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11/12/2016 07:19 CET | Aktualisiert 12/12/2017 06:12 CET

Familiäre Führungskompetenzen - Das unterschätze Potential im Unternehmen? Teil 3

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Teil 3 (hier finden Sie den Teil 2 und Teil 1

Was können Chefs von ihren Frauen lernen?

Sie sind Führungskraft und bewältigen jeden Tag ein ganzes Bündel an diversen umfangreichen Aufgaben. Sie managen Ihr Unternehmen und haben „daneben", ob Ihrer Personalverantwortung, den großen Aufgabenbereich des Führens, Forderns und Förderns Ihrer Mitarbeiter. In Ihrer Familie beobachten Sie respektvoll, dass Ihre Frau ein ähnlich umfangreiches Aufgabenbündel trägt. Sie geht ihrem Beruf nach, „managt" den Haushalt und erzieht „nebenbei" Ihre Kinder. Sie erkennen das große Potenzial Ihrer Frau. Sie beobachten ihre emotionale und soziale Kompetenz, die in der Familie deutlich zum Tragen kommt. Und Sie überlegen ernsthaft, ob Sie sich nicht „von ihr eine Scheibe abschneiden können"?

Welche Verhaltensweisen Ihrer Frau können Sie als Chef auf Ihren Umgang mit Ihren Mitarbeitern übertragen?

Zur Verdeutlichung ein Beispiel:

1. Aktives Zuhören am ersten Adventswochenende

Die Familie sitzt im Advent lange beim Frühstück. Die Mutter fragt die Kinder, ob sie die Wunschzettel gemalt haben. Die Kinder, 4 und 6 Jahre alt, bringen die Bilder zum Tisch. Die Mutter lässt sich die Motive erklären. Sie macht sich Notizen, mit der Begründung, „mit dem Christkind zu sprechen". Die Kinder erläutern die Bilder: Ein Schloss mit Bewohnern, die (mit Kinderaugen gesehen) wunderschöne Kleider tragen. Ein Stoffhund; Er kann (nach Meinung der Kinder) „toll bellen". Die Mutter hört zu, lässt ihre Kinder ausreden, unterbricht sie nicht. Sie bewertet nichts, respektiert jeden Wunsch. Die Kinder sind „in ihrem Element". Die Mutter bedankt sich. Fertig mit dem Frühstück stürmen die Kinder in ihre Zimmer. Sie tun, als hätten sie alle Spielzeuge bereits geschenkt bekommen. Hoch motiviert erfinden sie Spiele mit aufregenden Dialogen. Ein harmonischer Sonntagmorgen mündet in einen Spaziergang der ganzen Familie - diesmal ohne das übliche Murren der Kinder.

Erkenntnis:

Der Vater hat seine Familie interessiert beobachtet. Obwohl - oder gerade weil - der Kontext ein so besonderer ist (Glaube an das Christkind, Wünsche) hat seine Frau eine besondere Atmosphäre geschaffen. Er ist beeindruckt und würde sich in seinem Unternehmensalltag gerne daran orientieren. Er überlegt, in welchem Kontext seine Fach-Kompetenz eher im Hintergrund steht, umso mehr jedoch seine „soft skills", wie zum Beispiel sein „Aktives Zuhören" gefragt sind. Besonders nachhaltig positiv erlebt er Situationen, in denen er sich für die Mitarbeiter Zeit nimmt, in denen es „menschelt". Momente, in denen er Mitarbeitern zuhört, ohne sie zu unterbrechen und / oder sogleich Ratschläge zu geben. Manchmal versteht er seine Mitarbeiter und deren Situation nicht, bewertet jedoch bewusst nicht und fragt stattdessen nach. Er erinnert sich nun darüber hinaus, Studien / Umfragen gelesen zu haben, die immer wieder belegen, dass Mitarbeiter es als besonders wertschätzend und motivierend empfinden, wenn der Chef die „Extra-Minute" für sie hat. Wenn die Atmosphäre im Unternehmen konstruktiv ist. Er überlegt, ob es „ein frommer Weihnachts-Wunsch" ist, sich in der Zukunft bewusster um seine Mitarbeiter zu kümmern; Achtsam die Stimmung im Unternehmen mitzugestalten. Er beschließt, seinen „Wunsch" in die Tat umzusetzen. Auf seine „To-do-Liste" für das neue (Unternehmens-)Jahr nimmt er auf: Aktives Zuhören, um mit konstruktiver Atmosphäre im Unternehmen gute Arbeitsergebnisse und Erfolg zu generieren.

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