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09/04/2016 13:16 CEST | Aktualisiert 10/04/2017 07:12 CEST

Regulation als Schutz vor Digitalisierung?

Blend Images - Colin Anderson via Getty Images

Es gibt viele Gründe, sich gegen die Digitalisierung zu sperren. "Es lief bis jetzt ja ganz gut" ist eine typische Haltung. Eine gute Auflistung hierzu las ich letztens im Focus Online.

Einige Branchen machen sich hierbei die Regularien zu nutzen. Bestes Beispiel sind die Banken: Ein Wust an Vorschriften und Regularien bietet Verbrauchern Schutz. Und aus gutem Grund: Wenn jeder Kredite oder Geld annehmen könnte, wäre Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

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Auch das Taxigewerbe versus Uber ist so ein Beispiel. Und den Betreibern ist auch kein Vorwurf zu machen: Vorhandene Regularien nicht auszunutzen, wäre betriebswirtschaftlich mindestens fahrlässig.

Wenn man sich die gesamte Weltkarte der angebotenen Dienstleistungen anschaut, so kann man erkennen, dass dieser vermeintliche Schutz nur eine Schonfrist darstellt. Am Beispiel der sozialen Netze kann man das gut erkennen: Das deutsche StudiVZ, einst hochgelobt, hatte gegen Facebook keine Chance und auch der deutsche Businessanbieter XING ist im Weltmarkt nur ein Nieschenbetreiber.

FinTech Unternehmen stehen zum Start bereit, Uber hat ein fertiges Geschäftsmodell. Die klassischen Anbieter von Dienstleistungen können sich über einen Zeitraum sicherlich retten. Langfristig werden diese Regularien entweder durch internationales Geschäft ausgehöhlt, oder schlichtweg einfach auch erfüllt. Die Geschichte um PayPal und Elon Musk zeigt es wieder deutlich: Zahlungsverkehr, als defizitiär von Banken verschmäht, bildete die finanzielle Grundlage, um heute einem Milliardenkonzern Gewinne zu bescheren. Und das in einer Höhe, dass nebenbei noch mit Tesla ein Auto "abfällt".

Schonfristen zu nutzen, ist kein Drama. Aber man sollte sich auch dessen bewusst sein, dass man nur eine Schonfrist hat. Geschäftsmodelle gehören auf den Prüfstand. Dabei ist die Aufgabe keinesfalls die der IT doer einzelnen Abteilungen, sondern des Vorstands oder sogar des Aufsichtsrat.

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