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22/12/2015 11:16 CET | Aktualisiert 22/12/2016 06:12 CET

An die alleinerziehende Mutter zu Weihnachten

CLM Images via Getty Images

Liebe alleinerziehende Mutter,

seit dem 1. Advent denke ich an Dich.

Da Weihnachten immer näher rückt, habe ich Dich in meine Gebete mit eingeschlossen.

Diese Zeit ist hart für Dich, ich weiß. Ich war fast fünf Jahre lang alleinerziehende Mutter. Meine Schwester war es sogar sieben Jahre lang. Und meine Mutter hat all ihre vier Kinder größtenteils alleine großgezogen.

Die Weihnachtszeit war für mich als alleinerziehende Mutter immer am schwierigsten. Noch immer spüre ich diese große Traurigkeit, gemischt mit Angst und Kummer. Alleine im Gottesdienst an Heiligabend, damals, im ersten Jahr.

In der Sorgerechtsvereinbarung ist festgelegt, wer mit den Kindern wann und wo die jeweiligen Feiertage verbringt. In dem Jahr musste ich die Weihnachtstage ohne meine Kinder verbringen.

Keine Kinder, die mich am Weihnachtsmorgen weckten oder im Gottesdienst die Kerzen anzündeten, die früh morgens mit ihren neuen Spielsachen spielten und Pfannkuchen in Form von Weihnachtsbäumen aßen.

Oder im folgenden Jahr, als meine Jungs das Fest mit mir verbrachten. Mir schien es, als waren wir umgeben von Vätern, die ihre Kinder huckepack nahmen, Fotos im Weihnachtskonzert der Grundschule machten, zusammen mit ihren Kindern den Weihnachtsbaum holten oder in der Schlange warteten, um ein Foto mit dem Weihnachtsmann machen zu lassen, während ihre Frauen die Weihnachtseinkäufe erledigten.

Ich erinnere mich genau daran, wie es sich anfühlte. Ich fühlte mich einsam und allein. Etwas fehlte.

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Das Schwierigste für mich als alleinerziehende Mutter war der Druck der riesigen Verantwortung.

Jeden Tag blieb alles an mir alleine hängen. Ich musste mich um die Kinder kümmern, sie erziehen, dafür sorgen, dass sie genug zu essen hatten, ihnen die richtigen Werte vermitteln. Es gab einfach keinen Ort, an dem ich einfach nur sein durfte.

Und dazu kommt jetzt noch der ganze Weihnachtstrubel! Das Einkaufen, die Geschenke einpacken, den Adventskalender basteln, einen Baum besorgen, das Haus schmücken. Ich wollte, dass meine Jungs ein ganz „normales" Weihnachtsfest bekommen. Und jedes Jahr war ich total überfordert.

Eine alleinerziehende Mutter zu sein kann Dich erdrücken, ganz besonders zu dieser Zeit.

Da Weihnachten jetzt also immer näher rückt, möchte ich Dir voller Liebe und Mitgefühl etwas sagen: Du bist nicht allein.

Auch wenn wirklich niemand da ist, der Dir hilft.

Auch wenn Du schon lange Witwe bist.

Auch wenn der Vater deiner Kinder Dich verlassen hat und sich nicht kümmert.

Du bist nicht allein.

Gott hat Dich nicht vergessen. Er ist der beste Vater, den man sich wünschen kann - für Dich, süße Mama, und für Deine Kleinen.

Das ist der Grund, weshalb wir diese Zeit des Jahres so feiern. Jesus kam für mich, für Dich und für unsere Kinder.

Ich bete, dass er Dir dieses Jahr dabei hilft, Dich dem Druck zu entziehen, Dich geliebt zu fühlen. Ich bete, dass ganz gleich, wie schwierig die Umstände sein mögen, Du Dich daran erinnerst, dass Gott keine Fehler macht. Du bist genau dort, wo Du hingehörst. Und das gilt auch für Deine Kinder.

Ich bete, dass Du etwas Ruhe bekommst.

Ich bete, dass Du eine tolle selbstgemachte Karte oder ein Geschenk von der Schule bekommst.

Ich bete, dass die Menschen, die Dich lieben, Dir ihre Hilfe anbieten und Dir ihre Aufmerksamkeit schenken.

Ich bete, dass Deine Kinder Dir noch eine Extra-Umarmung geben, mit Dir kuscheln und Dir ein Lächeln schenken.

Und selbst wenn nichts davon passiert, dann bete ich, dass Du mich hörst und mir glaubst, wenn ich sage:

Du bist eine Mutter. Du bist etwas Besonderes, Du bist wichtig und hast Kraft.

Ich feiere Dich zu Weihnachten dieses Jahr.

Im Leben Deiner Kinder gibt es niemanden wie Dich. Du kannst das und Du wirst es schaffen.

Ich wünsche Dir und Deinen Lieben fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

In Liebe

Shawna

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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