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01/03/2015 08:02 CET | Aktualisiert 01/05/2015 07:12 CEST

Fehlt es Deutschland an Persönlichkeit(en)?

Thinkstock

Es herrscht Fachkräftemangel. Und so sucht Deutschland munter TopModel und SuperStar. Wo aber bleiben die TopManager?

In der transparenten Welt des Informationszeitalters fühlen wir uns abgeschmeckt vom Fehlverhalten Einzelner. Leider nehmen viele nun alle Manager in Sippenhaft. Das ist weder fair noch freundlich, doch der Fall. Wenn Vertrauen missbraucht wurde, wenn Mensch sich mit Manager nicht mehr sicher fühlt, dann haben wir - alle - ein Problem.

Dummerweise gilt gerade in Sachen Vertrauensverlust: Der einzige Weg hinaus, ist hindurch! Stellen Sie sich der Herausforderung, stellen Sie sich den Menschen, stellen Sie sich den Ansprüchen. Die Handlungsdevise lautet: Persönlichkeit statt Psychopath.

Lassen Sie die Menschen Ihre Substanz spüren. Haben Sie den Mut, Sie selbst zu sein. Niemand will mehr den typischen Managerklon: gleiche Kleidung, gleicher Haarschnitt, gleicher Singsang. Bitte: Es braucht echte Menschen im Management.

Woran man die erkennt? Was der Mensch verlangt? Wie Persönlichkeit sichtbar wird? - Hier sind die 7 Säulen der Macht ein hervorragendes Menschen-Maß. Die 7 Säulen der Macht bemächtigen in zwei Richtungen: Es geht darum, die eigene Macht zu entwickeln und gleichzeitig missbräuchlicher Macht anderer widerstehen zu können. Mit diesen sieben erfolgt Erfolg:

Standfestigkeit: Unerschütterlichkeit in schwierigen Situationen

Leidenschaft: Lust auf Leistung

Selbst-Kontrolle: sich selbst im Griff haben, um Personen und Situationen zu entschärfen

Liebe: mit Wohlwollen und Wertschätzung im Kontakt

Kommunikation: in jeder Lage verstehen und die richtigen Worte finden

Wissen, was Sie und Ihr Unternehmen weiter bringt

Ethik: mit Stil und Würde durch den Berufsalltag

In der ersten Säule der Macht, der Standfestigkeit, entwickeln Sie Ihr Vermögen, mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen zu stehen. Mit sicherem Stand wird man Sie nicht aus Ihrer Position verdrängen können. Ist Ihre Standfestigkeit stabil entwickelt, so kann Sie nichts mehr beleben, als die Macht der Leidenschaft.

Sie gibt Ihnen den Schwung, der Lust auf Leistung macht. Der Schwung der Leidenschaft wird in der nächsten Säule - Selbst-Kontrolle - koordiniert und kontrolliert. Das bedeutet nicht 'Deckel drauf', sondern Kraft und Impulse in die Bahnen zu lenken, die Ihnen und Ihrer Karriere förderlich sind. Selbst-Kontrolle: geistige und mentale, gibt Ihnen Macht über sich selbst.

Die Säule der Selbst-Kontrolle entwickelt die Fähigkeit zur so genannten 'social control', der sozialen Kontrolle. Leider sind viele Manager hier in der falschen Richtung tätig. Sie glauben nach außen kontrollieren zu müssen. So versuchen sie ihr Umfeld zu kontrollieren und nennen dies Management. Doch die Kontrolle muss sich nach innen richten. Soziale Kontrolle bedeutet, sich selbst innerhalb eines sozialen Umfeldes zu kontrollieren. Diese Selbstkontrolle ist die Voraussetzung, um sozial fähig zu sein. In der Säule der Selbstkontrolle entwickeln Sie also Ihre Gesellschaftsfähigkeit.

In der vierten Säule, der Säule der Liebe, präsentiert sich die Schnittstelle nach außen. Nun leben Sie die Kontaktfähigkeit, die sich aus den Qualitäten der drei vorangegangenen Säulen ergeben. Wesentliche Qualitäten, die es für Führungskräfte hier zu entwickeln gilt, sind Wertschätzung und Wohlwollen für ihre Mitarbeiter. Doch auch Individualität (die Liebe zu sich selbst), Loyalität (die liebende Beziehung) und Wahrheitsliebe gehören zum Machtpotential der Liebe. Nur wenn Sie sich selbst akzeptieren, können Sie Ihren Mitarbeitern entspannt und wohlwollend begegnen.

Ist bis hierhin alles gut etabliert, möchten Sie nun von anderen lernen. Sie möchten sich mitteilen über die Dinge, die Sie bewegen (Leidenschaft), für die Sie stehen (Standfestigkeit), die Sie hemmen (Selbst-Kontrolle) und voran treiben (Liebe). Nun teilen Sie in der fünften Säule der Macht, der Kommunikation Ihre innere Haltung mit anderen. Sie sind nun buchstäblich interaktiv, tauschen sich aus, und entwickeln sich weiter. Dieses Machtpotential ist ein einzigartiges Diagnostikum, um alles - wirklich alles - über den anderen zu erfahren. Warum?

Wissen ist Macht! Laut Faustregel beruhen 85% allen Fehlverhaltens auf mangelnder Information! Denn Wissen ist nicht einfach nur Information - es tritt in viererlei Gestalt auf. Fachwissen (Ihr Job), Intuition (Ihr Gespür), Weisheit (Ihre Erfahrungen) und Vision (Ihre Ziele) sind nicht nur berechtigte, sondern erfolgsnotwendig für den Führungsalltag.

Ihr Wissen nicht kontrollierend, sondern fördernd einzusetzen ist eine Frage der Ethik. Es geht schlicht darum, sich anständig zu verhalten. Das liest sich anstrengend, ist in erster Linie aber schützend, denn ein ethischer Handlungsmaßstab ist der beste Schutzschild gegen Manipulationen und Machtspiele. Sie erreichen mit dieser Qualität von Macht eine Immunität gegen Hackordnungen und Intrige.

Erfolg ist und bleibt personenbezogen. Wer die 7 Säulen der Macht für sich entwickelt hat, hat sich selbst entwickelt - von der Führungskraft zur Führungspersönlichkeit!


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