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19/12/2015 10:57 CET | Aktualisiert 19/12/2016 06:12 CET

Erste (britische) Weihnachten in Deutschland

Immer wieder werde ich in Deutschland während der Vorweihnachtszeit gefragt: "Vermissen Sie an Weihnachten Ihre Heimat besonders?" Und meine Antwort ist: „Nein, denn wir bringen unsere Heimat mit hierher. Das ist in Berlin auch einfacher, als es in Peking war - mein vorheriger Posten. Meine Familie und ich freuen uns auf unser erstes Weihnachtsfest in Deutschland."

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Zunächst einmal wird die ganze Familie da sein - alle unsere vier Kinder kommen nach Deutschland. Wir haben unseren Baumschmuck mitgebracht: glitzernde Big Bens, Rote Londoner Busse und Union Jack Kugeln.

Dann halten wir unsere Weihnachtstraditionen ein: Ausschlafen am Christmas Day (dem ersten Weihnachtsfeiertag), dann einen Brunch mit Lachs, Rührei und Champagner, der bis zum Abend vorhält, wenn wir einen Christmas Roast, also einen Weihnachtsbraten, essen.

Meine Frau und ich verstecken die Geschenke unserer inzwischen erwachsenen Kinder immer noch heimlich nachts in den Strümpfen, und die Kinder tun so, als ob sie schlafen und sind am Weihnachtstag dann ganz überrascht. Die Magie von Weihnachten, dem Fest des Lebens in der Mitte des Winters, stirbt nie - auch wenn man älter wird.

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Viele Weihnachtstraditionen hat Großbritannien aus Deutschland übernommen, wie das Aufstellen von Weihnachtsbäumen. Diesen Brauch hat Prinz Albert, der deutsche Ehemann von Queen Victoria, eingeführt. Als 1848 ein Pressefoto der königlichen Familie in Schloss Windsor mit Weihnachtsbaum veröffentlicht wurde, verbreitete sich der Brauch schnell im ganzen Land.

„German Christmas Markets" sind in Großbritannien sehr beliebt


Es gibt inzwischen zahlreiche und man bekommt dort Lebkuchen, Glühwein und Holzspielzeuge. Der größte deutsche Weihnachtsmarkt außerhalb Deutschlands mit fast drei Millionen Besuchern befindet sich in Birmingham und nennt sich (nach der Partnerstadt) „Frankfurt Christmas Market" (http://visitbirmingham.com/birminghams-frankfurt-christmas-market).

Auch die Musik gehört für mich zu Weihnachten. Während der religiösen Feiern gibt es wunderbare Chorgesänge. „Durch die Musik spürt man die Ewigkeit" - das ist nicht von mir, aber es stimmt, besonders in dieser Jahreszeit. Und es gibt auch unsere Hausmusik, wenn meine Töchter Klavier spielen und mein Sohn Saxophon spielt - und manchmal begleitet der Vater sie auch auf der Gitarre.

Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Weihnachten: So viel geben Deutsche für Geschenke aus

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