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01/06/2015 06:25 CEST | Aktualisiert 01/06/2016 07:12 CEST

Sprach- und Kulturfestival in Dortmund

Thinkstock

Angefangen hatte es 2003 mit Kindern aus 17 Ländern. Heute, 12 Jahre später, sind es 15 000 Kinder aus weit über 150 Ländern, die an dem Jahr für Jahr stattfindenden Sprach- und Kulturfestival teilnehmen.

Diese Kinder treffen sich alle Jahre, um in verschiedenen Teildisziplinen wie Lieder- und Gedichtvortrag oder Volkstänze ihre Fähigkeiten vorzustellen. Geht es hier aber nur um diese Fähigkeiten? Nein! Dieses Sprach- und Kulturfestival ist ein Zeichen dafür, dass überall auf der Welt - in allen einzelnen Ländern - auf eine friedliche Zukunft hingearbeitet wird!

Die Basis für das Sprach- und Kulturfestival bilden vor allem die weltweit existierenden Privatschulen, die auf der Basis des persönlichen Einsatzes und der Freigiebigkeit der Unternehmer in mehr als 140 Ländern der Erde betrieben werden und aus denen die Schüler hervorgehen, die an den Bewerbern teilnehmen.

In diesen Schulen sollen die Kinder, um es bestmöglich mit einem arabischen Begriff auszudrücken, zu „al insan al kamil" - zu den vollkommensten Menschen - erzogen werden, so umschreibt man das von Fethullah Gülen formulierte Menschenbild. Welche Menschen sollen das sein?

- Menschen, die, mit den besten universalen Normen und Werten ausgestattet, den Dienst an den Menschen als heilig ansehen

- Menschen, die dem größten Problem unserer Erde, der Unwissenheit, ein Ende setzen wollen

- Menschen, die den bildungsfernen Kindern aus der ganzen Welt die Möglichkeit zur Bildung geben möchten, und zwar ohne Gegenforderung

- Menschen, die sich die Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich zur heiligen Aufgabe machen

- Menschen, die Hoffnung für arme Menschen sind

Auf dieser Grundlage möchten sie dieses wundervolle Erbe ihrer Lehrer fortsetzen, die vor 15 Jahren aus der Türkei mit einem einzigen Koffer in verschiedenste Länder der Erde eingereist sind, ohne die Sprache zu verstehen oder die Kultur zu kennen, und dort Schulen aufgebaut haben.

Ich habe selbst während meines Auslandssemesters in Ägypten eigene Erfahrungen gemacht und mit Absolventen dieser Schulen zusammengelebt. Sie redeten ständig von ihren türkischen Lehrern, von deren selbstlosen Einsätzen, deren altruistischem Verhalten gegenüber allen Menschen.

Genauso möchten auch sie in der Zukunft der ganzen Menschheit, vor allem den bildungsfernen Menschen, eine Stütze sein.

Diese Schulen haben nicht die Aufgabe, die Lehren Gülens oder der Hizmet-Bewegung zu vermitteln. Es sind keine Schulen der Hizmet-Bewegung. Es sind Schulen aller Menschen vor Ort. Denn nicht nur Hizmet-Anhänger spenden für diese Schulen, sondern weit darüber hinaus Menschen, die der Unwissenheit auf der Erde ein Ende setzen wollen.

Auch wenn oft und gerne von Gülen-Schulen die Rede ist, werden dort keineswegs die Lehren Gülens vermittelt, wie ich auch selbst anfangs zu glauben pflegte. Das Gespräch mit den Absolventen dieser Schulen in Ägypten hat mir gezeigt, dass Gülen als Person in ihnen überhaupt keine Rolle spielt.

Kein einziger Absolvent unter jenen, mit denen ich gesprochen hatte, hatte den Namen Gülen jemals gehört. Alle redeten nur von türkischen Schulen und von den Fußstapfen der Lehrer, in die sie treten wollten. Es sind Schulen aller Menschen, die etwas gegen Armut und Bildungsferne unternehmen möchten.

Video:Leistungskiller: Warum Schulen Handys verbieten sollten

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