das alles sind Gründe, sich wieder auf Hausmittel zu besinnen, die die Oma schon kannte und die dabei helfen, auch ohne Arzt und teure Medikamente wieder gesund zu werden.

Ob Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Blähungen, Durchfall, Bronchitis, Fieber oder Gallenschmerzen - gegen fast jede Krankheit ist ein Kraut oder eine Heilpflanze gewachsen. Hausmittel funktionieren ganz ohne ellenlange Beipackzettel, sie haben kaum Nebenwirkungen und lassen sich in der Regel schnell und einfach selber herstellen.

Auch wer mit der klassischen Naturheilkunde, mit Homöopathie oder Globuli nicht viel anzufangen weiß, kann seine Erkältung mit einem bewährten Hausmittel behandeln, und selbst Skeptiker werden sich wundern, wie gut Hausmittel helfen können.

Die Erkältung natürlich bekämpfen

Wenn die Nase läuft, die Schleimhäute anschwellen und entzündet sind, wenn die Nase das Schlafen unmöglich macht und wenn dann die Leistungsfähigkeit zu allem Überfluss gegen Null tendiert, dann wird es Zeit für die Hausmittel gegen Erkältungen.

Ein heißes Bad (39° Grad) mit Thymian, Lavendelöl, Menthol oder Eukalyptus befreien die Nase und erleichtern das Durchatmen. Nach 20 Minuten geht's raus der Wanne und ab ins Bett zum Schwitzen.

Zum Schnupfen gesellt sich auch gerne ein lästiger Husten, der ebenfalls die Nachtruhe empfindlich stören kann. Zwiebelsaft mit zwei Esslöffeln Meerrettich und einem Esslöffel Honig verrühren und alle zwei Stunden einen Löffel der Mischung nehmen, dann gehört der Husten schnell der Vergangenheit an.

Auch Inhalieren mit Kamille ist ein altes effektives Hausmittel, das den Schleim löst und das Abhusten einfacher macht. Einfach Kamillenblüten ins heiße Wasser geben, ein Handtuch über den Kopf legen und dann tief einatmen.

Fieber natürlich senken

Fieber ist eigentlich etwas Positives, denn Fieber zeigt an, dass der Körper mit einer Krankheit kämpft. Fieber selbst ist keine Krankheit, sondern nur eine Begleiterscheinung, die allerdings gefährlich werden kann, wenn das Thermometer an die 39° Grad Grenze kommt.

Ist das der Fall, dann sind Wadenwickel ein Hausmittel, das eigentlich immer funktioniert. Die Waden werden mit zwei Geschirrtüchern umwickelt, die zuvor in kaltes Wasser getaucht wurden, und darüber kommen zwei trockene Frotteehandtücher, dann werden die Beine warm unter eine Decke gepackt. Die Wickel sollten zehn bis 15 Minuten wirken, und den Vorgang so oft wiederholen, bis das Fieber gesunken ist.

Sollte das Fieber nicht sinken oder über 39° Grad steigen, dann muss auf jeden Fall ein Arzt eingeschaltet werden, denn sonst wird es unter Umständen lebensgefährlich.

Kinder fiebern schnell und auch hoch. Neben Wadenwickel sollte die Kleinen viel trinken, optimal sind Kräutertees aus Linden- und Fliederblüten oder Hagebutten, auch schwarzer Holunder kann das Fieber schnell senken.

Wenn der Nachwuchs keinen Appetit hat, dann ist ein Kompott aus Himbeeren und Preiselbeeren eine gute Idee, denn die Früchte helfen das Fieber zu senken und schmecken zudem sehr lecker.

Was hilft bei Ohrenschmerzen?

Ohrenschmerzen gehören zu den schlimmsten Schmerzen, aber auch hier gibt es ein bewährtes Hausmittel. In vielen Fällen sind Entzündungen im Innen- oder Mittelohr die Ursache für Ohrenschmerzen, aber auch eine Verletzung des Trommelfells oder hartes Ohrenschmalz können die oftmals quälenden Schmerzen auslösen.

Bereits im Mittelalter war die Königskerze ein Mittel, um die Schmerzen zu bekämpfen. Die zerkleinerten Blüten der Königskerze werden mit kalt gepresstem Olivenöl gemischt, in eine Glasflasche gefüllt und diese Flasche muss dann für vier Wochen an einem sonnigen Platz stehen. Anschließend wird die Mischung gefiltert und bei akuten Ohrenschmerzen dann dreimal am Tag ein Tropfen ins Ohr gegeben.

Auch bei Ohrenschmerzen gilt: Wenn die Beschwerden nicht zurückgehen, dann muss ein Ohrenarzt aufgesucht werden.

Wenn der Magen Probleme macht

Ein flaues Gefühl im Magen, die Knie zittern, es kommt zu Schweißausbrüchen und dann stellt sich das unangenehme Gefühl ein, sich übergeben zu müssen. Dieses Szenario ist eine Mitteilung des Magens: Das Essen hat mir gar nicht gepasst und ich möchte es so schnell wie möglich wieder loswerden.

Aber auch Erschöpfung oder übermäßiger Alkoholgenuss kann für Übelkeit und Erbrechen sorgen, aber in jedem Fall gibt es das gute alte Hausmittel.

Eine Sofortmaßnahme ist das Lutschen einer halben Zitrone und auch ein paar Salzstangen oder einige Schlucke lauwarme Coca-Cola helfen dabei, die Übelkeit zu unterdrücken. Sollten sich die Beschwerden nach einem üppigen Essen einstellen, dann kann ein Magenbitter hilfreich sein.

Hausmittel haben eine lange Geschichte und werden heute wieder neu entdeckt, vielleicht weil sie so hilfreich sind.

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