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22/04/2016 11:16 CEST | Aktualisiert 23/04/2017 07:12 CEST

2016: Die Welt feiert Shakespeare

Leemage via Getty Images

Am 23. April feiern wir den 400. Todestag von William Shakespeare. Seine Werke wurden inzwischen in über 100 Sprachen übersetzt und stehen bei der Hälfte aller Schüler und Schülerinnen weltweit auf dem Lehrplan. Sein Zeitgenosse Ben Jonson urteilte über ihn, er sei „nicht eines Zeitalters, sondern für alle Zeiten."

Shakespeare lebt weiter in unserer Sprache. Er hat das moderne Englisch mitgeprägt. Dreitausend Neuschöpfungen stammen aus seiner Feder, darunter Wörter wie „employer", „leapfrog" oder „moonbeam" und Redewendungen wie „heart of gold", „brave new world" oder „love is blind". Viele davon haben durch die Schlegel-Tieck-Übersetzungen auch Eingang in die deutsche Sprache gefunden. Gleichzeitig trug die weite Verbreitung seiner Bühnenstücke sehr zur Vereinheitlichung der englischen Rechtschreibung und Grammatik bei.

Aber Shakespeares Einfluss geht weit über die Sprache hinaus. Seine Handlungen und Personen sind eine Inspirationsquelle für viele gewesen - von Dickens und Goethe bis zu Tschaikowski und Brahms, von der West Side Story bis zu Agatha Christies „Die Mausefalle".

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Mit dem deutsch-britischen Schauspieler Francis Fulton-Smith und Shakespeare-Darsteller David Johnston zum Auftakt der "Shakespeare Lives"-Kampagne © impress picture / Buddy Bartelsen

Anfang 2016 hat Großbritannien ein weltweites Veranstaltungsprogramm unter dem Titel „Shakespeare Lives" gestartet. Unter Federführung des British Council und der „GREAT Britain"-Kampagne wird Shakespeares Aktualität in mehr als siebzig Ländern durch Inszenierungen, Filmaufführungen und Ausstellungen gefeiert. Die Royal Shakespeare Company geht auf China-Tournee, das Ensemble des Shakespeare's Globe Theatre plant Gastspiele von Irak bis Dänemark.

Dazu passend: William Shakespeare - das bedeutet das witzige Google Doodle

In Partnerschaft mit der britischen Freiwilligenorganisation „Voluntary Services Overseas" wollen wir auch auf das große Problem des Kinder-Analphabetismus aufmerksam machen und Shakespeare nutzen, um Kindern in aller Welt Bildungschancen zu eröffnen.

Mit dem interaktiven #PlayYourPart-Projekt sind alle Shakespeare-Interessenten eingeladen, mittels einer kurzen Videobotschaft ihre Erfahrungen mit Shakespeare oder ihr Lieblingszitat über Twitter @deBritish mitzuteilen. Machen Sie mit. Meinen Beitrag können Sie hier sehen.

Ich habe eine ganz persönliche Beziehung zu Shakespeare. Denn mein Vater, der Schauspieler John Wood, hat viele Rollen bei der Royal Shakespeare Company gespielt, wie z B King Lear, Brutus und Prospero. Und ich habe einen Teil meiner Kindheit in Shakespeares Geburtsstadt Stratford-upon-Avon verbracht.

Deshalb freue ich mich besonders darauf, am 23. April die berühmte Richard II.-Inszenierung von Claus Peymann im Berliner Ensemble zu besuchen und anschließend mit dem Publikum und den Schauspielern ein Glas zu heben auf unseren größten Kulturbotschafter: William Shakespeare.

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