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28/10/2015 11:26 CET | Aktualisiert 28/10/2016 07:12 CEST

Diese Unternehmen können unsere Welt verbessern

Klaus Vedfelt via Getty Images

"Ein Spendendollar hat nur ein Leben. Ein Social Business Dollar kann immer wieder investiert werden." Professor Muhammad Yunus.

Im September haben die Vereinten Nationen 17 ambitionierte Ziele zur nachhaltigen Entwicklung verabschiedet. Die Liste bis 2030 ist lang: die Armut ausrotten, Ungerechtigkeit und Ungleichheit bekämpfen und dem Klimawandel entgegentreten.

Es stellt sich die Frage, wie das finanziert werden soll? Die UN schätzt, dass Billionen Dollar nötig sind, während Regierungen und Philanthropen aktuell nur Milliarden zur Verfügung stellen.

Zum Glück werden diese Probleme nicht nur durch die großen Entwicklungsorganisationen, sondern auch durch smarte Unternehmer mit einer sozialen Mission angegangen, sogenannte „Social Businesses".

Sozialunternehmen sind Unternehmen, bei denen nicht Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, sondern die Menschen - die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten sowie die Lösung drängender sozialer, ökologischer und ökonomischer Probleme, die das Leben in Entwicklungsländern lebenswerter machen soll.

Solche finanziell nachhaltigen Ansätze sorgen dafür, dass jeder eingesetzte Dollar viel mehr bewirken kann. Beispielsweise führte der Bürgerkrieg im Norden Ugandas dazu dass 1,5 Millionen Menschen kein Einkommen mehr haben, Ernteerträge niedrig sind und es eine hohe Jugendarbeitslosigkeit gibt.

Erfolgreiche Beispiele

Der 28-jährige Sozialunternehmer Robert Okodia hat sich zum Ziel gesetzt arbeitslosen Freunden ein Einkommen zu verschaffen. Er gründete „Aryodi Honig", bildet inzwischen tausende Jugendliche zu Imkern aus und exportiert den aromatischen Honig auch schon in die Niederlande.

Gesundheitsversorgung, nachhaltige Landwirtschaft, Bildung oder Umweltschutz. Die Lösungsansätze ideenreicher Sozialunternehmer sind so vielfältig wie die Probleme. Ein weiteres Beispiel: in Kolumbien ermöglicht das Sozialunternehmen Bive über 15.000 Patienten aus einkommensschwachen Familien Zugang zu einer erschwinglichen Gesundheitsversorgung.

Seit der Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus vor über 30 Jahren das Social Business Modell mit bahnbrechendem Erfolg in Bangladesch eingeführt hat, haben wir von „Yunus Social Business Global Initiatives" Ähnliches in weiteren Entwicklungsländern weltweit gesehen.

Mit lokalen Partnern unterstützen wir sozialunternehmerische Projekte durch Anschubfinanzierung, Training und Begleitung. Doch auch heute haben Sozialunternehmer es nicht leicht.

Auch Großunternehmen steigen mit ein

Wir arbeiten hart daran, Unterstützernetzwerke und Finanzierungsinstrumente zu entwickeln, die Sozialunternehmern dabei helfen, ihre Unternehmen zu skalieren und mehr Menschen zu erreichen. Zunehmend interessieren sich auch klassische Investoren und Großunternehmen für das Social Business Konzept.

Organisationen wie zum Beispiel der Kartoffelriese McCain, der selbst ein Sozialunternehmen zur Förderung kolumbianischer Kleinbauern gründete, oder die Boston Consulting Group, welche Yunus Social Business als einen ihrer 6. Global Social Impact Partner unterstützt, engagieren sich für die nachhaltige Lösung sozialer- und ökologischer Probleme durch sozialunternehmerische Ansätze.

Der Global Social Business Summit 2015 bietet eine hervorragende Plattform für Partner und Unterstützer des Social Business Konzepts, um gemeinsam voneinander zu lernen und vielversprechenden Sozialunternehmen zum Durchbruch zu verhelfen.

Yunus Social Business wird beim diesjährigen Global Social Business Summit vom 4. - 7. November in Berlin Flughafen Tempelhof vier Workshops leiten und hierbei unter anderem Beispiele aus der Wirtschaft innovative Inkubator- und Finanzierungsinstrumente vorstellen, die die Lücke zwischen sozialen Unternehmen, philanthropischen Kreditgebern und Spendern schließen.

LeserInnen der Huffington Post bekommen mit dem Promocode (tUdQ9biD) einen Nachlass von 10% auf die Tickets für den Global Social Business Summit.

Video: Istanbul: Entwicklungsprojekt für die Stadt

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