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09/02/2016 04:18 CET | Aktualisiert 09/02/2017 06:12 CET

HuffPost-Schwerpunkt: Wie sich die Liebe in Zeiten von Snapchat und Tinder verändert

HuffPost / Gettystock

Die Sache ist vertrackt. Die Deutschen heiraten immer später, zeigen Studien. Sie leben stattdessen immer öfter in wilden Ehen.

Aber wer zu lange wartet, steht am Ende möglicherweise doch nicht so gut da. Forscher der Universität Utah haben herausgefunden: Wer im Alter zwischen 28 und 32 seine erste Ehe eingeht, lässt sich in den Jahren darauf besonders selten scheiden.

Aber was bedeutet Liebe eigentlich für junge Deutsche? Wie verändert sich das Paarungsverhalten junger Großstädter in Zeiten von Tinder und Snapchat? Wie führen die jungen Menschen Beziehungen in einer Zeit, in der einige von ihnen für Monate oder Jahre auf unterschiedlichen Kontinenten leben und arbeiten?

Diese Fragen wollen wir beantworten. Daher startet die Huffington Post Deutschland kurz vor dem Valentinstag am 14. Februar den Schwerpunkt "Modern Love". Dafür bringen wir Blogger, Redakteure und Beziehungsexperten auf einer Plattform zusammen. Sie alle bieten einen authentischen Einblick in das Liebesleben einer mobileren und vernetzteren Generation.

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Wir lernen, wie Tinder nicht nur süchtig machen kann - sondern wie dort auch neue, tiefe Freundschaften entstehen.

Wieder andere beschäftigen sich mit der Frage, wie das Online-Dating Beziehungen verändert, wenn der oder die Nächste immer nur einen Klick entfernt ist.

Der Paar- und Singleberater Christian Thiel ist allerdings der Meinung, dass Online-Dating und „klassisches" Kennenlernen nach den selben Prinzipien funktionieren: Das Internet, sagt er, sei nichts anderes als das Tanzlokal, in dem sich seine Eltern kennengelernt haben.

In einem weiteren Gastbeitrag erklärt der Beziehungscoach Dominik Borde, wieso Social Media-Portale und Dating-Apps Selbstzweifel schüren und das Verlangen der User nach Bestätigung wächst: Zustimmung zur eigenen Attraktivität, zum eigenen Ich, statt wahre Liebe scheint das Credo des 21. Jahrhunderts zu sein.

Aber wir werfen in unserem HuffPost-Schwerpunkt auch einen Blick ins Ausland. In vielen Ländern machen Dating-Apps das möglich, was gesellschaftlich geächtet ist: Ein Kennenlernen vor der von den Eltern angebahnten Ehe.

Die Bloggerin Gina vom Blog „The Arab Mode" zum Beispiel erklärt, wie jüngere Menschen in Saudi Arabien trotz strikter Geschlechtertrennung mit sozialen Medien Dates organisieren. In anderen Texten befasst sich eine Gastautorin mit dem Beziehungsleben junger Inder - und was Flirten für sie bedeutet.

Aber es geht offenbar auch ganz anders. Die Fotografin Grace Gelder jedenfalls hat sich selbst geheiratet - und löste damit ein krasses Medienecho aus. In ihrem Gastbeitrag für die Huffington Post beschreibt sie, weshalb wir viel öfter auch über Selbst-Liebe sprechen sollten.

Ob es dann immer so weit gehen muss mit der Selbstliebe, muss dann natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn Sie Fragen haben oder sich an der Aktion beteiligen wollen, schreiben sie mir:

blog@huffingtonpost.de.

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