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10/03/2016 11:17 CET | Aktualisiert 11/03/2017 06:12 CET

Die 4 wichtigsten Werkzeuge der Personalentwicklung

Rawpixel Ltd via Getty Images

Der Begriff „Personalentwicklung" klingt für viele HR-Verantwortliche abstrakt und schwammig. Dahinter verbirgt sich jedoch nichts Geringeres als der Werkzeugkasten für die Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeiter.

Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Werkzeuge aus diesem Werkzeugkasten vor. Dabei ist es wichtig, immer das Ziel von Personalentwicklung vor Augen zu haben: Den eigenen Mitarbeitern soll es ermöglicht werden, sowohl durch Selbstreflexion als auch durch äußere Anreize Entwicklungspotenziale in sich zu entdecken und auszuschöpfen.

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1. Das Mitarbeitergespräch

Der persönliche Austausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist das Kerninstrument der Personalentwicklung. Hier werden Informationen, Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht - auf Augenhöhe und immer mit dem Ziel, die Perspektive der anderen Seite zu verstehen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Die Qualität dieser Gespräche - egal ob es um Leistungsbeurteilung, Zielvereinbarung, Konfliktlösung oder Weiterbildung geht - ist ausschlaggebend für die Einstellung und Motivation von Mitarbeitern. Daher ist Kommunikationsstärke eine der wichtigsten Führungskompetenzen überhaupt.

2. Die Jobrotation

Neben der fachlichen Weiterentwicklung ist es in vielen Arbeitsbereichen auch wichtig, dass Mitarbeiter Gesamtzusammenhänge und Abläufe innerhalb des Unternehmens verinnerlichen - und dass sie die Abhängigkeiten und Herausforderungen anderer Teams bzw. Abteilungen nachvollziehen können.

Eine geeignete Methode dafür ist ein geplanter, regelmäßiger Arbeitsplatzwechsel, neudeutsch „Jobrotation", bei dem Mitarbeiter gleichwertige bzw. ähnliche Aufgaben in einem immer wieder neuen Umfeld ausführen.

Dies fördert zum einen die team- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und erleichtert zum anderen auch Vertretungen: Mitarbeiter, die es gewohnt sind, sich immer wieder in neue Teams zu integrieren, können dies schneller und flexibler tun als andere.

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3. Der Workshop

Der Begriff „Workshop" wird oft mit dem „Seminar" verwechselt. Im Gegensatz zum Seminar werden beim Workshop jedoch nicht Lerninhalte vermittelt, sondern gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Daher bieten sich Workshops immer dann an, wenn es eine konkrete Frage- oder Problemstellung gibt. Folgende Punkte sind für einen erfolgreichen Workshop wichtig:

  • Status Quo definieren: Welcher Zustand ist so problematisch, dass er verbessert werden soll? Welche spezifischen Aspekte scheinen besonders problematisch zu sein?
  • Teilnehmer auswählen: Wer kann aufgrund seiner Stärken oder seiner Erfahrung zu einer guten Lösung beitragen? Welche anderen Kriterien gibt es für die Auswahl von Teilnehmern?
  • Anleiter wählen: Workshops müssen sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden. Es ist wichtig, dass es eine Person (oder ein Team) gibt, die Gespräche moderiert, Methoden und Aufgaben erklärt und Gruppenarbeiten strukturiert.
  • Ergebnisse nutzen: Nichts ist frustrierender als ein Workshop, dessen Ergebnisse nicht genutzt werden. Diese müssen nach dem Workshop systematisch nachbereitet und analysiert werden, damit sie letztendlich in den Arbeitsalltag integriert werden können.

4. Das Mentoring

Bei dieser Methode leiten erfahrene Mitarbeiter weniger erfahrene an und stehen ihnen als Ansprechpartner und Berater zur Verfügung. Dabei werden vorher mit der Führungskraft die konkreten Entwicklungsziele und der Zeitraum der Anleitung festgelegt.

Die Ernennung eines Mitarbeiters zum Mentor ist oft eine gute Vorbereitung auf dem Weg zur Personalverantwortung. Folgende Voraussetzungen sollten dabei erfüllt sein:

  • Fachwissen und soziale Kompetenz vom Mentor
  • Integration ins gesamte Aus- und Weiterbildungskonzept
  • Bereitschaft von beiden Seiten, voneinander zu lernen
  • Klar definierte Förderungsmaßnahmen
  • Vorher gut vorbereitete Betreuungsmethoden

Mit diesen vier Modulen als Fundament lässt sich Personalentwicklung in Ihrem Unternehmen erfolgreich gestalten - und mit weiteren Methoden erweitern und ergänzen.

Welche anderen Werkzeuge setzen Sie selbst gern ein? Was ist Ihrer Ansicht nach besonders förderlich für die Entwicklung von Mitarbeitern? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

Wenn Sie gerne mehr zum Thema Personalentwicklung erfahren möchten, dann downloaden Sie das eBook Musterkonzept zur Personalentwicklung von Marco De Micheli, auf bookboon.com.

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