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31/12/2015 12:46 CET | Aktualisiert 31/12/2016 06:12 CET

Das HuffPost-Jahr 2015: 20 Dinge, auf die wir stolz sind

Justin Case via Getty Images

Was für ein Jahr, das da gerade zuende geht. Auch für die Huffington Post. Höchste Zeit, für einen ganz persönlichen Rückblick.

1. Mehr Optimismus wagen

Die Huffington Post wirft schon seit ihrer Gründung einen optimistischeren Blick auf die Welt. Doch das war uns nicht genug. Vergangenes Jahr haben wir entschieden, daraus eine weltweite Initiative zu machen: Unter dem Label "What's Working" berichten seitdem alle internationalen Ausgaben - neben dem aktuellen News-Geschäft - noch viel intensiver über Menschen, Organisationen und Unternehmen, die daran arbeiten, die größten Probleme unserer Welt zu lösen.

2. Um das ganze Bild zu zeigen

Denn erst wenn wir diese positiveren Geschichten wirklich zum Kern unserer Berichterstattung machen, zeigen wir das gesamte Bild der Welt. Denn die besteht - neben all den Katastrophen - auch aus sehr positiven Entwicklungen, zum Beispiel leben aktuell so wenig Menschen in Armut wie seit Jahrzehnten nicht. Und wenn wir über Lösungen berichten, sprechen sich diese Ideen noch schneller herum. Erst vor wenigen Tagen haben wir umfangreich über all die stillen Helden in der Flüchtlingskrise berichtet, die jetzt sagen: "Wir helfen weiter!"

3. Als die Welt über das kollabierende Griechenland berichtete...

... haben wir einen Reporter nach Athen geschickt, der über die Menschen berichtet hat, die jetzt gerade Startups aufbauen oder die Initiativen gründen, um den Menschen zu helfen, die im Laufe der Krise ihre Existenz verloren haben. Diese Geschichten wiederum gingen um die Welt, weil sie in vielen anderen HuffPost-Ausgaben übersetzt wurden.

4. Wir sind viel unterwegs

Nicht nur in Griechenland. Auch an den Grenzen Südeuropas, als die Flüchtlingskrise im Spätsommer ihren Höhepunkt erreichte - und in ganz Deutschland.

5. Dafür haben wir sogar die Redaktion aufgelöst

Erst Anfang Dezember sind fast alle HuffPost-Kollegen durch das ganze Land gereist. Am Ende dieses turbulenten Jahres wollten wir wissen, wie es den Menschen in unserem Land geht - und wie sie in die Zukunft blicken. Heraus kamen Porträts, Video-Interviews und sehr persönliche Blogs, die Geschichten erzählten, die sonst niemand erzählt. Das Feedback zu dieser Aktion war überwältigend. Das macht Mut!

6. Wir haben Minister getroffen

Politisch liegt ein extrem spannendes Jahr hinter uns. Diese Lagen haben wir immer wieder auch mit Ministern und Parteichefs diskutiert - zuletzt mit Bildungsministerin Johanna Wanka, Umweltministerin Barbara Hendricks und FDP-Chef Christian Lindner in Videointerviews.

7. News, News, News

Seien es exklusive Interviews, Recherchen zum Kita-Mangel oder Abzocke in deutschen Botschaften im Ausland: Die HuffPost wird immer öfter in anderen Medien zitiert. Mitunter schon früh morgens in der Presseschau der großen News-Sender. Unser Obama-Interview schaffte es sogar in die Tagesschau.

8. Wir haben große Debatten angestoßen, die von anderen aufgegriffen wurden

Die Flüchtlingskrise hat Deutschland bewegt wie kein anderes Thema. Schon im Juli haben wir uns daher entschieden, der zunehmend fremdenfeindlichen Stimmung in Deutschland ein klares Zeichen entgegen zu setzen. In einem großen Aufmacher sagten 200 Menschen aus Deutschland in der HuffPost: "Herzlich Willkommen, liebe Flüchtlinge". Einer von ihnen war Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel.

willkommen

Der Aufmacher sorgte für reichlich Diskussionen - und in den Monaten darauf erschienen ähnliche Ansätze auch in anderen Medien.

9. HuffPost-Berichterstattung international im Fokus

Unsere Berichterstattung über die Flüchtlingskrise hat nicht nur in Deutschland für Diskussionen gesorgt - viele unserer Reports und Analysen zu Pegida etwa haben alle anderen HuffPost-Ausgaben übersetzt.

10. Ein Zeichen gegen den Hass

Viele dieser Aufmacher sorgten für Hass-Posts. Wir hätten die ignorieren können. Doch wir haben uns für das Gegenteil entschieden: Wir haben alle öffentlich gemachten Aussagen auf unserer Seite veröffentlicht. Mit Namen und Foto der Kommentatoren. Ein krasser Schritt, den anschließend in ähnlicher Form auch die "Bild", verschiedene Radiosender und TV-Sendungen gegangen sind.

hassfratzen

11. Seit September sind wir unter den 10 größten deutschen News-Seiten

Was uns aber mindestens genauso freut: Bei der Video-Reichweite sind wir laut IVW sogar schon auf Platz 6.

12. Die HuffPost ist in 15 Ländern aktiv...

... aber das ist nur ein Zwischenstand. Schon in wenigen Jahren sollen es 50 Länder sein. Doch schon in diesem Jahr hat sich etwa bei den Anschlägen von Paris gezeigt, wie stark das HuffPost-Netzwerk jetzt schon ist.

13. Wir lernen voneinander

Regelmäßig kommen alle internationalen HuffPost-Chefredakteure zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Themen zu diskutieren und Strategien zu entwickeln. Diese Treffen gehören zu den Highlights des Jahres - hier ein Foto des Treffens in München:

chefredakteure

14. Deutschland ist ein Bloggerland

Seit unserem Start vor gut zwei Jahren haben rund 4000 Gastautoren in der Huffington Post geschrieben. Darunter Ökonomen, Psychologen, Schüler, Eltern, Lehrer - und täglich kommen neue hinzu.

15. Willkommen, The MigPost!

Die Huffington Post ist eine Plattform, das hat kaum jemand so gut verstanden, wie die engagierten Studenten rund um das Projekt The MigPost. Sie kommen alle aus Familien mit Migrationshintergrund und bloggen nun bei uns über ihr Leben in Deutschland - aber auch ihre Sicht auf die Flüchtlingskrise. Diese Sichtweise können viele deutsche Journalisten so nicht geben. Sie bereichern unsere Plattform enorm.

16. Unter unseren Bloggern ...

... sind auch knapp 100 Bundestagsabgeordnete aller Parteien. Mal kommentieren sie bei uns aktuelle Titel anderer Medien, mal politische Entscheidungen der Regierung. In jedem Fall haben sie verstanden: Die HuffPost ist eine Plattform für alle Meinungen und Stimmen.

17. Wir wachsen

In anderen Redaktionen werden Verträge nicht verlängert und Stellen gekürzt. Wir wachsen. Wenn alle neuen Mitarbeiter an Bord sind, zählt unsere Redaktion 20 Kolleginnen und Kollegen, die Texte schreiben, Videos produzieren, die als Reporter berichten oder im Nachtdienst News schreiben.

18. Rund 320.000 Facebook-Fans...

19. Aber all das ginge nicht ohne euch

Denn wir wollen eine Debattenplattform für eine neue Zeit sein. Jeden Tag erreichen uns über Facebook, Twitter und unter unseren Texten Tausende Kommentare. Mitunter bis zu 9000 in 24 Stunden. Das ist großartig. Vielen Dank dafür.

20. Und es ginge nicht ohne dieses großartige, engagierte und talentierte Team.

Kommt gut ins neue Jahr!