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04/09/2014 16:39 CEST | Aktualisiert 04/11/2014 06:12 CET

Woher komme ich? - Kinder entdecken das Interesse an der eigenen Identität!

Ahnenforschung - die Erforschung der eigenen Familiengeschichte - liegt im Trend und ist in Deutschland bei Jung und Alt angesagt wie nie. Es gibt eigene TV-Formate, Radio-Sendungen und Messen. Prominente sind dabei genauso vom Fieber der Ahnenforschung ergriffen, wie immer mehr Hobby-Genealogen. Die Fragen: "Woher komme ich?", "Wer sind meine Vorfahren?" oder "Woher stammt mein Name?" beschäftigen eine stetig wachsende Zahl an Familienforschern.

Die Suche nach der eigenen Identität ist einer der Beweggründe, um mit der Familienforschung zu starten. Viele haben auch besonderen Spaß daran, Rätsel zu lösen. Sie betreiben die Erforschung der eigenen Vergangenheit mit Akribie und detektivischem Spürsinn.

Die Erforschung der eigenen Familiengeschichte ist vor allem in den USA populär. Aber auch in Deutschland setzt sich dieser Trend fort. Die Website MyHeritage.de, auf der man den Stammbaum seiner Familie erstellen und andere Familienmitglieder zum Mitmachen einladen kann, zählt mit knapp 3 Millionen deutschen Nutzern.

Die Suche nach den eigenen Wurzeln ist nicht wie früher, nur bei Rentnern beliebt, sondern immer mehr junge Menschen interessieren sich dafür.

Viele Forscher fragen sich allerdings, wie sie das Interesse für die Familienforschung an die nächste oder übernächste Generation weiter geben können. Es ist klar, dass die meisten Kinder zunächst kein großes Interesse an diesem Thema haben. Wenn Kinder älter werden, bekommen sie immer mehr Geschichten aus der Familie mit und fangen an sich und ihre Familie in die Gesellschaft und ihre Umwelt einzuordnen. So entwickelt sich auch die Frage nach dem "wer bin ich" und "wo komme ich her". Wie kann man also diesen Prozess fördern?

Hier sind 5 Tipps, um bei den Kleinen das Interesse an der Ahnenforschung zu wecken:

1. Erzählen Sie Geschichten! Geschichten sind ein großartiger Weg, um das Interesse an den Vorfahren zu wecken. Erzählen Sie Geschichten über die verrückte Tante, den strengen Großvater oder dem Onkel, der nach Amerika auswandert ist. Machen Sie die Geschichten unterhaltsam und interessant, dann bleiben sie am Besten im Gedächtnis.

2. Erstellen Sie mit Ihren Kindern ein Personenblatt. Sie können die Kinder mit Hilfe von kleinen Interviews der Familienmitglieder, Informationen einholen lassen. Hier geht es natürlich nicht um ein fundiertes Ergebnis, sondern um den Spaß den die Kinder beim Erforschen haben.

3. Familienforschung als Puzzlespiel. Machen Sie Ihren Kindern deutlich, dass Familienforschung wie ein Puzzlespiel mit vielen Geheimnissen ist. Kinder lernen durch Spielen. Machen Sie die Erstellung eines Stammbaums zu einem Spiel mit Rätseln.

4. "Wo komme ich her?" Wenn Sie nicht über die Bienen und die Blumen reden wollen, können Sie an Hand von Familiengeschichten erklären, wo die Kinder her kommen. Das weckt Interesse, aber die eigentlichen Fragen lassen bestimmt nicht lange auf sich warten...

5. Zeigen Sie die Forschung Online. Im Zeitalter des Internets, Smartphones und MP3-Dateien, können Sie bei Kindern großes Interesse wecken, in dem Sie zeigen, was das Medium Internet in der Familienforschung zu bieten hat.