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24/01/2017 11:19 CET | Aktualisiert 25/01/2018 06:12 CET

18 Wege, damit die Geburt weniger schmerzhaft wird

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Jede Frau empfindet die Geburtsschmerzen anders: Während die eine Schwangere schon bei den Eröffnungswehen vollkommen erschöpft ist und mit den Wehen nicht mehr zurecht kommt, kann die andere Schwangere gut mit den Schmerzen umgehen.

Natürlich spielen nicht nur das persönliche Schmerzempfinden eine große Rolle, sondern auch die Geburtsdauer und die psychische Verfassung. Eine Geburt ist ein besonderes Erlebnis, eine Ausnahmesituation, eine kraftvolle Grenzerfahrung. Für jede Frau.

Niemand braucht sich dafür zu genieren oder sich zu schämen, wenn die Kräfte einen verlassen und man Medikamente gegen die Schmerzen haben möchte. Bei einer Geburt geht es um keinen Machtkampf, sondern um ein schönes Geburtserlebnis. Neben den schulmedizinischen Möglichkeiten gibt es noch weitere alternative Wege, wie die Schmerzen gelindert werden können:

Atmen

Richtiges Veratmen der Wehen hilft ungemein den Schmerz auszuhalten. Lassen Sie sich die richtige Technik von einer Hebamme zeigen oder lernen sie diese schon im Geburtsvorbereitungskurs.

Bewegung

Liegen mögen die meisten Gebärdenden nicht, sie bevorzugen eine aufrechte Haltung und Bewegung. So hilft nicht nur die Schwerkraft mit das Baby nach unten zu schieben, sondern auch Wehen lassen sich mit kreisenden Bewegungen leichter veratmen.

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Dammmassage

Bei der Austreibungsphase wirken enorme Kräfte auf den Damm und diese schmerzen. Die Hebamme wird dann versuchen, den Damm zu schützen, damit die Schmerzen erträglich sind.

Entspannung

Versuchen Sie sich während der Wehenpause zu entspannen. Schließen Sie die Augen, atmen Sie ruhig, sprechen Sie mit Ihrem Baby. Aber denken Sie nicht schon an die nächste Wehe, sondern entspannen Sie.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Damit der Muttermund schön weich ist und sich leichter öffnet, kann schon im Vorfeld bei einer Hebamme oder im Krankenhaus geburtsvorbereitende Akupunktur eingesetzt werden. Aber auch während der Geburt kann Akupunktur unterstützen.

Homöopathie

Globuli können zwar mit einer PDA nicht mithalten, doch sie können die Wehen fördern, damit die Geburt schneller vorangeht und für Entspannung sorgen, die für den Geburtsfortschritt von ebenso großer Bedeutung ist.

Körperhaltung

Versuchen Sie unterschiedliche Positionen einzunehmen und herauszufinden, welche Körperhaltung Ihnen am besten tut.

Leinsamen

Leinsamen regt die Schleimhäute an, mehr Schleim zu produzieren und damit die Austreibungsphase zu beschleunigen.

Massagen

Lassen Sie sich massieren! Besonders im Lendenwirbelbereich empfinden Frauen den Gegendruck und die Wärme von außen bei den Wehen sehr angenehm und unterstützend.

Aromatherapie

Ähnlich wie bei der Homöopathie wirkt auch die Aromatherapie nicht schmerzstillend, kann aber für Entspannung sorgen.

Humor

Ja, Sie werden lachen, aber Humor und Witz lenken ab, fördern das positive Denken und sorgen damit für eine entspannte Stimmung.

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Sitzdampfbäder

Heublumen wird eine auflockernde Wirkung nachgesagt, die sich auf den Beckenboden positiv auswirkt. Besonders bei Erstgebärenden erden Sitzdampfbäder gerne empfohlen.

Himbeerblättertee

Zwar muss der Himbeerblättertee schon Wochen vor der Geburt regelmäßig getrunken werden, doch seine Wirkung ist enorm: Er wirkt entspannend auf die Beckenbodenmuskulatur, den Muttermund und die Gebärmutter, wird krampflösend und beruhigend.

Übungen

Im Geburtsvorbereitungskurs erlernen Paare unterschiedliche Übungen und Positionen, die sie dann gemeinsam während der Geburt probieren können.

Hypnose

Diese Methode muss erlernt werden, verspricht aber großen Erfolg.

Wassergeburt

Das warme Wasser soll entspannend wirken, da die Muskeln weniger verkrampfen können. Dadurch wird die Geburt positiv unterstützt.

Yoga

Auch Yogaübungen können zur Entspannung beitragen, probieren Sie es einfach aus!

Wenn Ihnen diese Methoden nicht helfen, können Sie auf eine PDA, Periduralanästhesie, zurückgreifen: Dabei meint man die örtliche Betäubung des Rückenmarks, wodurch die Gebärende keine Schmerzen mehr spürt, aber bei vollem Bewusstsein ist.

Eine PDA ist nicht in jedem Stadium der Geburt mehr möglich, am besten wird sie bei einer Muttermundöffnung von vier bis fünf Zentimeter gesetzt. Ist der Muttermund schon zu weit geöffnet, ist es leider zu spät, denn die Wirkung würde nicht mehr rechtzeitig einsetzen.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Welovefamily.

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