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19/04/2016 08:08 CEST | Aktualisiert 20/04/2017 07:12 CEST

Promotion für Konzerte und Festivals: Ohne Facebook Geht bei Teens und Twens Nichts Mehr

bernardbodo via Getty Images

Aus der digitalen Konzertpromotion sind Social Media und Co. heute kaum noch weg zu denken. Aber wie wichtig sind sie wirklich? Und haben E-Mail-Newsletter ausgedient? Wir haben uns das mal genauer angeschaut.

Für die jüngste Umfrage von Eventbrite "Konzertpromotion Digital" haben wir mehr als 1.000 Personen im gesamten Bundesgebiet befragt, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens ein Konzert besucht haben. Die Haupterkenntnis: Wie prominent ein Konzert auf Facebook und anderen sozialen Medien ist, entscheidet maßgeblich darüber, ob Musikfans unter 30 Jahren überhaupt davon erfahren und ob sie Tickets dafür kaufen.

"Facebook ist der Promotionskanal Nummer Eins"


Teens und Twens erfahren heute ganz anders von Konzerten als die Generationen vor ihnen: abgesehen vom persönlichen Gespräch mit Freunden lesen sie besonders häufig auf Facebook und anderen sozialen Medien wie Snapchat oder Twitter von anstehenden Konzerten.

Gleichzeitig nimmt für diese Altersgruppe die Bedeutung von E-Mail-Newslettern und Berichten in traditionellen Medien immer weiter ab. Die folgende Grafik zeichnet diesen Trend weg von traditionellen Promotionskanälen und hin zur Informationsverbreitung über soziale Medien ganz deutlich ab:

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Das Facebook irgendwie nützlich ist, wenn Promoter ein Konzert oder ein Festival bekannt machen möchten, das haben Viele bereits vermutet. Mit dieser Studie legen wir konkrete Zahlen vor, die zeigen: Soziale Medien sind sehr viel mehr als ein 'Nice-to-have'; für Promoter sind sie schlicht der wichtigste Kanal, um heute Teens und Twens zu erreichen und Tickets zu verkaufen.

Poster und Flyer oder E-Mail-, Print- und Rundfunkkampagnen haben natürlich auch noch ihre Daseinsberechtigung. Aber Promoter, die vor allem die Altersgruppe der Unter-30-Jährigen ansprechen möchten, sollten sich Gedanken darüber machen, ob ihr Geld nicht effektiver in einer digitalen Kampagne angelegt wäre.

Konzertbesuch: für die meisten nur in der Gruppe, organisiert über Messenger


Außerdem wichtig für den Ticketverkauf an Teenager und Twentysomethings: sie besuchen Konzerte ungern alleine. Rund zwei Drittel der Befragten in diesem Alter geben an, dass sie nicht alleine auf ein Konzert gehen würden. Im Umkehrschluss heißt das: Je eher der potenzielle Ticketkäufer von einem Freund oder Freunden begleitet wird, desto eher kaufen er - und seine Freunde - auch ein Ticket.

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Wenn es Menschen unter 30 Jahren also so wichtig ist, zusammen mit Freunden auf Festivals zu gehen, bleibt die Frage, wie sie das eigentlich bewerkstelligen. Sprich: wie erzählen sie ihren Freunden vom Konzert, und wie organisieren sie die Gruppe? Unsere Studie zeigt, dass Kurznachrichtendienste (Messenger) dabei eine tragende Rolle spielen. 39% der Befragten nutzen dafür Messenger, die viel häufiger genannt wurden als E-Mail (3%) oder soziale Medien (3%).

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Promoter, die ihren Ticketverkauf reibungslos organisieren möchten, sollten also neben Facebook auch die Integration von Messengern auf dem Schirm haben, allen voran Whatsapp, den in Deutschland beliebtesten Messenger.

Wenn sie es Musikfans so einfach wie möglich machen, die Informationen zu einem Konzert über Whatsapp an ihre Freunde zu schicken, z.B. über einen simplen Share-Button auf der eigenen Seite, steigern sie die Chance, aus Fans auch Ticketkäufer zu machen.

Weitere Ergebnisse der Studie Konzertpromotion Digital veröffentlichen wir übrigens auf unserem Eventbrite Blog

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