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12/02/2016 07:32 CET | Aktualisiert 12/02/2017 06:12 CET

Darum sollte jeder Bürger gegen das Bargeldverbot sein

londoneye via Getty Images

Die Kampagne für ein Bargeldverbot nimmt wieder Fahrt auf. Bargeldobergrenzen, wie Schäuble sie jetzt zusammen mit Frankreich durchsetzen will, sind nur der Anfang. Mit Totschlagsargumenten wie Geldwäsche und Terrorbekämpfung wird versucht, das Bargeld zu beseitigen.

In Wirklichkeit geht es aber um Konsumzwang von Sparern und eine umfangreiche Überwachung der Bürger. Auch das Bundesfinanzministerium arbeitet an konkreten Plänen. Es wird höchste Zeit, sich zu wehren!

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In den letzten Tagen häufen sich die Wortmeldungen gegen Bargeld und für die Einführung eines rein digitalen Zahlungsverkehrs. Bloomberg reiht sich in den vielstimmigen Chor ein. Zuvor haben schon Deutsche Bank-Chef Cryan, der Chefvolkswirt der Bank of England Andrew Haldane und der Deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger für eine völlige Abschaffung plädiert.

Bundesfinanzminister Schäuble plant zusammen mit Frankreich die schnelle Einführung einer Bargeldobergrenze. Auch die SPD hat sich eben erst für die Einführung solcher Obergrenzen bei Barzahlungen und die Abschaffung der 500-Euro-Scheine ausgesprochen. NRW-Finanzminister Walter Borjans fordert bereits seit einiger Zeit solche Maßnahmen.

Konkrete Pläne auch im Bundesfinanzministerium

Argumentiert wird mit der Terrorbekämpfung und Anti-Geldwäsche-Maßnahmen. Nach den Anschlägen von Paris soll die Dynamik genutzt werden, um Maßnahmen wie die Einführung von Obergrenzen für Bargeldzahlungen schnell durchzusetzen.

Auch im Bundesfinanzministerium wird so gedacht. Der Leiter des Referats VII A3 Ministerialrat Michael Findeisen, zuständig für den Zahlungsverkehr, sprach sich erst kürzlich auf einer Fachtagung in Düsseldorf für ein Bargeldverbot aus. Bargeld sei nur noch „ein Fetisch der Bürger". Auch sein Argument war die Bekämpfung von Geldwäsche.

Es passt gut ins Bild, dass auf der gleichen Tagung der Europa-Abgeordnete der Grünen Sven Giegold verkündete, dass das erste soziale Grundrecht Europas das auf ein eigenes Bankkonto sei. Das macht Sinn. Denn ohne Bankkonto für jeden Bürger kann kein Bargeldverbot durchgesetzt werden.

Konsumzwang durch Negativ-Zinsen als Instrument der Zentralbanken

Sven Giegold sprach sich übrigens gegen ein Verbot von Bargeld aus. Es sei nicht Aufgabe des Staates, zu entscheiden, wer wie bezahlt. Dies sei die Freiheit der Bürger.

Ein bargeldloses Finanzsystem bedeutet, dass das sichere Bargeld der Zentralbanken wegfällt. Die Ersparnisse der Bürger liegen dann nur als elektronisches Buchgeld auf den Konten. Eine Auszahlung der Sparguthaben in sicheres Bargeld ist unmöglich.

Somit können die Zentralbanken mit negativen Zinsen die Anleger dazu zwingen, ihr gespartes Geld für den Konsum auszugeben!

Vom mündigen Konsumenten zur gläsernen Marionette

Wer das Bargeld abschaffen möchte, entzieht mündigen Bürgern auch deren finanzielle Autonomie. Der Weg in ein Überwachungssystem wird geebnet. Alle finanziellen Transaktionen hinterlassen dann digitale Spuren. Egal ob beim Brötchenkauf am Sonntagmorgen oder beim Bier in der Stammkneipe.

Die Anonymität und „geprägte Freiheit" des Bargeldes sind dann Vergangenheit und weichen einem total durchleuchteten und überwachten Geldverkehr. Aus dem mündigen Konsumenten wird eine gläserne Marionette eines übermächtigen Überwachungsstaates.

Bargeld-Einschränkungen schon in 18 EU-Ländern

In Schweden und Dänemark zirkulieren schon konkrete Pläne, das Bargeld komplett abzuschaffen. Die dänische Zentralbank will überhaupt kein Bargeld mehr drucken. Die Pflicht zur Bargeldannahme von Tankstellen und Restaurants wurde bereits aufgehoben. Es gelten schon in 18 EU-Ländern Einschränkungen bei Zahlungen mit Bargeld. Darunter auch große Länder wie Frankreich und Italien.

Bargeldabschaffung unterbinden und Freiheitsrechte der Bürger garantieren!

Von den angeblichen Vorteilen eines bargeldlosen Geldsystems profitieren nur Finanzdienstleister und staatliche Behörden. Sie können dann sämtliche Finanzströme - und damit auch Sie - ausnahmslos kontrollieren und überwachen.

Die Verbraucher sprechen sich laut einer Umfrage mehrheitlich für den Bargeldkauf und gegen den elektronischen Zahlungsverkehr aus. Sie bleiben auf der Strecke. Ihre Freiheitsrechte werden bereits jetzt durch EU-Regularien systematisch zurückgedrängt.

Eine Abschaffung des Bargeldes verstärkt diese gefährliche Entwicklung noch weiter und ebnet endgültig den Weg zum gläsernen und unmündigen Bürger!

Politische Entscheidungsträger müssen daher jetzt entschieden handeln und sich gegen die Abschaffung des Bargeldes positionieren - und damit die Freiheitsrechte der Bürger garantieren!

Hier klicken, um die Petition zu zeichnen

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