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25/12/2016 05:31 CET | Aktualisiert 26/12/2017 06:12 CET

Die Suchmaschinen-Trends 2017: Vertikal, populär und bezahlt - Was Sie als Unternehmen beachten sollten

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Suchmaschinenoptimierung, auch SEO (für englisch „search engine optimization") abgekürzt, ist die Kunst bei der Google-Suche mit seiner Website auf Platz 1 zu landen. Spezialisierte Onlinemarketing-Agenturen bieten dazu ihre Dienstleistungen an. Sie alle arbeiten mit unterschiedlichen Rezepten, denn Google gibt die genauen Algorithmen nicht bekannt. In SEO-Kreisen spricht man von rund 200 Kriterien, die - professionell eingesetzt - zu einer Top-Platzierung führen sollen.

Wichtig ist, dass die Suchbegriffe, die der Nutzer in Google eintippt, auch textlich auf der Website erwähnt sind. Aber Google „vertraut" auch auf weiche Faktoren wie dem Alter einer Domainadresse oder ob die Seite verschlüsselt ist - für Google entscheidende Rückschlüsse auf die Seriösität des Anbieters.

Welche SEO-Trends gilt es für das kommende Jahr für Unternehmen zu beachten? Um den Anschluss an einer Top-Platzierung nicht zu verlieren, sollten folgende Entwicklungen unbedingt beachtet werden:

1. Responsive Programmierung

Fast 60 Prozent der Zugriffe erfolgen mittlerweile über mobile Geräte wie Smartphones & Tablets. Da Google angekündigt hat, seine Indexe auf die mobile Suchmaschinen-Ergebnisse umzustellen, werden Websites ohne responsive - d. h. an den Bildschirm angepasste - Programmierung in Zukunft schlechter gelistet. Eine gute Platzierung ist also nur noch für „Smartphone-freundliche" Websites möglich.

2. Gute Inhalte sind die Königsdisziplin

„Content is King" - eine Maxime, die Google seit jeher als Dienstleister der Suchenden ausgibt. Fast 500 Wörter mit der Penetration von einem einzigen Suchbegriff erfreut die Suchmaschine besonders. Aber aufgepasst: Das reine Verwenden von Stoppwörtern mag Google nicht mehr: Themencluster sind gefragt: Also das Verwenden von Schlüsselwörtern in einem inhaltlich passenden Kontext.

3. Vertikale Suchmaschine

Vertikale Suchmaschinen gewinnen unerwartet hohen Zulauf. Bereits in den USA hat die Amazon-Verkaufsplattform den Suchdienst Google als Suchmaschine abgelöst! Durch das Longtail-Prinzip wissen die Verbraucher, dass Amazon der Webshop mit den meisten Nischenprodukte ist - getreu dem Motto „Hier gibt es alles". Schon lange suchen Teens und Twens bei YouTube nach Lösungen für ihre Probleme und fragen schon lange nicht mehr „Dr. Google".

4. Der Linkaufbau ist zurück

Durch die Implementierung des Google Penguins Update sind die Gefahren einer Abstrafung bei der Steigerung der Linkpopularität durch massenhaftes Setzen externer Links (Backlinks) wieder geringer geworden. Nach einer langen Zurückhaltungsphase der Agenturen dürfte der Aufbau von Backlinks wieder vor einer Konjunkturbelebung stehen. Dennoch gilt, nur von vertrauenswürdigen Portalen Verlinkungen zur eigenen Website einzukaufen!

5. Google Adwords

Google Adwords nimmt durch die Erweiterung der Anzeigentexte und Erhöhung auf vier Treffer immer mehr Platz von der organischen Suche ein. Dies geht zulasten der organischen Suchmaschinen-Optimierung. Denn die erste Hälfte der Trefferseite besteht nur noch durch gekaufte Adwords-Anzeigen. Die Wahrscheinlichkeit sinkt beim Nutzer rapide, sich noch den organischen Treffern zu widmen. Das zeigt auch die Praxis: Viele Kunden mit einer Top-Platzierung verbuchen immer weniger Zugriffe durch die organischen Suchergebnisse. Werden viele Adwords-Anzeigen geschaltet, lohnt sich die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr!

6. „Voice Search"

Chatbots wie Google Home oder Amazon Echo sind der Renner in den USA. Die Audiogeräte hören auf die Fragen und Befehle ihrer Nutzer. Vor allem werden sogenannte W-Fragen gestellt. Wie wird das Wetter morgen? Wo finde ich einen Steuerberater in meiner Stadt? Um mit seinen kommerziellen Angeboten auch in die Antworten-Kanon der Chatbots zu gelangen, sollte die Überschrift einer Internet-Seite in einer entsprechenden Fragestellung umformuliert werden. Auch innerhalb des Textes sollten Sätze als Fragesätze häufiger formuliert werden. Denn diese Suchphrasen werden am Suchvolumen zunehmen.

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