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07/04/2016 07:57 CEST | Aktualisiert 08/04/2017 07:12 CEST

Syrien: Assad muss gehen

dpa

Syrien - Ein Land, das nicht nur einen großen Einfluss auf die Geschehnisse im Nahen Osten hat, sondern in den letzten Jahren auch Europa gespalten hat. Erst nachdem Millionen Flüchtlinge in Europa gestrandet sind, haben wir begriffen, dass dort ein blutiger Krieg herrscht, der so perfide ist, wie der Diktator Assad selbst.

Zurzeit herrscht ein künstlich herbeigeführter religiöser Krieg, den die Syrer versuchten, mit allen Mitteln zu verhindern. Monatelang haben die Syrer friedlich auf den Straßen von Daraa, Aleppo und Homs demonstriert, ohne jegliche Gewalt seitens der Demonstranten.

Es war keine Minderheit, die sich an diesen Demonstrationen beteiligt hat. Tausende sind auf die Straßen gegangen, trotz der Angst vor dem syrischen Regime. Seit der Geburtsstunde, der Aufstände in Syrien antwortet Assad mit Gewalt auf die Forderungen seines eigenen Volkes.

Ein Volk, das seit mehr als 40 Jahren mit einem Clan ausharrt, ohne jemals eine Alternative gehabt zu haben. Ein Volk, das mundtot gemacht wurde und das Recht hat, einen Neuanfang beginnen zu dürfen.

Die Opposition in Syrien ist zugrunde gegangen, dank interner Zersplitterung. Die Türkei hat dabei eine tragende Rolle gespielt. Sie hat grundsätzlich nur die unterstützt, die ihr „islamisch" genug waren.

Seit Jahren gaukelt man den Menschen vor, dass ISIS unbezwingbar sei.

Alle anderen wurden kurzerhand weggeschickt und wer jetzt in Syrien ist, ist gezwungen, extremistisch zu handeln. Daher blieb vielen gemäßigten Oppositionellen nichts anderes übrig, als die Flucht ins Ausland.

Seit Jahren gaukelt man den Menschen vor, dass ISIS unbezwingbar sei. Trotz der 14 Nationen, die sich aktiv an diesem Kampf beteiligt haben.

Man möchte den Leuten da draußen ernsthaft klar machen, dass weder die Russen noch die Franzosen, die Kurden, die Iraker, die Türken, die Briten, die Saudis, die Amerikaner oder die syrische Armee eine Chance haben, dieser wildgewordenen Bande (ISIS) den Garaus zu machen.

Selbst wenn die ISIS, Superman, X-Man, Spiderman oder Batman zusammen wären, hätte man schon längst eine Lösung gefunden. Wenn man etwas genau darüber nachdenkt, ist das nicht nur lächerlich, sondern auch eine Beleidigung für jegliche Intelligenz auf diesem Planeten.

Assad ist kleineres Übel

Die ISIS hat bisher nur einem etwas gebracht. Und zwar Assad! Bevor die ISIS da war, war Assad kurz vorm Sturz und es gab durchaus noch eine Opposition, die nicht extremistisch war und die bereit war, zu verhandeln.

Bashar Al Assad, hat strategisch alle ausländischen Extremisten eingeladen, um das Land vollständig dem Erdboden gleich zu machen. Wie wir sehen können, mit großem Erfolg. Heute wird Assad von den Medien als „kleineres Übel" bezeichnet.

Komisch, dass „das kleinere Übel" für das große Übel selbst gesorgt hat, um besser dazustehen. Um das Ganze noch ein bisschen offensichtlicher zu machen, hat vor einigen Tagen die ISIS große Teile und Dörfer in Aleppo und Damaskus dem syrischen Regime wieder überlassen. Ja richtig, die ISIS, die „unbesiegbar" sein soll.

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Zum Schluss lässt sich sagen, dass Assad den Posten des Präsidenten abgeben muss, damit die ISIS verschwinden kann. Die restlichen Nationen sollten sich auch auf den Heimweg machen. Erst wenn es in Syrien einzig und allein um Syrien geht, kann es einen dauerhaften Waffenstillstand geben und erst dann kann man eine Übergangsregierung schaffen. Vorher wird das nicht zu schaffen sein.

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