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07/01/2016 12:34 CET | Aktualisiert 07/01/2017 06:12 CET

Die E-Mail einer Lehrerin über die Allergien meines Sohnes brachte mich zum Weinen

Mein Sohn Cayden ist fünf und geht in die Vorschule. Er kennt Sommerfeste in den Ferien, da er seit er zweieinhalb Jahre alt ist zur Tagesmutter und in die Vorschule geht.

Von diesen Festen und fast allen Schulveranstaltungen, die mit Essen zu tun haben, aufgrund diverser schwerer Lebensmittelallergien ausgeschlossen zu werden, kennt er ebenfalls. Er leidet an einer seltenen Erkrankung namens Nahrungsmittelprotein-induzierte Enterokolitis oder kurz FPIES.

Aktuell hat er zwölf bekannte Lebensmittelallergien und es kann passieren, dass er auf jegliche Nahrungsmittel, die er noch nie zu sich genommen hat, allergisch reagiert. Da es keinen Test gibt, besteht die einzige Möglichkeit darin, ihm das neue Lebensmittel zu verabreichen und zu beobachten, ob er eine allergische Reaktion zeigt.

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Ich habe mich schon daran gewöhnt, ihm jedes einzelne Gericht, jeden Snack und jede Nachspeise in die Schule mitzugeben. Er besitzt eine Brotdose, die genau aus diesem Grund halb so groß wie sein Schulranzen ist.

Und immer, wenn ein Fest oder ein Geburtstag ansteht, gebe ich ihm Süßigkeiten mit, so dass auch er etwas Besonderes essen kann, während die anderen Kinder die im Laden gekauften Cupcakes und Schokoriegel und Pizzas, die es bei diesen Veranstaltungen immer zu geben scheint, essen.

Zu diesem Sommerfest wollte ich dasselbe tun, eine E-Mail seiner Lehrerin hielt mich jedoch davon ab. Als ich sie las, begann ich zu weinen.

Darin stand:

Ich wollte ein Fest für Cayden, bei dem auch er alles essen kann. Frau Sheats und ich holen ihm den original 100%igen Apfelsaft von Mott's, die Cerealien mit Marshmallows von Lucky Charms, die original Wiener Würstchen von Armour, den zuckerfreien Erdbeerwackelpudding von JELL-O und die originalen Kartoffelchips von Lays (gelbe Tüte).

Ich möchte einen Tag, an dem Cayden sich keine Gedanken darüber machen muss, was die anderen essen und an dem er alles essen kann. Sollte er etwas davon nicht vertragen, sagen Sie mir bitte Bescheid!! Ich habe versucht, mich danach zu richten, was Sie ihm in die Schule mitgegeben haben und was auf der Liste der erlaubten Lebensmittel steht.

Kommen Sie gerne morgen oder Freitag oder an beiden Tagen mal vorbei, damit wir sichergehen können, dass er alles, was wir für ihn haben, essen kann!!

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Seine Lehrerin und ihre Kollegin gaben Caydens Mitschülern ebenso eine Mitteilung nach Hause, auf der stand, dass jegliche Gerichte aufgrund der Lebensmittelallergie im Klassenzimmer bereitgestellt würden. Ich bot an, Cupcakes zu backen, damit die Kinder diese auch essen konnten.

Das Fest war ein voller Erfolg. Cayden konnte alles ohne Angst essen und seine Mutter weinte vor Freude aufgrund der Großzügigkeit und Fürsorge der Lehrerin ihres Sohnes. Sie machte dieses Sommerfest unvergesslich und legte die Latte hoch für seine zukünftigen Lehrer.

Dieser Artikel ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde von Janine Pecher aus dem Englischen übersetzt.


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