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08/01/2016 04:01 CET | Aktualisiert 08/01/2017 06:12 CET

5 gute Vorsätze, die besser als Diät sind

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Was haben wir uns für das neue Jahr nicht alles vorgenommen: Mehr Sport treiben, gesünder ernähren, einige der Weihnachtskilos wieder runter bekommen, damit die Hose im neuen Jahr noch passt, öfter das Auto stehen lassen (der Umwelt zuliebe), weniger heizen, kürzer duschen (Wasser ist knapp) und dann noch Spaß dabei haben und ein erfülltes Leben genießen - genau!

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Weil ich Realistin bin und gleichzeitig vom Ehrgeiz getrieben werde, habe ich das ganze mal durchkalkuliert, um zu sehen, wie ich das alles in meinem Alltag unterkriege. Es dürfte niemanden überraschen, dass ich zu dem Schluss gekommen bin, wir sollten die Wochentage um je 5 Stunden verlängern. Mein Antrag liegt der Weltpräsidentin bereits vor, aber erfahrungsgemäß antwortet sie nicht oder nur sehr spät.

In der Zwischenzeit analysierte ich meine Ziele und kam zu dem Ergebnis, dass ich eigentlich nur das möchte: Mich fit und gesund fühlen und nachhaltiger leben, ohne mich zu quälen. Noch jemand? Das dachte ich mir. Das Ganze geht zum Glück einfacher, als sich 21 Stunden täglich zu zügeln. Wer klug ist, schaut sich die Fakten an und nimmt die Abkürzung.

1. Um wirklich gesünder zu leben, ersetzen Sie dieses eine Lebensmittel

Ich droppe jetzt mal ein paar Fakten, und Sie können sich überlegen, was Sie damit anfangen möchten:

Rotes Fleisch wird als hochgradig krebserregend eingestuft.

  • Die Weltgesundheitsorganisation hat 2015 rotes Fleisch als hochgradig krebserregend eingestuft. Es gilt damit als genau so gesundheitsschädigend wie Arsen oder Asbest.
  • Zur Produktion von einem Pfund Rindfleisch werden 7.700 Liter Frischwasser benötigt. Das entspricht 20 Mal duschen. Es werden 20 qm wertvolles Land verbraucht (Land Grabbing, Regenwaldrohdung, klingelt's?). Laut UN-Weltagrarbericht beansprucht die Nutztierhaltung heute 70% aller Äcker und Weideflächen. Ein Pfund Rindfleisch belastet die Luft so sehr wie 120 km Auto fahren. So viel kann ich gar nicht laufen.
  • Das GQ Magazine kürte als besten Burger 2015 den Superiority Burger aus NYC. Der Burger enthält kein Fleisch. Es gibt noch mehr gute Argumente, aber diesen finde ich hinreichend überzeugend.

2. Die Meere sind bis 2050 leergefischt. Außer..

Ich zitiere hier mal Boris Worm, Leiter der ersten globalen Studie über das Artensterben der Meere: "Überall zeigt sich das gleiche Bild. Mit den Arten geht die Produktivität und die Stabilität ganzer Ökosysteme verloren. Ich war schockiert und verstört darüber, wie eindeutig diese Trends sind. Das ist schlimmer als alles, was wir erwartet hatten."

Die meisten Speisefische werden mittlerweile übrigens gar nicht mehr im Meer gefangen, weil da nicht mehr viel zu holen ist, sondern stammen aus "Zuchten", was nichts anderes ist als Massentierhaltung im Meer, in der tausende Fische in ihrem eigenen Kot schwimmen. Das Bundesumweltministerium warnt außerdem vor PCB und Quecksilberbelastung bei Fischen. Ich lass' sie lieber schwimmen.

3. Fit ohne Sport. Ganz easy.

Ich glaube, die gesamte Fitnessstudio-Industrie existiert nur, weil sich jeden Januar genug Motivierte (=Blöde) finden, die sich dort anmelden, einen Umkleide-Kabinen-Selfie schießen und dann zwei mal in die Sauna gehen. Von mir gibt es auch so ein Selfie.

Bewegung im Alltag sollte man nicht unterschätzen. Jede Stufe zählt.

Ich steige jetzt Treppen am Bahnhof, laufe eine Station, statt die Tram zu nehmen und sprinte jeden morgen zur S-Bahn, weil diese notorisch zu früh zu kommen scheint. Das ist aber auch Sport und erfordert keine Beitragszahlung (wobei das BVG-Abo auch nicht ohne ist). Bewegung im Alltag sollte man nicht unterschätzen. Jede Stufe zählt. Ein Trittzähler hilft bei der Motivation.

4. Naschen Sie mehr. Es macht glücklich.

Wie jede gute Nachricht, hat auch diese selbstverständlich einen Haken. Ich meine nämlich nicht: Naschen Sie mehr hochgradig verarbeitete Zuckerprodukte mit gesättigten Fettsäuren.

Ich meine: mehr Nüsse, mehr Obst, mehr Hülsenfrüchte, nur eben als Schokolade, Eiskrem oder Pudding verpackt. Okay, das klingt vielleicht erst mal gar nicht so überzeugend und womöglich auch etwas kompliziert, aber zufällig weiß ich, dass es das nicht ist. Das bringt mich zu meinem letzten Vorsatz...

5. Fragen Sie doch einfach Eva.

Eva von Love Veg hat die Antworten auf alle Fragen, die jetzt aufgekommen sein sollten und hilft jedem behutsam, mit Erfolg ins neue Jahr zu starten. Ihre praktischen Tipps sind Gold wert. Und: sie erhebt nie den Zeigefinger, wenn das mit der Umsetzung doch einmal ein bisschen länger dauert.

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Ich wünsche allen viel Erfolg und ein gesünderes, fitteres, nachhaltigeres 2016.

PS: Falls sich die Weltpräsidentin meldet, sag ich ihr, es hat sich erledigt. Wir sind jetzt schon bei Love Veg.

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