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30/12/2015 04:19 CET | Aktualisiert 30/12/2016 06:12 CET

Wenn Feuerwehrmänner Flüchtlingsunterkünfte anzünden und Polizisten Vorurteile schüren

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Feuerwehrmänner und Polizisten üben zwei der angesehensten Berufe in der Bundesrepublik aus. Wenn Feuerwehrmänner Flüchtlingsunterkünfte anzünden und Polizisten Vorurteile schüren dann läuft etwas falsch in diesem Land.

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Feuerwehrmann zündet Flüchtlingsheim an

Als ein Feuerwehrmann ein Flüchtlingsheim im sauerländischen Altena im Oktober dieses Jahres angezündet hat, waren viele entsetzt. Er hat in Kauf genommen, dass Menschen ums Leben kommen, obwohl es seine Aufgabe gewesen wäre, Leben zu retten.

Gott sei Dank wurde niemand verletzt. Wenn solch eine Schandtat „nur" als fremdenfeindlich und nicht als rechtsextrem eingestuft wird, dann wirft dies kein allzu gutes Bild auf die Polizeibehörden vor Ort.

Apropos Polizei. Zurzeit fällt die Bochumer Polizistin und Publizistin Tania Kambouri mit schweren Vorwürfen gegenüber dem Bundeskriminalamt (BKA) auf. Sie wirft dem BKA vor, Statistiken zur Kriminalität unter Flüchtlingen zu fälschen, weil sie „politisch nicht gewollt seien", so Kambouri in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung . Ein Sprecher des BKA dementierte die Vorwürfe auf Anfrage der Rheinischen Post.

Polizistin schürt Vorurteile

Tania Kambouri ist kein unbeschriebenes Blatt. Im vergangenen Oktober 2015 ist sie mit ihrem Buch „Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin" aufgefallen. In diesem schildert sie einzelne Einsätze auf Streife, in denen sich vor allem männliche Muslime, ihr Gegenüber respektlos Verhalten haben.

Ferner beklagt sie die „Überzahl an straffälligen Migranten", ohne diese Behauptung zu belegen, geschweige denn zu begründen. Für den Leser entsteht der Eindruck, dass die Kriminalität unmittelbar mit der Religionszugehörigkeit bzw. mit der Herkunft im Zusammenhang steht.

Mit diesen Argumentationsmustern betreibt sie eine „Islamisierung bzw. Kulturalisierung sozialer Probleme" und beschreitet damit einen ähnlichen Irrweg wie Kelek, Sarrazin und Co.

Wenn ein Feuerwehrmann ein Flüchtlingsheim anzündet oder eine Polizistin Vorurteile schürt, dann schaden diese nicht nur sich selbst, sondern dem Ansehen einer ganzen Berufsgruppe, ganz abgesehen von den Betroffenen Flüchtlingen und Muslimen.

Eins steht fest: Wenn sich derartiges Verhalten in Zukunft zu oft wiederholt, wird das Vertrauen in diese gesellschaftlich relevanten Berufsgruppen sinken. Dieses wieder herzustellen wäre keine leichte Aufgabe.

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