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13/12/2015 07:14 CET | Aktualisiert 13/12/2016 06:12 CET

Stuttgart, wie geht es dir?

THOMAS KIENZLE via Getty Images

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Der Stadt Stuttgart geht es gut, auch finanziell. Hatte die Stadt Stuttgart Mitte der neunziger Jahre noch deutlich über eine Milliarde Schulden angehäuft, ist sie aktuell schuldenfrei. Daimler, Porsche, Bosch und unzählige mittelständische Unternehmen trugen zu diesem Erfolg bei.

Die Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2016 und 2017 stehen dagegen unter keinem guten Stern. Neben den notwendigen Mehrausgaben für die mittlerweile rund 7.500 Flüchtlinge in der Stadt wird sich in der Automobilstadt Stuttgart auch die VW-Krise bemerkbar machen.

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40 Millionen Euro werden der Stadt in den nächsten beiden Jahren fehlen

Die Firma Porsche, der wichtigste Gewerbesteuerzahler der Stadt, ist Teil des VW-Konzerns. Über 40 Millionen Euro werden der Stadt deshalb voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren fehlen; zudem ist aufgrund der Flüchtlingszuweisungen und der steigenden Zahl bleibeberechtigter Flüchtlinge mit nochmals höheren Kosten für die Flüchtlingsunterbringung zu rechnen.

Die schwarz-grüne Mehrheit im Gemeinderat wird den Rotstift ansetzen müssen, damit der Haushalt trotz wieder deutlich steigender Schulden genehmigungsfähig bleibt. Eigentlich dringend benötigte Neueinstellungen in der Stadtverwaltung und so manches Projekt im Bereich Kultur und Sport werden dem Sparkurs zum Opfer fallen. Bis zum Jahr 2020 wird die Stadt möglicherweise neue Kredite über 500 Millionen Euro aufnehmen müssen. Keine guten Aussichten.

"Deutlich weniger Gewerbesteuer": Jammer-Brief des Bürgermeisters zeigt, wie sehr Wolfsburg am VW-Tropf hängt

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