BLOG
09/07/2016 09:41 CEST | Aktualisiert 10/07/2017 07:12 CEST

Yoga oder die Kunst des Lebens

Johner Images via Getty Images

2016-07-07-1467885730-9835658-ArtofLivingYogaKunstdesLebens.jpg

In Harmonie und Ausgeglichenheit zu leben, ist eine Kunst. Yoga lehrt, wie man diese Kunst lebt. Bild: Art of Living

Sein Leben in die Hand nehmen, Fäden ziehen (statt selbst "gezogen zu werden"), agieren und nicht reagieren: Wer wünscht sich das nicht?! In der Regel jedoch hat uns der Alltagsstress fest im Griff, und wir laufen fleißig mit im Hamsterrad, das wir täglich neu erschaffen.

Die gute Nachricht lautet: Wir können unser Leben in jedem Augenblick ändern. Ständig neue Herausforderungen und stressige Situationen kommen immer wieder. Dabei gesund zu bleiben und die Nerven zu bewahren, ist jedoch eine Kunst, die man lernen kann. Diese Kunst des Lebens heißt Yoga.

Ziel von Yoga ist es, mit dem Selbst eins zu werden, ganz zu werden. - Sri Sri Ravi Shankar, spiritueller Lehrer und Gründer von The Art of Living

Yoga leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet soviel, wie "sich mit sich selbst vereinen". D. h. Yogaübungen (Asanas) bringen Körper, Geist und Seele miteinander ins Gleichgewicht und helfen dabei, besser mit den Anforderungen und Problemen des Alltags zurechtzukommen. Yoga zu machen heißt auch, das Leben besser verstehen und sich selbst besser kennenlernen.

Die Technik kommt aus Indien und ist mehr als 5.000 Jahre alt. Die alten Weisen, die uns den Schatz des Yoga überlieferten, kann man vergleichen mit den heutigen Wissenschaftlern. Sie studierten kosmische Gesetze ebenso wie die Natur.

Während der Meditation enthüllten sich ihnen die Gesetze dieser Welt und der des Kosmos. Die alten indischen Schriften, die Veden, zeugen davon: Der Ursprung des Universums, die Auswirkungen der elementaren Kräfte, die Einheit von Materie und Energie, all diese Erkenntnisse werden heute von der modernen Wissenschaft bestätigt. Allen voran von der Quantenphysik.

Ein langes und gesundes Leben mit Yoga

Yoga als ganzheitliche Technik, bestehend aus Asanas, Atemübungen (Pranayamas), Sudarshan Kriya und Meditation, ist die Grundlage für einen gesunden Körper und einen friedvollen Geist.

Ein ruhiger Geist gibt uns die Kraft, jede Hürde zu nehmen und jede Herausforderung beherzt anzunehmen. Yoga verhilft zu einer positiven Lebenseinstellung, diese Einstellung zieht positive Situationen und Menschen an. Diese wiederum verstärken unsere eigene positive Energie.

Was diesen Kreislauf belebt, sind neben den genannten yogischen Übungen ehrenamtliches Engagement und eine vegetarische Ernährung. All das trägt zu einem entspannten Geist bei, wir haben unsere Emotionen unter Kontrolle und schaffen uns auf diese Weise ein harmonisches und friedvolles Leben.

Beispiele dafür, wie Stimmungstiefs mittels Yoga überwunden werden können, sind Atemübungen und Asanas, die speziell auf Rückwärtsbeugen und Brust öffnende Übungen ausgerichtet sind.

Um einen aufgewühlten Geist zu beruhigen, sind Asanas wirksam, bei denen die Ausatmung eine große Rolle spielt, wie zum Beispiel bei den Vorwärtsbeugen. Übungen, die Ein- und Ausatmung gleichermaßen betonen, schaffen körperliches Gleichgewicht und sorgen für emotionale Ausgeglichenheit.

2016-07-07-1467885957-5274174-ArtofLivingYogaKunstdesLebens2.jpg

Asanasa, wie die einbeinige Vorwärtsbeuge, bauen Stress ab und beruhigen den Geist. Bild: Art of Living

Folgende Atemtechniken und Asanas heben die Stimmung und steigern die Lebensfreude:

1. Nadi Shodhan Pranayama (Wechselatmung)

Die Wechselatmung beruhigt und zentriert den Geist. Sie baut Stress ab und hilft bei den meisten Durchblutungs- und Atemwegsstörungen.

2. Janu Shirshasana (einbeinige Vorwärtsbeuge)

Die einbeinige Vorwärtsbeuge lindert Angstgefühle und Stress. Sie massiert außerdem die Organe des Unterbauchs und trainiert den Schulterbereich.

3. Sarvangasana (Schulterstand)

Der Schulterstand löst Energieblockaden im Körper. Zudem stimuliert und normalisiert er die Funktion der Schilddrüse.

Bitte beachten: Frauen sollten während ihrer Periode auf Asanas, die über Kopf ausgeführt werden, verzichten.

4. Veerabhadrasana (Krieger)

Der Krieger verbessert das körperliche Gleichgewicht und erhöht die Ausdauer. Die Yogaübung ist sehr effektiv für Menschen, die vor allem im Sitzen oder am Schreibtisch arbeiten, da sie Stress im Schulterbereich abbaut.

5. Shishuasana (Kind)

Shishuasana sendet positive Signale an das sympathische und parasympathische Nervensystem und beruhigt es auf diese Weise. Das Kind ist außerdem eine sehr entspannende Yogaübung für den Rücken.

6. Shavasana (Totenstellung)

Mit Shavasana wird traditionellerweise jede Yogasession beendet. Die Yogaübung führt den Körper in einen tiefen meditativen Zustand und senkt so den Blutdruck, lindert Angstzustände und hilft bei Schlaflosigkeit.

Harmonie auf allen Ebenen mit Yoga

Yoga stellt das Gleichgewicht in allen Bereichen der menschlichen Existenz wieder her, d. h. auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Yogaübungen sorgen für eine Gewichtsverschiebung in verschiedenen Organen des Körpers, was wiederum sauerstoffreiches Blut in diese Organe pumpt und Giftstoffe abtransportiert.

Asanas und Atemübungen regen Blutkreislauf, Verdauungs- und lymphatisches System an und sorgen so dafür, dass der Körper Toxine besser ausschwemmen kann.

Die alte Technik des Yoga fördert die Ausdauer, steigert das Energieniveau, hält den Körper in Form und sorgt für gute Laune. Während ein besseres inneres Gleichgewicht das Immunsystem stärkt und uns damit eine Vielzahl an Krankheiten erspart, sind Menschen, die regelmäßig Yoga praktizieren, nachgewiesenermaßen produktiver und effizienter bei der Arbeit.

Qualitativ hochwertigere Arbeit ist das Ergebnis, was wiederum zu mehr Zufriedenheit führt. Ein Kreislauf, der sich selbst immer wieder bestätigt.

Hinweis: Yoga ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Bei Beschwerden immer erst medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und Rücksprache mit einem professionellen Yogalehrer halten.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-09-1468043190-9784650-2016060214648668675342179HUFFPOST3.jpgHier geht es zum Umfrage.

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Auch auf HuffPost:

Lesenswert: