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01/04/2016 14:08 CEST | Aktualisiert 02/04/2017 07:12 CEST

Personalentwicklung: Wie misst man Erfolg?

Kelvin Murray via Getty Images

Maßnahmen zur Personalentwicklung wie etwa Weiterbildungen und Seminare kosten Zeit und Geld. Als HR-Verantwortlicher sollte man daher sicherstellen, dass die gewählten Mittel effizient sind, dass Zeit und Geld gut investiert wurden. Nur wie?

Die Erfolgs- und Qualitätskontrolle in der Personalentwicklung ist oft schwierig - dennoch sollte man nicht darauf verzichten. Denn die Ergebnisse dieser Kontrolle bilden die Grundlage für die Optimierung und die Korrektur der angewandten Maßnahmen. Wir stellen Ihnen verschiedene Instrumente zur Erfolgskontrolle vor.

Spezifische Fragebögen für Personalentwicklungsmaßnahmen:

Bitten Sie Mitarbeiter nach Personalentwicklungsmaßnahmen per Fragebogen um differenziertes Feedback: Hat der Workshop praxisrelevante Ergebnisse hervorgebracht? Konnte die Zielvereinbarung des Vorjahres umgesetzt werden? Hat das Führungskräfte-Training dabei geholfen, Konfliktsituationen im Team souveräner zu beheben?

Nehmen Sie sich dabei Zeit bei der Konzeption der Fragen, um die Antworten zu erhalten, die Ihnen dabei helfen, Schwachstellen zu erkennen und entsprechende Korrekturen vorzunehmen. Optimieren Sie auch die Fragebögen selbst kontinuierlich, wenn sie merken, dass bestimmte Fragestellungen keine verwertbaren Erkenntnisse erzeugen. Zudem empfiehlt es sich, Online- statt Papierfragebögen einzusetzen: Diese müssen nicht mehr nachträglich digitalisiert werden und bieten meist automatisierte Auswertungen und hilfreiche Werkzeuge zur Verarbeitung der Ergebnisse.

Wichtig für das Vertrauen und die Teilnahmebereitschaft der Mitarbeiter ist, dass Sie nach der Auswertung die Ergebnisse der jeweiligen Umfrage transparent kommunizieren. So kann die Belegschaft erkennen, wie nach Personalentwicklungsmaßnahmen das Feedback zu Optimierungen und Korrekturen führt.

Auswertung von Kennzahlen:

Prüfen Sie, welche Zahlen aus dem Personalcontrolling Ihnen Ausschluss über den Erfolg Ihrer Maßnahmen zur Personalentwicklung geben können: Hat sich die Fortbildung „Vertrieb für Profis" in höheren Verkaufszahlen niedergeschlagen? Wurde durch Ihre Programme zur Mitarbeiterbindung die Fluktuationsquote reduziert? Haben Ihre Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur zu einem Rückgang des Krankheitsstandes geführt?

Differenzierung verschiedener Erfolge:

Um zu entscheiden, ob Maßnahmen zur Personalentwicklung erfolgreich waren, muss man zunächst den „Erfolg" für die jeweilige Maßnahme definieren. Eine verbreitete Methode dafür ist das 5-Stufen-Modell des Wirtschaftswissenschaftlers Donald Kirkpatrick, der fünf verschiedene Erfolgstypen definierte:

  • Zufriedenheitserfolg: Wie wurde die Entwicklungsmaßnahme von den Mitarbeitern angenommen und im Nachhinein bewertet?
  • Lernerfolg: In welchen Bereichen konnten die Teilnehmer ihr Wissen oder ihre Kompetenz erweitern oder sich neue Fähigkeiten aneignen?
  • Transfererfolg: Welche Ergebnisse der Maßnahme haben die Mitarbeiter umgesetzt, also in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen oder in speziellen Projekten implementiert?
  • Geschäftserfolg: Inwiefern hat sich die Maßnahme positiv auf Umsatz und Gewinn des Unternehmens ausgewirkt, direkt oder indirekt?
  • Investitionserfolg: Kann die Maßnahme rückblickend als lohnende Investition betrachtet werden? Gibt es einen messbaren - oder zumindest einen angenommenen bzw. subjektiv spürbaren - „Return of Investment"?

Mit diesen drei Instrumenten können Sie sicherstellen, dass Sie die richtigen Programme für Ihre Personalentwicklung gewählt haben bzw. erkennen, wenn es Änderungsbedarf gibt.

Nutzen Sie selbst darüber hinaus weitere Messinstrumente, die Sie empfehlen können? Erzählen Sie's - direkt als Kommentar unter diesem Artikel. Wir sind gespannt!

Wenn Sie gerne mehr zum Thema Personalentwicklung erfahren möchten, dann downloaden Sie das eBook Musterkonzept zur Personalentwicklung von Marco De Micheli, auf bookboon.com.

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