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18/05/2014 05:40 CEST | Aktualisiert 18/07/2014 07:12 CEST

Tote Hose in der Hose - Wie Männer wieder Lust auf heißen, wilden Sex bekommen!

Orgasmus-Schwierigkeiten bei Männern - für viele ist das ein Tabu-Thema. 22 Prozent haben ihrer Partnerin schon einmal einen Orgasmus vorgespielt.

Wie es im Bett wieder rund geht

Den ganzen Tag hart gearbeitet, Termine satt, nervende Meetings, anstrengende Präsentationen - und dann am Abend Erektionsstörungen. Für viele Männer ist der Albtraum perfekt, wenn unterhalb der Gürtellinie nichts mehr geht. Die Folge: Es kommt zu Spannungen in der Beziehung, die Unzufriedenheit mit sich selbst und der Partnerschaft wächst.

Dabei haben Männer die meisten Höhepunkte, wenn sie mit ihrer Partnerin zusammenwohnen. Pro Samenerguss verschießt ein Mann etwa 10 Milliliter Ejakulat, was einem vollen Schnapsglas entspricht. Hochgerechnet auf ein durchschnittliches Leben macht das bis zum Tod tatsächlich erstaunliche 53 Liter Sperma aus. Doch in einer gestressten Atmosphäre rückt der Gipfel der Lust in weite Ferne.

Belastende Emotionen

Die Ursachen für stressbedingte Impotenz und sexuelle Lustlosigkeit sind in der Regel eine Kombination aus drei Auslösern: äußere, körperliche und psychologische Faktoren. Wenn es beim Sex Potenzprobleme gibt, sollte dies kein Grund zur Panik sein. Entscheidend ist, zunächst herauszufinden, was die Ursache der Erektionsstörungen ist.

Äußere Einflussfaktoren können Störungen sein, etwa durch ein neugeborenes Kind oder eine unangenehme Mail vom Chef zur späten Stunde, die die Stimmung am Abend zerstört. Ob es körperliche Ursachen gibt, kann ein Facharzt sehr schnell feststellen. Zu den Krankheiten, die Gefäße oder Nerven angreifen, gehören unter anderem Diabetes, Bluthochdruck, Arterienverkalkung und erhöhte Blutfette. Auch wer zu viele Kilos auf die Waage bringt, häufiger raucht und sich deutlich zu wenig bewegt, erhöht sein Tote-Hose-Risiko. Vorsicht auch bei Medikamenten. Mittel gegen Depressionen, Bluthochdruck, Psychopharmaka, Cholesterinsenker und Medikamente gegen zu viel Magensäure haben Nebenwirkungen, die Impotenz begünstigen können. Meist ist es dauerhafter Stress, der diese Krankheiten auslöst.

Damit sind wir bei den psychischen Ursachen. Bei Männern entsteht Impotenz vielfach aufgrund mentaler Blockaden, die durch psychische Überlastung oder gedankliche Ablenkung entstehen. Schuldgefühle und Hemmungen gehören zu den psychologischen Faktoren, die Auslöser von Potenzstörungen sein können.

Der Weg zum Gipfel der Lust

Erregung hat mit Entspannung zu tun. Und die beginnt im Kopf. Empfängt das Gehirn einen sexuellen Sinnesreiz - etwa eine Berührung, einen Duft, eine Fantasie - sendet es Nervenimpulse über das Rückenmark bis zum Penis. Dessen Schwellkörper sind wie ein Schwamm aus glatten Muskelzellen. Normalerweise ziehen sie das Gewebe zusammen. Bei Erregung entspannt sich die glatte Muskulatur. So kann mehr Blut in die Hohlräume der Schwellkörper strömen. Sind sie prall gefüllt, drückt ihre feste Hülle auf die Venen. Das Blut kann nur sehr schwer abfließen. Der Penis wird steif.

Die entscheidenden Impulse für die Erektion gibt das parasympathische Nervensystem. Es lässt sich nicht willentlich steuern, allenfalls beeinflussen, etwa durch mentales Training. Einfache, effektive Übungen sowie bewährte so genannte „mentale Shortcuts" ermöglichen es, sich beispielsweise zu „Ent-Sorgen", wieder mehr Lebensfreude zu gewinnen und (sexuelle) „Moments of Excellence" zu erleben.

Soforthilfe-Tipps für mehr Lust

Männer mit Erektionsstörungen sollten es tunlichst unterlassen, ihre beruflichen Probleme mit nach Hause zu bringen. Dazu können sie schon bei Feierabend im Büro einiges tun. Ideal ist es, sich ein Feierabendritual zu schaffen, bei dem Belastendes im Büro abgelegt wird. Schreiben Sie dazu Sorgen und Probleme auf ein Blatt Papier, dann zerknüllen Sie es und sagen sich dabei: „Euch brauche ich zu Hause nicht, ihr bleibt im Büro!" Dann werfen Sie das Blatt in den Papierkorb (oder schreddern es).

Wichtig ist es auch, sich zuhause eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der Mann sich wirklich wohlfühlt. Denken Sie an Erotik. Schauen Sie einen erotischen Film an (nein, das muss kein Porno sein), lesen Sie eine erotische Geschichte, und versetzen Sie sich in die beteiligten Personen. Spüren Sie die Lust, und lassen Sie sich darauf ein.

Wachstum erreichen

Lesen Sie Ihrer Partnerin die Geschichte vor, wenn Sie mögen. Oder stimmen Sie sich ganz allein auf Ihr sexuelles Erlebnis ein, wenn Ihnen das leichter fällt. Schaffen Sie zeitliche Freiräume, die Sie ganz allein als Paar verbringen können. Bringen Sie Ihre Kinder bei Verwandten oder Babysittern unter, schicken Sie Ihre Pubertierenden in eine Freizeitaktivität, die sie mögen. Aber: Nutzen Sie die gewonnene Freiheit nicht zum Hausputz, sondern ganz bewusst zur Partnerschaftspflege. Kümmern Sie sich einmal wieder nur um einander.

Bringen Sie Körper und Geist in Einklang, treiben Sie Sport (Vorsicht: nicht übertreiben!), und sorgen Sie für ein positives Körpergefühl. Gehen Sie zum Friseur, und pflegen Sie sich. Wenn Sie sich mit sich selbst wohlfühlen, wird die Lust auf Sex ebenfalls wachsen.

Merke: Emotionaler Stress wirkt sich extrem negativ auch auf die sexuelle Lust und Erektionsfähigkeit aus. Wer lernt, selbst in belastenden Situationen innerlich gelassen zu bleiben und punktgenau in Bestform zu sein, kann Lust und Liebe in vollen Zügen genießen.

https://twitter.com/enerise

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