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05/04/2016 17:30 CEST | Aktualisiert 06/04/2017 07:12 CEST

Wir brauchen keine Digitalkunde!

Im Netz wird ein Beitrag von Stephan Noller viel beachtet. Dieses trägt die Überschrift "Wir brauchen Digitalkunde ab der ersten Klasse" und ist in der Zeit erschienen.

Ich wollte heute eine Lanze brechen für einzelne Schulen, die dieses erkannt haben. Meine Tochter (13 Jahre alt) ist in einer "Laptop Klasse":

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Das bedeutet: Der Rucksack ist immer gefüllt mit Collegeblock und Laptop. Dieser ist ständiger Begleiter und wird in jedem Fach verwendet (vielleicht außer Sport). Die Verwendung ist dabei nicht zentral, sondern immer anbei: Mal wird gegooglet, mal was nachgeschlagen und gesucht, in Mathe werden Apps verwendet. Ein selbstgestricktes Intranet hilft dabei, Materialien

So finde ich den Ansatz richtig: Die Kinderchen müssen nicht programmieren lernen, aber der Umgang mit digitalen Medien ist unumgänglich. Wir brauchen kein Fach Digitalkunde sondern die Digitalisierung muss als Bestandteil des Lebens verstanden werden.

So, wie die Schule meiner Tochter es macht, finde ich es gut: Nicht Medienkompetenz gebündelt in einem Fach vermitteln zu wollen, sondern den Umgang mit der digitalen Welt als generelles Werkzeug verstehen. Und das Beispiel zeigt auch: Es geht! Schnell trifft man auf genervte Lehrer, die ihren Bildungsauftrag ausschließlich formal sehen. Ansteigende und ändernde Forderungen sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und es sind alle Bereiche betroffen, auch die Schulen.

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