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03/07/2015 08:15 CEST | Aktualisiert 03/07/2016 07:12 CEST

Atem ist Leben: So entspannen Sie mit Yoga

2015-07-02-1435836792-8196261-artoflivingatempranayamaleben.jpg „Der Geist ist vergleichbar mit einem Drachen, und der Atem ist die Drachenschnur. Je länger die Drachenschnur, desto höher kann der Drachen steigen. Der Atem ist die Verbindung zwischen der inneren Welt der Stille und der äußeren Welt des Handelns," sagt der spirituelle Lehrer Sri Sri Ravi Shankar.

Und er muss es wissen, denn seit über 30 Jahren bereist der Begründer der NGO The Art of Living die Welt und vermittelt Menschen die Bedeutung des Atems. Auf ihn geht auch die Sudarshan Kriya, eine kraftvolle, meditative Atemtechnik zurück, die bereits Millionen von Menschen rund um den Globus zu mehr Gesundheit und Lebensfreude verholfen hat.

Der Atem ist also unser treuester Begleiter. Ohne ihn könnten wir nicht existieren, und doch schenken wir ihm in der Regel kaum Beachtung. Rückt der Atem jedoch mehr ins Zentrum unseres bewussten Handelns, dann sind wir dazu in der Lage, sowohl unsere Gefühle zu kontrollieren und also auch den Zustand unseres Geistes positiv zu beeinflussen.

Fangen wir bei Stunde Null an: Wir kommen auf die Welt. Unsere erste Amtshandlung? Klar, wir atmen ein und schreien aus vollem Hals. Der letzte Akt unseres Daseins auf Erden? Wir atmen aus, und andere weinen um uns. In der Spanne dazwischen atmen wir beständig ein und aus und werden uns dessen nur bewusst, wenn wir uns beispielsweise beim Sport verausgaben oder von Krankheiten betroffen sind, die das Atemholen erschweren.

"Atmen kann ich schon" werden die meisten sagen, wenn es darum geht, zum Beispiel mal ein Atemseminar zu besuchen, wie das Happiness Programm von Art of Living eines ist. Und doch: Mittels gezielter Atemübungen (Pranayamas) regulieren wir unseren Atemfluss und lösen Blockaden in unseren feinen Energiekanälen (Nadis). Ein gesunder Geist und Körper sind die Folge.

Welche Rolle spielt also der Atem im Yoga? Atemübungen sind wesentlicher Bestandteil yogischer Praxis, denn sie verhelfen dazu, im Moment zu sein, Stress abzubauen und den Geist zu entspannen.

Der Atem bestimmt unseren Geisteszustand

Unser Atem ist also unser bester Freund, denn er gibt uns stets zu verstehen, welche Gefühle wir in jedem Moment durchlaufen. So geht unser Atem beispielsweise sehr schnell, wenn wir wütend sind. Sind wir ruhig, dann ist es auch unser Atem. Das zeigt, dass der Atem nicht nur mit dem Körper verbunden ist, sondern auch mit unserem Geist.

Genauer gesagt, ist er das Bindeglied zwischen Körper und Geist, mit dessen Hilfe wir unsere Gefühle beeinflussen können. Wir alle wollen glücklich und zufrieden sein, also einen gelassenen Geisteszustand genießen. Hier helfen Pranayamas. Achten wir mithilfe von Atemübungen auf unseren Atem, dann versetzen wir unseren Geist in einen positiven Zustand, weil wir über die Übungen die Lebenskraft in unserem System regulieren und stärken.

Eine solche Atemübung ist zum Beispiel die Wechselatmung, auch Nadi Shodhan Pranayama genannt. Diese Atemübung reinigt in besonderem Maße die feinen Energiekanäle, sie beruhigt die Nerven, entspannt und stärkt den Geist.

Was bedeutet "Pranayama" konkret? "Prana" steht für die Lebensenergie oder den Atem, "Yama" für das regulierende oder ein Muster unterbrechendes Moment. So sind Pranayamas also nichts anderes, als Übungen, die das normale Atemmuster durchbrechen. Auf diese Weise widmen wir uns unserem Atem ganz bewusst und damit auch der Gesundheit unseres Körpers und Geistes.

Denn das Atemmuster konkret zu durchbrechen, bedeutet, dem Körper mehr Lebensenergie zuzuführen, durch die verstärkte Nutzung unseres Lungenvolumens mehr Toxine aus dem Körper auszuschwemmen und damit letztlich auch, Stress abzubauen. Ist der Pranafluss in unserem Körper hoch, dann sind wir voller Energie und Lebenslust. Ist der Pranalevel jedoch niedrig, dann fühlen wir uns unsicher und gestresst.

Bewusstes Atmen entspannt auch bei schwierigen Asanas

2015-07-02-1435836872-2726187-artoflivingatempranayamalebenyoga.jpg Können Sie sich vorstellen, in der Yogaübung (Asana) des Boots (Naukasana) oder der Supermanstellung (Viparita Shalabhasana) zu entspannen? Nicht vorstellbar? Und doch, es geht! Sind wir bei den Yogaübungen ganz bei unserem Atem, dann entspannt der Geist, was wiederum zu größerer Entspannung während der Yogaübungen selbst führt. Wir lenken auf diese Weise die Aufmerksamkeit vom Unbehagen, die wir bei einer Yogaübung verspüren mögen, hin zur Entspannung. Probieren Sie 's aus!

Ein weiterer Vorteil des bewussten Atmens während der Yogaübungen ist der, dass Sie den Geist in den Augenblick zurückholen. Denn dieser neigt dazu, auf Gedankenreisen zu gehen, während Sie Ihren Körper trainieren. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit also auf den Atem, dann sind Sie zu 100 % an der Stelle, an der gerade die Dehnung stattfindet.

Somit geben Sie auch 100 % in die Übung selbst und Sie profitieren doppelt: Je mehr Sie sich bewusst auf die Dehnung konzentrieren und in die Übung „hineinatmen", umso größer ist im Anschluss auch die Entspannung für Körper und Geist. Art of Living Yoga zeigt Ihnen, wie `s geht. Und noch ein Tipp: Lächeln Sie während Ihrer Yogaübungen. Nicht zuletzt die Gesichtsmuskeln danken es Ihnen, denn so haben sie weniger zu tun!

Und so funktioniert sie, die Koordination von Atem und Asana

Atmen Sie ein, wann immer Sie im Brustbereich ein Gefühl der Ausdehnung wahrnehmen. Beispielsweise dann, wenn Sie Ihre Arme nach oben strecken oder Sie sich nach hinten beugen. Atmen Sie aus, wenn Sie ein Gefühl der Kontraktion im Unterbauch spüren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie sich nach vorne und unten beugen oder Ihre Wirbelsäule drehen.

Atmen Sie aus, wenn Sie aus einer Yogaübung herauskommen und in die Ausgangsposition zurückkehren.

Halten Sie den Atem nur dann an, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Den Atem unbewusst anzuhalten, assoziiert Ihr System mit übermäßiger Anstrengung während der Übung.

Das Glück liegt in uns selbst, der Atem öffnet uns die Tür.


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