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23/01/2017 10:36 CET | Aktualisiert 24/01/2018 06:12 CET

Wer wirklich Erfolg im Leben haben will, sollte eine Sache immer vermeiden

Morsa Images via Getty Images

Gott genießt Ansehen, weil er sich rar macht. Er hat den perfektesten Auftritt. Auch Al Capone zu treffen, zum Beispiel, war zu seinen Lebzeiten fast unmöglich. Weniger bedeutende Personen wie wir kommen mit dieser Taktik nicht durch. Denken wir. Stimmt aber nicht.

Wir zeigen uns, und wir werden wichtiger, Aber so einfach ist das nicht, Das ständige Sichzeigen erhöht den Wert nur bedingt! Das Social-Media- Rauschen, das wir alle verstärken, hat ein großen Nachteil: Wenn alle häufig vorkommen, hat der Einzelne kaum noch einen Vorteil.

Heisst für Sie: Sie können immer schwerer herausstechen. Sich entziehen fällt schwer, weil unser authentischer Reflex zur Äußerung neigt: „Das zeige ich dem aber gleich, da antworte ich sofort." Halten Sie den Reflex im Zaum, es lohnt sich.

Wenn Qualität in Quantität umschwingt

Wir glauben, der gelungene Auftritt verlange nach Wiederholung. Wir wollen mehr davon, wenn es klappt.

Aber Qualität schlägt schnell um in Quantität: Wer eben noch gefragt war, den kann man jetzt schon nicht mehr sehen. Je mehr Sie also die Frequenz Ihres Erscheinens steuern, desto mehr Wirkung erzielen Sie.

Zeigen Sie sich nicht zu oft und gehen Sie um Gottes Willen nicht überall hin. Versuchen Sie das Umgekehrte: So richtig gewinnen nur die, die sich entziehen. Oder die wenig oder nichts sagen. Eine Regel ist hilfreich: Wenn Sie etwas zu sagen bekommen, schweigen Sie. Bleiben Sie in Deckung.

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Es war immer schon eine probate Taktik, die anderen kommen zu lassen. Jede noch so kleine Verhandlung ist ein Beleg dafür.

Die Nicht-Sendung jeglicher Nachricht schafft Macht. Nutzen Sie das! Ein anderes Beispiel sind Fotos. Überlegen Sie sich gut, wo Sie fotografiert werden wollen, mit wem Sie auf einem Foto sind und wo es erscheint.

Heute ist ein Foto erst ein richtiges Foto, wenn es wenigstens einmal gepostet worden ist. Von den allermeisten Fotos wissen wir aber auch, dass sie überhaupt nicht hätten erscheinen geschweige denn aufgenommen werden sollen.

Ich war nie auf LinkedIn

Ich weiß, wovon ich spreche: Es gibt drei Fotos von mir, die ich gern im Netz sehen will, und es gibt deutlich mehr, die im Netz sind. Ich war niemals auf LinkedIn und etwa neun Tage auf Xing.

Ich hatte sechs Freunde oder Interessenten: drei, die ich eigentlich nie mehr sehen wollte, und drei Klienten. Soziale Netze offenbaren, was man gerade nicht zeigen will. Gehen Sie da raus, wenn Sie was zu sagen haben.

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Wir könnten zum Beispiel aus Märchen lernen. Nur wer die drei Drachen tötet oder wer die sieben Rätsel löst, bekommt den Wunsch erfüllt. Machen Sie es ebenso. Nur wer diese oder jene Aufgabe löst, darf mit Ihnen sprechen, nur wer zum auserwählten Kreis gehört, darf Sie sehen.

So haben Sie eine Begründung für jedes Nicht-Erscheinen, für die anderen und für Sie selbst. Im Ernst: Geizen Sie mit Bild und Auftritt. Schalten Sie etwas zwischen sich und die Welt. Machen Sie sich rar.

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