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04/02/2015 14:36 CET | Aktualisiert 06/04/2015 07:12 CEST

smartvie will die online Welt verändern und plant die Wachstumsphase mit Crowdfunding

Bisher fallen unweigerlich zwei Namen, wenn man an online Shopping und online Marktplätze denkt: Amazon und eBay. Wer nach Käuferstimmen recherchiert wird schnell sehen, dass ein Großteil mit Amazon zufrieden ist doch letztgenannter Anbieter oft kritisiert wird.

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Eine neue Generation wühlt klassische Industrien auf. Junge Unternehmer, die für ihre Ideen brennen. Die nicht nur davon reden, sondern machen. Mit der Reihe Startup der Huffington Post werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und schaffen eine Plattform für kreative Ideen und ungewöhnliche Konzepte.

Wenn auch Ihre Idee Teil der Reihe Startup werden sollte, schreiben Sie eine Mail an blogs@huffingtonpost.de.


Bisher fallen unweigerlich zwei Namen, wenn man an online Shopping und online Marktplätze denkt: Amazon und eBay. Wer nach Käuferstimmen recherchiert wird schnell sehen, dass ein Großteil mit Amazon zufrieden ist doch letztgenannter Anbieter oft kritisiert wird. Das wird wohl daran liegen, dass Amazon Komfortkunden anspricht (die gerne etwas mehr zahlen) doch eBay auf preisbewusste Kunden zielt, jedoch denen außer „günstig" nicht viel bietet.

smartvie wurde ins Leben gerufen, um diese zwei Zielgruppen zu verbinden. Das Unternehmen will den online Handel durch Qualität verändern. Warum sollen Komfortkäufer nicht auch gute Preise und preisbewusste Käufer nicht auch Service erhalten? So ist immer smartvie der zentrale Ansprechpartner bei der Kundenbetreuung und nicht etwa der Händler.

Eine simple Technik (niedrige Integrationskosten) und eine intelligente Vermarktung (niedrige Vermarktungskosten) machen es möglich. Da Verkäufer dadurch geringere Kosten haben und gleichzeitig auf Anhieb verkaufen, ist es nicht verwunderlich, dass diese oft begeistert sind: „absolut spitze und sehr hilfsbereites Team. smartvie öffnet neue Türen", so ein Technikhändler aus Baden-Württemberg.

Doch nicht jeder teilte diese Meinung. „Die Leute hielten uns für verrückt", so Mitgründer Alexander Brunner. Obwohl gegen eBay und Amazon anzugehen zu Anfang belächelt wurde, entwickelte sich das Unternehmen gut, so dass 2014 ein sechsstelliges Verkaufsvolumen erzielt werden konnte. Ohne Marketing, Werbung, PR und mit einer von Fehlern überhäuften Seite.

Doch bis zu dieser Entwicklung war es ein langer Weg und zur Idee kam smartvie nicht durch über Nacht. Über mehrere Monate hinweg „wurde der Markt beobachtet". Die Gründer führten „hunderte Gespräche" mit Händlern aus allen Bereichen und gerade vor bzw. bei dem Markteintritt wurden Fehler gemacht. Das Team bestehend aus Betriebswirten und erfahrenen Programmierern gibt zu, dass der wohl größte Fehler war, dass der Markteintritt früher hätte erfolgen müssen. So hätte man eher wertvolles Feedback sammeln können und schnell gelernt, dass vieles entweder unnötig oder schlichtweg falsch geplant war.

Beeinflusst in ihrem Optimismus werden die Gründer auch durch offline Geschäftsmodelle wie das von Lidl. Lidl hat nach Ansicht von smartvie ihren Hauptmitbewerber Aldi überholt, obwohl das anfangs unmöglich schien. Ebenso beeinflusst wurden sie durch den Browser-Markt und die Mozilla-Programmierer. Trotz eines weit über 90% Marktanteil von Microsofts Internet Explorer, konnte sich der Browser durchsetzen, obgleich ein Browser-Wechsel immer mit entsprechender Überwindung einer Hemmschwelle verbunden ist.

Indem Deutschland Unternehmen wie smartvie unterstützt, kann das Land zu einem echten Gründerland werden. Bisher glaubten Neben FunderNation die EU (Zuschuss für Innovation) und die NRW Bank an smartvie.

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Jetzt lädt das Team von smartvie unter anderem diejenigen, die sich am Unternehmen via Crowdfunding beteiligen möchten, zu einem Vortrag und zum Austausch am 10. Februar 2015 in das Dortmunder Büro ein. Details zur Einladung sind auf smartvie zu finden. Da jetzt ausreichend Marktrecherche und Markterfahrung gesammelt werden konnten, rechnet das Team damit, die Profitabilität schon in 2016 zu erreichen. Es sollen im Mindestfall 100.000 Euro und im Idealfall 400.000 Euro zusammenkommen. Über 50% der Mindestschwelle wurde bereits erreicht.

Interessant für Investoren: Die Crowdfunding-Plattform FunderNation ist die erste in Deutschland, die von einem erfahrenen Venture Capital ins Leben gerufen wurde. Unterstützen kann man smartvie also um junge Leute bei ihrem Traum zu helfen, um eine alternative zu den amerikanischen Giganten zu etablieren oder einfach des Geldes wegen. Das Team freut sich über jeden Unterstützer.

Anschließend müsse sich nur noch die Work-Life-Balance verbessern, denn aktuell gibt es für das Team nur „Work". Damit sich das verbessert, wird weiterhin kräftig in die Entwicklung der Technik investiert um sicherzustellen, dass mit der Zeit gegangen wird. Zum Beispiel muss in mobile Systeme investiert werden, denn „wir sind uns sicher, dass mobile Technologien in den kommenden 10 Jahren dominieren werden".