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18/04/2016 08:02 CEST | Aktualisiert 19/04/2017 07:12 CEST

Meditation ist IN

Klaus Vedfelt via Getty Images

In diesem Jahr sollte jeder meditieren. So die Worte des Friedensbotschafters und spirituellen Lehrers Sri Sri Ravi Shankar zum Beginn des vedischen Neujahrs am 8. April 2016.

In einer Zeit, da Stress und Hektik unser Leben bestimmen und Krankheiten, wie Depressionen und Angststörungen, laut Weltgesundheitsorganisation fast ein Zehntel der Weltbevölkerung betreffen, gewinnen seine Worte umso mehr an Gewicht.

Denn Meditation baut nicht nur Stress ab und beruhigt den Geist. Meditation in Kombination mit bestimmten Atemtechniken, wie zum Beispiel der Sudarshan Kriya, hilft auch nachweislich dabei, das Ausmaß klinischer Depressionen zu senken.

Meditation in der Forschung

So widmet sich nun auch die Forschung immer intensiver einer jahrtausendealten Technik, deren Potenzial in puncto gesundheitlicher und geistiger Fitness noch lange nicht zutage gefördert ist.

Was leistet Meditation, kombiniert mit speziellen Atemtechniken, genau?

  • Sie reduziert den Stresslevel auf signifikante Weise, da sie die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol im Körper senkt.
  • Sie stärkt das Immunsystem.
  • Sie verschafft Linderung bei Angstzuständen und Depressionen.
  • Sie verbessert die Hirnfunktion (= Schärfen des gedanklichen Fokus und schnellere Genesung bei Stress).
  • Sie verbessert und stärkt Gesundheit, Wohlbefinden und innere Ruhe.

Auch das Stichwort Work-Life-Balance spielt hier eine wesentliche Rolle. So bieten immer mehr Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, ihren Mitarbeitern diverse Gesundheitsprogramme an.

Ganz oben auf der Liste steht dabei stets die alte indische Technik des Yoga, zu der auch die Meditation zählt. Diese Maßnahmen dienen neben der gesundheitlichen Prophylaxe der Verringerung von Stress und der Vermeidung von Burn-out.

Meditation is the fashion of the 21st century

Doch auch jenseits der Forschung haben mittlerweile Millionen von Menschen erkannt, dass Meditation ihre Lebensqualität erhöht. Meditation is the fashion of the 21st century, wie Sri Sri Ravi Shankar bei einem Vortrag im November 2015 in Hamburg betonte.

Bei einer Technik, die jeder leicht erlernen kann und die auf simple Weise und mit geringem täglichem Zeitaufwand nachhaltig Stress reduziert, ist das auch nicht verwunderlich.

Auch immer mehr berühmte Persönlichkeiten meditieren. Meditation ist IN.Arianna Huffington und Melinda Gates sind hier nur zwei tragende Beispiele.

Meditation stärkt den Weltfrieden

Last but not least, kann Meditation Großes zum Erhalt des Weltfriedens beitragen. Als Beispiel seien hier die Friedensverhandlungen Sri Sri Ravi Shankars mit der kolumbianischen Rebellengruppe FARC im Juni 2015 genannt.

Meditation spielte bei den Gesprächen eine wesentliche Rolle. Ergebnis ist ein Waffenstillstand, den die FARC im Anschluss an die Verhandlungen bei einer Pressekonferenz erklärte.

Auch das World Culture Festival, das die Organisation "The Art of Living" anlässlich ihres 35. Jubiläums im März in Neu-Delhi/Indien veranstaltete, hat gezeigt, was Meditation bewirken kann.

Mehr als 3,5 Millionen Menschen kamen zu einer Friedensmeditation zusammen, deren Auswirkung man nur im Ansatz erahnt.

Denn bedenkt man Experimente, bei denen „nurmehr" 1.000 Menschen für den Weltfrieden meditierten, wobei während des Meditationszeitraums beispielsweise im Libanonkrieg Anfang der 1980er Jahre nachweislich weniger Kriegstote zu beklagen waren, welchen Einfluss muss dann eine Meditation haben, an der mehrere Millionen Menschen beteiligt sind?!

Meditation - die Kunst des Nichtstuns

Meditation hilft also auf vielerlei Ebenen und hat als einfache „Anti-Stress-Technik" eine Tiefenwirkung, die wir nur im Ansatz erahnen.

Meditation öffnet uns den Zugang zu unserem Potenzial. Sie steigert unseren Energielevel, erhöht unseren Grad an Bewusstheit und bringt mehr Klarheit in unser Leben.

Dabei ist Meditation im Grunde nicht mehr als die Kunst des Nichtstuns, wie Sri Sri Ravi Shankar immer wieder betont. Lassen wir los, dann passiert Meditation. Eben genauso, wie wir nur dann Schlaf finden, wenn wir loslassen.

Wollen wir unbedingt einschlafen, dann funktioniert das nicht. So dienen auch die körperlichen Yogaübungen und die Atemtechniken dem Zweck, den Geist zu entspannen und in die Meditation zu gleiten.

Ihre volle Wirkung jedoch entfaltet die Meditation dann, wenn wir sie von einem spirituellen Lehrer vermittelt bekommen. Das ist wie in der Schule auch: Hier lernen wir mehr und besser von jemandem, der weiß, wovon er spricht.

In diesem Sinne gutes Entspannen mit Meditation, Yoga und mehr!

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