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03/12/2015 04:12 CET | Aktualisiert 03/12/2016 06:12 CET

Dänemark: Diese Sehenswürdigkeiten solltet ihr besuchen

Thomas Lamberth Sandbjerg

Wenn es um Sightseeing in Dänemark geht, heimst die Hauptstadt Kopenhagen häufig den ganzen Ruhm ein. Daran ist natürlich nichts verkehrt. Zweifellos hat die wunderbare Metropole an Dänemarks östlichstem Küstenstreifen all die Aufmerksamkeit redlich verdient.

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Schließlich haben die meisten schon von der märchenhaften Kleinen Meerjungfrau gehört (oder sie selbst gesehen), den putzigen Tivoli-Vergnügungspark auf sich wirken lassen, eine Führung durch die bekannte Carlsberg-Brauerei unternommen und einen Spaziergang durch Bakken, den charmanten, historischen Vergnügungspark (nebenbei den ältesten der Welt) am Stadtrand von Kopenhagen, gemacht.

Zum Ausgleich ist nun also eine Tour durch das restliche Dänemark angebracht. Ganz egal, ob du gerade zu Besuch bist oder bereits hier warst, deinen künftigen Aufenthalt planst oder gar selbst aus Dänemark kommst - der folgende Überblick umfasst eine Auswahl von wirklich sehenswerten Attraktionen westlich von Kopenhagen.

Der Rest von Seeland

Die dänische Insel Seeland (Sjaelland), die nichts mit Neuseeland zu tun hat, beherbergt fast die Hälfte der eher überschaubaren Gesamtbevölkerung des Landes. Für viele Dänen (vor allem diejenigen, die nicht selbst auf Seeland leben), ist Sjaelland quasi synonym mit Kopenhagen. Doch die Insel hat auch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten.

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Genau westlich von Kopenhagen findet man Roskilde, berüchtigt für das gleichnamige Festival, das jährlich Musiker und Besucher aus aller Welt anlockt. Stars wie zum Beispiel Kraftwerk, Bruce Springsteen, Iron Maiden und Muse sind im Laufe der letzten Jahre alle auf der orangefarbenen Hauptbühne des Festivals aufgetreten, und manchmal feiern mehr als 130.000 Menschen zusammen auf dem viertägigen Event.

Obgleich sie eigentlich nicht westlich von Kopenhagen liegt, bietet die Küste nördlich der Stadt einige sehr reizvolle Landstriche. Auf dem Weg dorthin sollte man ein paar beeindruckende Zwischenstopps nicht verpassen.

Nördliche Küste

Erstens: das Louisiana Museum of Modern Art in der Gemeinde Humlebæk. Es stellt mehr als 3.500 Kunstwerke zur Schau und weiß auch seine schöne Lage an der Meeresküste voll zu nutzen.

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Zweitens: die nordöstlichste Spitze von Seeland mit der Stadt Helsingør. Dort findet man Schloss Kronborg, den Schauplatz von Shakespeares Tragödie Hamlet.

In den Kasematten von Kronborg verborgen, sitzt zudem die Statue von Holger dem Dänen (Holger Danske) über Schwert und Schild gebeugt: Der Legende nach wird er sich von seinem Posten erheben, wenn Dänemark Gefahr droht.

Die Insel Fünen

Von Seeland führt die Brücke über den Großen Belt (Storebælt) nach Westen auf die Insel Fünen (Fyn). Das unbestrittene Markenzeichen der mittleren Insel ist das Haus des weltberühmten Märchendichters Hans Christian Andersen.

Sein historisches Geburtshaus befindet sich in Odense, der drittgrößten Stadt des Landes. Ein paar Häuser weiter stößt man außerdem auf das Dänische Eisenbahnmuseum, das die Geschichte von Dänemarks beliebtestem Verkehrsmittel (vom Fahrrad mal abgesehen) schildert.

Falls der Sinn jedoch nicht nach Industriegeschichte steht und das Heim des Märchenautors nicht reicht, um den kreativen Durst zu stillen, dann sollte man den H.C. Andersen Pfad erkunden.

Die landschaftlich reizvolle Route durchquert fast ganz Fünen und führt zu einem Dutzend verschiedener Schlösser und Herrenhäuser, die angeblich viele seiner Werke inspirierten. Für alle, die jeglichen Bezug zur guten alten Zeit verloren haben und unterwegs ein bisschen moderner Unterstützung bedürfen, gibt es sogar die passende Smartphone-App.

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Im südöstlichen Fünen liegt das vollendete Schloss Egeskov mit seinen Gärten, die bereits mit dem „Best European Historic Garden Award" ausgezeichnet wurden. Der Schlosspark gilt als der schönste in ganz Dänemark, und das Schloss selbst ist ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich: Es hat diverse historische Ausstellungen, von Oldtimern bis hin zu Puppenhäusern, zu bieten.

Jütland: Das dänische Festland

Wenn man der Autobahn weiter in Richtung Westen folgt, führt die Brücke über den Kleinen Belt (Lillebælt) auf das dänische Festland, nach Jütland (Jylland). Die Halbinsel - oft als plattes Land voll der finsteren Hinterwäldler beschrieben - strotzt nur so vor sehenswerten Orten, wo man nette Menschen kennenlernen kann.

An der Ostküste Jütlands befindet sich Aarhus: Nur Kopenhagen ist größer, und in Aarhus herrscht das gleiche geschäftige Treiben wie in jeder anständigen Großstadt auch. Momentan ist Aarhus zudem die einzige dänische Stadt außer Kopenhagen mit einer eigenen InterNations Community für Expats.

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Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Aarhus, das ARoS Kunstmuseum, ist vor allem für sein krönendes Ausstellungsstück (im wahrsten Sinne des Wortes) bekannt. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich ein Rundgang mit Wänden aus buntem Glas in allen Regenbogenfarben: ein beeindruckender Aussichtspunkt mit 360°-Panorama, von dem aus man die Stadt in der Farbe seiner Wahl bewundern kann.

Etwas weiter nördlich findet man in Aarhus die so genannte „Alte Stadt" (Den Gamle By), ein lebendiges Freilichtmuseum mit einer Spielzeugausstellung, einer Bäckerei und vielen weiteren Gebäuden, die das städtische Leben in vergangenen Jahrhunderten zeigen.

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Aalborg

Im Norden Jütlands brüstet sich Aalborg mit dem Potential einer Metropole und dem Flair einer gemütlichen Kleinstadt. Das Stadtzentrum schmiegt sich an den Seehafen, und ein Spaziergang führt sowohl am Schloss Aalborghus aus dem 16. Jahrhundert als auch am Utzon Center vorbei, dem letzten architektonischen Meisterwerk des verstorbenen Jørn Utzon, jenes berühmten dänischen Architekten, der vor allem für die Gestaltung des Opernhauses in Sydney bekannt ist.

Ein Stück weiter entlang der Küste beherbergt das frisch eingeweihte Haus der Musik (Musikkens Hus) unter anderem das Aalborger Sinfonieorchester.

Natürlich verbergen sich in einer Region von der Größe Jütlands noch viele weitere Städte und Orte, die alle ihren ganz eigenen Charme haben. Esbjerg, eine Stadt an der Westküste, ist ein stolzes Zentrum der Fischereiindustrie; in Billund - südöstlich von Aarhus - ist das weltberühmte Original-LEGOLAND zu Hause, und Skagen an der äußersten Spitze von Jütland wurde in den Werken einer Künstlerkolonie des 19. Jahrhunderts verewigt.

Zwischen der glitzernden Pracht von Kopenhagen - die für manche schon zu viel des Guten ist -- und Jütlands einsamen Mooren - die an einem Regentag zugegebenermaßen einen recht tristen Eindruck machen - gibt es viel zu entdecken. Zum Glück für uns ist Dänemarks Landfläche klein genug, sodass es ziemlich einfach ist, herumzureisen und alles zu erkunden.

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