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21/04/2016 09:08 CEST | Aktualisiert 22/04/2017 07:12 CEST

Das Nötigste - und ein bisschen mehr: Hilfe bei der Flüchtlingsarbeit

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Da ist erst mal nichts, außer der schrecklichen Erfahrung von Flucht, Krieg, womöglich dem Verlust der Familie, und der Ungewissheit über die Zukunft. Wenn die Flucht in Deutschland endet, fangen die Menschen bei null an. Das heißt auch, erst einmal mit dem Nötigsten versorgt zu werden - einem Bett, einem Dach über dem Kopf, Kleidung, Nahrung. Darum kümmern sich die großen Hilfsorganisationen, die Willkommensinitiativen, die vielen Helfenden vor Ort. Und innatura hilft den Helfenden, zu helfen - mit fabrikneuen Sachspenden.

„Umleitung" für Sachspenden

Die gemeinnützige innatura gGmbH mit Sitz in Köln ist seit 2013 operativ tätig und vermittelt fabrikneue Sachspenden an soziale Organisationen und Einrichtungen. Über innatura erhalten soziale Organisationen und Einrichtungen planbaren Zugang zu fabrikneuen Produkten, und das zu sehr geringen Kosten. Denn innatura wirbt die Spenden direkt bei den Produzenten ein, lagert sie und vermittelt sie an die Einrichtungen weiter.

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Es handelt sich überwiegend um Waren, die nicht in den Handel kommen würden, weil sie leichte Mängel haben - also Fehlproduktionen, falsche Füllmengen, falsche bzw. nicht mehr gültige Etikettierung. Namhafte Hersteller stellen innatura diese Waren als Spenden zur Verfügung (statt sie zu entsorgen), und innatura leitet diese „um" an soziale Einrichtungen und Organisationen.

Mit vorhandenen Mitteln mehr Menschen helfen

Ob Wasch- und Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Bettwaren, Säuglingsprodukte, Spielwaren, Kleidung und vieles andere mehr - die Organisationen bestellen bedarfsgerecht und bequem wie in einem Onlineshop. Sie zahlen dabei nur einen Bruchteil dessen, was bei einem normalen Einkauf fällig würde, als Vermittlungsgebühr.

Diese benötigt innatura als Nonprofit-Unternehmen, um seine Verwaltungs- und Lagerkosten zu finanzieren. Die Helfenden können so ihre Budgets entlasten und die Gelder für andere sinnvollere Aktionen nutzen. Ein weiterer Vorteil: Sie müssen sich nicht selbst um die Einwerbung und Lagerung von Spenden kümmern, sondern können sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren.

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Mehr als 15 Prozent der Empfängerorganisationen von innatura arbeiten ausschließlich oder auch mit Geflüchteten - Tendenz steigend. innatura beliefert auch Willkommensinitiativen und kommunale Einrichtungen für Flüchtlinge und hilft so, mit den vorhandenen Mitteln möglichst vielen Menschen helfen zu können. Auch Hilfsorganisationen, die direkt mit Geflüchteten vor Ort oder auf der Flüchtlingsroute arbeiten (Syrien, Mazedonien, Lesbos, Calais), können bei innatura Produkte beziehen.

Deo, Kinderwagen, Fußballschuhe ...

Der Bedarf ist riesig - und es wird fast alles gebraucht. Körperpflegeartikel, Babybedarf, Bettwaren, Wasch- und Reinigungsmittel - sowohl in den Erstaufnahmeeinrichtungen als auch bei der Begleitung in die Folgeunterkünfte, wenn Möbel und Gegenstände für die Einrichtung der Wohnungen benötigt werden.

Und es wird noch vieles mehr benötigt. Nur einige Beispiele von vielen: innatura lieferte über 50 Paletten mit Baby- und Kinderbekleidung für die Kleiderkammern in Flüchtlingseinrichtungen, Weihnachtspakete für verschiedenste Willkommensinitiativen, Spielwaren und mehr für die Spiel- und Bastelecke im „Pavillon der Hoffnung", einem Begegnungszentrum für Flüchtlinge in Leipzig, mit Spielwaren, sowie 5.000 Meter Fleecestoff für die Flüchtlingshilfe in Mazedonien.

... und ein bisschen Freude

Auch zur Integrationsarbeit zum Beispiel von Sportvereinen trägt innatura bei - hier ist vor allem Sportkleidung gefragt, denn viele Vereine bieten unbegleitete n minderjährigen Flüchtlingen die Möglichkeit, gemeinsam Fußball zu spielen.

Oder machen ihnen auf andere Weise eine Freude: Der Aachener Verein Aix-la-sports verschenkte auf seiner Weihnachtsfeier Handtücher von innatura an junge Flüchtlinge, die an den Schwimmkursen des Vereins teilgenommen haben. Der Clou: Die Handtücher wurden mit den Initialen der Jugendlichen liebevoll bestickt und zusammen mit gefüllten Kulturtaschen überreicht.

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Für die Huffington Post Deutschland ist der 21. April ein besonderer Tag: Peter Maffay ist heute unser Chefredakteur. Er gibt Impulse, lässt Texte schreiben und führt Interviews.

Ein Schwerpunkt sind die vielen traumatisierten Flüchtlingskinder, die seit Monaten zu Tausenden in Deutschland ankommen.

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