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13/12/2016 15:36 CET | Aktualisiert 14/12/2017 06:12 CET

Wahlkampf 2017: Wie Merkel noch zu verhindern ist!

Fabrizio Bensch / Reuters

Deutschland, Ende 2016: Die Kosten für die sogenannten Willkommenspolitik werden offensichtlich. Deutschland ist in Europa isoliert wie seit 1949 nicht mehr, die Sozialkassen ächzen unter der Last der Migrantenversorgung, die Sicherheit im öffentlichen Raum hat dramatisch abgenommen, mindestens gefühlt.

Laut ARD-Deutschlandtrend würden nur 43% Kanzlerin Merkel direkt wählen, wenn die SPD einen passablen Kandidaten bieten könnte. Ihre derzeit in den Medien dargestellte Beliebtheit speist sich daher wohl aus dem "linken Lager" und dem allgemein schwachen Personaltableau in der etablierten deutschen Politik. Ihr kaum vorhandenes Charisma ist es jedenfalls eher nicht.

Auf immerhin ca. 35% werden CDU/CSU gemeinsam geschätzt. Ein herber Verlust zu 2013, aber bei einer 15% starken AfD wird es keine Regierung ohne die CDU geben.

Wer Merkel also nicht will und kein Linksradikaler ist, der kann derzeit nur mit einer Stimme für die AfD sein Missfallen dokumentieren, denn auch die FDP würde sie unterstützen.

Aus verschiedenen Gründen ist die AfD aber für viele der bisherigen CDU und FDP-Wähler unattraktiv, und so wird es auch bleiben. Diese Wähler werden daher grummelnd doch CDU wählen oder gar zuhause bleiben.

Die CDU mit einer neuen Partei weiter schwächen!

Eine Stimmenmehrheit jenseits des Linksblocks aus Rot-Rot-Grün ist bei der Bundestagswahl 2017 sehr wahrscheinlich, aber Kanzlerin Merkel wird weiter mit den Linken aus der SPD oder gar den Grünen gemeinsame Sache machen.

Wer wertkonservativ und wirtschaftsliberal denkt, der sollte daher die AfD nicht verteufeln, sondern vielmehr eine Zusammenarbeit mit ihr anstreben. Egal, ob er noch in der Union Mitglied ist oder sie schon entnervt verlassen hat. Die von Merkel nachhaltig sozialdemokratisierte CDU muss weiter geschwächt werden.

Sie kann mittelfristig noch die SPD weiter kannibalisieren, der AfD jedoch hat sie aber nichts mehr entgegenzusetzen. Damit in Deutschland wieder bürgerlich-konservativ regiert werden werden kann, müssen die von Merkel enttäuschten Konservativen und Marktliberalen, denen die AfD wahlweise zu deutschnational, zu polemisch oder zu sozialromantisch geworden ist, abgeholt werden.

Und so werden sich auch die abtrünnigen Ex-AfDler um Bernd Lucke und ihre neugewonnen Mitstreiter der Liberal-Konservativen Refomer (LKR) entscheiden müssen: Verteufeln sie die AfD, oder distanzieren sie sich klar von Merkel und ihren Helfershelfern? Werden sie dem Merkel-Block zugeordnet, sind sie überflüssig.

Distanzieren sie sich klar vom Merkel-Block, begeben sie sich in das "AfD-Lager" und müssten folgerichtig im Grundsatz für eine Zusammenarbeit offen sein. Denn nur mit einer "berührbaren" AfD ist eine vierte Amtszeit Merkels noch zu verhindern.

Idealerweise wird die CDU so schwach, dass sie ohne CSU weder mit SPD noch mit den Grünen eine Regierung bilden könnte. So stark kann die AfD die CDU aber allein (noch) nicht schwächen.

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