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10/10/2015 07:51 CEST | Aktualisiert 10/10/2016 07:12 CEST

Die HuffPost wird heute 2 Jahre alt - 11 Dinge, die sich seit unserem Start verändert haben

Huffington Post

Genau zwei Jahre ist es her, als ein kleines Team von Redakteuren sich für einen Moment die Frage stellte: "Was ist denn jetzt los?"

Kurz vor dem Live-Gang unserer Seite versagte die Technik. Die halbe Seite fehlte. Und es sah so aus, als ob wir nicht - wie geplant - während der Pressekonferenz starten könnten.

Es klappte dann doch. In letzter Sekunde: Am 10.10.2013 - gegen 10 Uhr - ging die Huffington Post Deutschland ins Netz.

Seitdem ist viel passiert. Wir haben Rekorde gefeiert, Neues ausprobiert, wir haben Fehler gemacht und wir haben viel gelernt - vor allem aber hatten wir unglaublich viel Spaß.

11 Dinge, die sich seit unserem Start verändert haben:

1. Deutschland ist ein Bloggerland

Als wir an den Start gegangen sind hieß es: Deutschland sei kein Bloggerland. Bloggen sei eher ein amerikanisches Phänomen, erzählte mir in den ersten Tagen nach dem Launch ein Medienjournalist. Doch das Gegenteil ist wahr: Mittlerweile haben weit über 3700 Menschen auf unserer Seite Texte zu Themen veröffentlicht, die sie begeistern. Und es werden täglich mehr. Wir leben in einer Zeit, in der sich wieder mehr Menschen öffentlich an Debatten beteiligen wollen. Einige Texte unserer Gastautoren verbreiteten sich hunderttausendfach durchs Netz.

2. News werden Social

Die Medienwelt steht vor der größten Revolution seit Jahren: Dem Wandel vom stationären zum sozialen-mobilen Internet. In wenigen Jahren wird ein Großteil unserer Leser über Facebook, WhatsApp und andere soziale Netzwerke Nachrichten konsumieren. Das verändert das Verhältnis zu unseren Lesern massiv: Denn sie sind die Zeitungsausträger der Zukunft. Sie verbreiten unsere Inhalte. Das spüren wir heute schon: 40 Prozent unserer Leser okmmen über Facebook. An manchen Tagen sind es sogar weit über 50 Prozent.

3. Journalisten müssen das ganze Bild zeigen

Als ich Journalist wurde, waren in der Regel schlechte Nachrichten gute News. Viele positive Meldungen fielen unter den Tisch. Doch diese Sicht greift zu kurz. Neben all den Katastrophen und Negativmeldungen gibt es Menschen, Organisationen und, ja, auch Unternehmen, die dabei helfen, die großen Probleme in dieser Welt zu lösen. Diese Geschichten spielen für uns schon seit zwei Jahren eine große Rolle. Denn sie zeigen, dass die Welt nicht nur aus Katastrophen besteht. Das spricht sich mittlerweile auch bei vielen traditionellen Medien herum.

4. Von 0 auf 250.000

Wir haben über alle Kanäle rund 250.000 Facebook-Fans. Mehr etwa als traditionelle Medien-Angebote. Bei Twitter folgen uns übrigens 63.000 Nutzer.

5. 5 Millionen Nutzer

Wir haben uns vorgenommen, in die Top 10 der deutschen News-Seiten aufzusteigen - hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Rund 5 Millionen Nutzer besuchen unsere Angebote jeden Monat, damit sind wir heute auf dem elften Platz der größten deutschen News-Seiten.

6. Platz 7 bei Videos

Bei Videos sind wir bereits in der Top-10. Vor ein paar Wochen sagte ein Facebook-Manager: In einigen Jahren würde Facebook nur noch aus Videos bestehen. Warum? Weil die Nutzer des sozialen Netzwerks schon heute vor allem Videos schauen. Diesen Trend sehen wir auch: Mit 3 Millionen Video-Visits (IVW) liegt die HuffPost unter den deutschen Nachrichtenseiten sogar schon auf Platz 7.

7. Unsere Leser sind jünger

Die Huffington Post Deutschland hat rund 60 Prozent Leserinnen und Leser unter 39. Damit sind wir eine der jüngsten News-Seiten.

8. Wir sind ein Ort für große Debatten

In den ersten Monaten gab es mitunter Hindernisse. "Huffington Wer?", hörten die Kollegen oft. Doch das ist längst vorbei. Wir haben mit Ministern, Landeschefs, Oppositionsführern und ausländischen Politikern gesprochen. Oft werden diese Interviews auch in anderen Medien zitiert. Darunter Wortmeldungen des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach, Gespräche mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister Rainer Brüderleoder das Interview mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.

9. Vieles drehte sich in den vergangenen Monaten um die Flüchtlingskrise

Kaum ein Thema hat unsere Gastautoren in den vergangenen Monaten so beschäftigt wie die Flüchtlingskrise. An manchen Tagen drehten sich zwei Dutzend Blogs nur um die Frage, wie Deutschland auf die wachsende Zahl Hilfesuchender Menschen reagieren sollte. Unter den Autoren waren viele bekannte Namen auch Vizekanzler Sigmar Gabriel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

Aber auch Flüchtlinge selbst sind in der HuffPost zu Wort gekommen, etwa der Syrer Rami, der über seine Flucht nach Deutschland geschrieben hat. Dieser Text ging anschließend um die Welt - und wurde in zig andere Sprachen übersetzt.

10. Plattform für alle Themen

Neben der Flüchtlingskrise beschäftigen sich die HuffPost-Blogger aber auch mit allen anderen Themen - von Schlafmedizin, über die Arbeitswelt der Zukunft bis hin zu den Wünschen der neuen Generation Z.

11. Wir sind eine Nachrichtenseite - aber wir sind auch eine Plattform, auf der sich jeder an den großen und kleinen Debatten beteiligen kann - vom Professor bis zum Schüler. Deshalb haben wir zum zweijährigen Geburtstag der HuffPost auch fünf Menschen eingeladen, die Huffington Post mit uns gemeinsam zu gestalten, fünf Menschen, deren Wurzeln nicht in Deutschland sind. Flüchtlinge, Migranten und Kinder von Einwanderern, die in Deutschland aufgewachsen sind. Wie sehen sie die Welt? Was denken sie über die Flüchtlingsdebatte? Wie würden sie die großen Probleme lösen? All das sind Themen, die heute wichtig sind.

Darum ist die HuffPost heute anders als sonst